Arbeit. Das alte Geber-Nehmer-Problem.

Eine Mitteilung auf print.de hat mich darauf aufmerksam gemacht: ver.di wünscht sich für die Arbeitnehmer in der Druckindustrie 5,5% Aufschlag. Darüber hinaus werden eine Reihe von mehr oder weniger klassischen Forderungen ergänzt; Erhalt der 35-Stunde-Woche; gleicher Lohn für Leiharbeiter etc. 

Mein erster Gedanke war: da haben sich die beiden Richtigen getroffen.

Auf der einen Seite steht ein jammernder BVDM, den ich kürzlich mit einem Kommentar zu seiner Pressemitteilung bedacht habe, in der er ein überaus rückwärtsorientiertes Bild der Welt zeichnete. Jetzt legt also ver.di in gleicher Qualität auf der anderen Seite nach. Nun denn.

In Anbetracht der Tatsache, dass "Print" sich in der Tat dringend und großflächig neu erfinden müsste, wären beide Parteien besser beraten, sich von alten Mustern zu lösen und gemeinsam – die Interessen (!) ihrer jeweiligen Mitglieder vertretend – an zukunftsorientierten und beidseitig motivierenden (!) Modellen zu arbeiten, statt in mir Bilder von haselnusshirnigen Dinosauriern zu wecken, die sich noch über den Globus jagen, während der Meteoritenstaub bereits seit Monaten den Himmel verdunkelt. 

Ist das anstrengend und langweilig.

Wacht auf, Verdammte dieser Erde … 

Nokia und Microsoft – Zähneklappern bei Google und Apple? Besser ja!

Am gestrigen Freitag haben Nokia und Microsoft erklärt, dass sie künftig eng zusammenarbeiten, um ein "drittes Ökosystem" in der Welt der mobilen Endgeräte, parallel zu Apples iOS und Googles Android, zu etablieren. Das finde ich äußerst interessant. Denn hier verbünden sich zwei Unternehmen, die auf dem Feld der "mobile Devices" mehrfach bewiesen haben, dass sie nicht recht verstehen, wie der Hase läuft und die sich mit einer zukunftsfähigen Einstellung zu einer "Social Media"-betonten Welt schwertun. 

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Druckindustrie = Jammertal?
Ein Kommentar zur Pressemeldung des bvdm vom 19.01.2011

Aktuell hat der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) der Welt eine Pressemitteilung geschenkt, die ich wegen ihres leidenden und rückwärtsgewandten Grundtenors an dieser Stelle kommentieren muss (sonst leide ich).

Ich kann die Motivation des bvdm verstehen, die üblichen Duftmarken im Vorfeld von Tarifverhandlungen abzusetzen. Doch nachdem ich das nun seit einigen Jahren verfolge, ermüden mich die begleitenden Aussagen zunehmend. 

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Ein Kommentar zur Pressemeldung des bvdm vom 19.01.2011″
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Ein Gedanke zwischendurch … (3)

Ausgelöst durch diese Tickermeldung von dpa (via Süddeutsche) rattert es in meinem Hirn kontinuierlich.

Und der Punkt, an dem ich immer wieder hängenbleibe: möchte ich, dass meine Entwürfe, Entscheidungsgrundlagen, Dokumente, Briefe; whatever bei einem externen Unternehmen liegen, wenn ich geschäftlich tätig bin? Und dann auch noch beim großen Datenqualifizierer Google?

Es ist ja fein, was in der „Cloud“ alles geht. Und im Privatbereich probiere ich das auch gerne aus. Aber wenn meine Geschäftsbeziehungen davon abhängen, halte ich es für äußerst kritisch, wenn Daten außerhalb des Hauses vorgehalten werden. Cloud-Computing hin oder her.

So wie ich die Meldung verstehe, möchte man bei Scholz & Friends Geld sparen, indem man IT-Aufwand reduziert und Anwendungen vereinheitlicht. Das ist verständlich. Auch, dass man die Informationen möglichst überall zugänglich haben möchte.

Doch ist das Geld gut gespart, wenn ich nicht mehr selbst Herr meiner Daten bin? Die übergreifende Verfügbarkeit lässt sich auch anders herstellen. Mir bleiben große Zweifel, ob das eine gute Entscheidung, ob das der richtige Weg ist.