Der heilige Gral von Apple

Heute ist etwas geschehen, das man problemlos mit den üblichen Superlativen versehen kann, die in solchen Fällen ausgepackt werden: „hell froze over“, „Wiederauferstehung“ – nichts davon ist zu groß. Und es geht dabei nicht um die Tatsache, dass Apple erstmals in seiner Firmengeschichte zugäbe, einen Fehler gemacht zu haben (gab es schon). Nein, das Außerordentliche ist, dass sie, noch während der Fehler aktiv ist (sprich: MacPro 2013 als Gerät aktiv in Auslieferung), offiziell darüber reden, dass ein markendefinierendes Produkt so fehlerhaft ist, dass sie es notgedrungen einerseits vollständig überarbeiten müssen und andererseits nicht in der Lage sind, das zeitnah abzuliefern – also um Geduld bitten. Chapeau!

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Farewell, Apple

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Ich bin langsam und loyal. Wäre ich beides nicht, hätte ich bereits nach dem ersten deutlichen Signal von Apple im Jahr 2010, dass man keine professionellen Kunden mehr haben möchte, begonnen, mich von der Plattform zu verabschieden. Einer Plattform, deren begeisterter Nutzer und Kunde ich nun seit fast 20 Jahren bin.

Was geschah im November 2010? Damals sickerte durch, dass das Unternehmen keine Server für IT-Schränke mehr anbieten wird. Vorlaufzeit für Kunden um letzte Bestellungen zu tätigen: zwei Monate. Wer weiß, wie langsam Entscheidungen in diesem Umfeld getroffen werden, kann einschätzen, was für ein Affront dieser lächerlich kurze Zeitraum gegenüber Unternehmenskunden war. Es war just in dieser Zeit, als das Unternehmen, in dem ich arbeitete, seinen Kunden Serverlösungen auf Basis von MacOSX verkaufte. Wir starrten uns an wie kleine Kälber auf dem Weg in den Schlachter-Lkw.

Das Selbstbewusstsein, ein gut zahlendes und loyales Kundensegment einfach vor den Kopf zu stoßen und abzusägen, hätte ich Apple bis zum 5. November nicht zugetraut. In der Zeit danach begann ich aufzuzeichnen, welche Entwicklungen an den Produkten ablesbar machen könnten, wo Apple seine Zukunft sieht – und genauer zu beobachten, ob sich diese Ziele mit meinen privaten und beruflichen noch decken. Dabei kam folgende Liste heraus, die eine bunte Mischung aus emotionalen und technischen Themen darstellt, die mich immer weiter von Apple entfernt haben:

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