Der heilige Gral von Apple

Heute ist etwas geschehen, das man problemlos mit den üblichen Superlativen versehen kann, die in solchen Fällen ausgepackt werden: „hell froze over“, „Wiederauferstehung“ – nichts davon ist zu groß. Und es geht dabei nicht um die Tatsache, dass Apple erstmals in seiner Firmengeschichte zugäbe, einen Fehler gemacht zu haben (gab es schon). Nein, das Außerordentliche ist, dass sie, noch während der Fehler aktiv ist (sprich: MacPro 2013 als Gerät aktiv in Auslieferung), offiziell darüber reden, dass ein markendefinierendes Produkt so fehlerhaft ist, dass sie es notgedrungen einerseits vollständig überarbeiten müssen und andererseits nicht in der Lage sind, das zeitnah abzuliefern – also um Geduld bitten. Chapeau!

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The Print of no return

Wenn man sich tagtäglich mit der Erstellung von Druckprodukten beschäftigt, hat man seit einigen Jahren ein zunehmend schlechtes Gefühl. Und dieses schlechte Gefühl hat, wenn man mal genau in sich hineinhorcht, wenig damit zu tun, dass Print als Werbe- oder Informationsmedium in irgendeiner Form „tot“, „am Sterben“ oder auch nur „krank“ sein könnte. Nein; wenn Print tatsächlich kränkeln oder eines Tages sterben sollte, liegt das vorrangig an mieser Software – und an unserem Verhalten als Kunden.

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Projekt „Hackintosh“

Im Juli 2016 war es soweit: mein Ärger über die merkwürdige Hardwarepolitik von Apple war so groß, dass ich mal ausprobieren wollte, ob man mit einem aktuellen Hackintosh zuverlässig in CreativeCloud arbeiten kann. Es wurde ein laaaanger Weg …

Dies ist Teil 1 von geplanten drei Teilen. Im ersten Teil spreche ich über die Hardware-Auswahl und den Zusammenbau. In Teil 2 soll es um die Einrichtung des Systems gehen. Mit Teil 3, der sich damit beschäftigen soll, ob man im Umgang schlimmere Merkwürdigkeiten als mit Apple-Hardware erlebt, wird die Reihe dann eines Tages beschlossen.

Komponentenbingo

Nach wochenlanger Recherche fiel meine Wahl auf Komponenten, die sich bei Vorgängerprojekten anderer als unauffällig oder zumindest flexibel einzurichten erwiesen haben. Im zweiten Schritt glich ich die Empfehlungslisten der jeweiligen Hardware-Lieferanten mit den Kompatibilitätspräferenzen der Hackintosher ab. Ich wollte ein System auf aktueller Hardwarebasis bauen, das den besten Kompromiss aus finanziellem Einsatz und zu erwartender, zuverlässiger Leistung liefert. Im Notfall, so der Plan, würde das Gerät als Ersatz für einen älteren RIP-Rechner oder als Office-Bitch für Windows-basierte Aufträge enden.

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Schöne neue Welt.

Wenn man das Vergnügen hat, für die Funktion und Ausstattung aller Rechner in einer nicht ganz kleinen Produktionsagentur in Frankfurt verantwortlich zu sein, erlebt man heutzutage eine Reihe von Dingen, die ich nur noch begrenzt witzig finde.

Man kann die Erlebnisse grob in folgende Kategorien einteilen:

  • Hardware
  • Softwareinstallation
  • Softwareaktivierung
  • Datenschutz & Selbstbestimmung

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Farewell, Apple

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Ich bin langsam und loyal. Wäre ich beides nicht, hätte ich bereits nach dem ersten deutlichen Signal von Apple im Jahr 2010, dass man keine professionellen Kunden mehr haben möchte, begonnen, mich von der Plattform zu verabschieden. Einer Plattform, deren begeisterter Nutzer und Kunde ich nun seit fast 20 Jahren bin.

Was geschah im November 2010? Damals sickerte durch, dass das Unternehmen keine Server für IT-Schränke mehr anbieten wird. Vorlaufzeit für Kunden um letzte Bestellungen zu tätigen: zwei Monate. Wer weiß, wie langsam Entscheidungen in diesem Umfeld getroffen werden, kann einschätzen, was für ein Affront dieser lächerlich kurze Zeitraum gegenüber Unternehmenskunden war. Es war just in dieser Zeit, als das Unternehmen, in dem ich arbeitete, seinen Kunden Serverlösungen auf Basis von MacOSX verkaufte. Wir starrten uns an wie kleine Kälber auf dem Weg in den Schlachter-Lkw.

Das Selbstbewusstsein, ein gut zahlendes und loyales Kundensegment einfach vor den Kopf zu stoßen und abzusägen, hätte ich Apple bis zum 5. November nicht zugetraut. In der Zeit danach begann ich aufzuzeichnen, welche Entwicklungen an den Produkten ablesbar machen könnten, wo Apple seine Zukunft sieht – und genauer zu beobachten, ob sich diese Ziele mit meinen privaten und beruflichen noch decken. Dabei kam folgende Liste heraus, die eine bunte Mischung aus emotionalen und technischen Themen darstellt, die mich immer weiter von Apple entfernt haben:

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Wird Apple mich im Herbst 2013 als Kunden verlieren?

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Apple – quo vadis?

Wie ich zu Apple kam

Die Computer von Apple haben mich stets sehr fasziniert. Meine Apple-Geschichte begann, indirekt, mit dem Apple ][, den ich in den 80er Jahren über die sporadische Lektüre des BYTE-Magazins kennenlernte. Während ich selbst mit einem sehr gut ausgestatteten C64 spielen durfte, war doch über die Lektüre von BYTE klar erkennbar, welche unglaublichen Dinge man mit dieser wahren Profi-Maschine von Apple erledigen konnte. Nur; so ein Gerät kostete locker nochmals das Doppelte des ohnehin unglaublich teuren 64ers. Unerreichbar.

Apple wurde erstmals für mich „greifbar“ – in dem Sinne, dass meine Finger einen Rechner berühren konnten – als der Macintosh vorgestellt wurde. Details dazu finden Sie in meinem Beitrag über die Steve Jobs Biographie. Doch auch der Mac löste das Problem der Erreichbarkeit nicht – 10.000 Mark waren nochmals gut doppelt so viel wie für den Apple ][.

Meine eigene Apple-Geschichte beginnt dann im Jahr 1988, als ich, Schülerpraktikant in einer Frankfurter Werbeagentur, erstmals an einem Würfelmac eine Präsentation für Kraft Käsesauce bauen durfte. In der gleichen Agentur bekamen die Texter sogar mit Farbmonitoren ausgestattete Macintosh II-Rechner. Welch’ Vergeudung …

Im Jahr 1994 schließlich prüfte ich, ob ich mein Studium abbreche um in der Druckbranche zu arbeiten. In jenem Jahr brachte Apple die PowerPC-Macs heraus, die wesentlich leistungsfähiger und besser zu bedienen waren als vergleichbare Windows-Rechner. Und mit dem Auftreten des FDIV-Bugs hatte ich endgültig keine Lust mehr auf Intel.

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Steve Jobs – der Anti-Philanthrop

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Schutzumschlag Biograpie Steve Jobs

>> Direkt zum Update vom 22. Februar 2012

Wie ich heute, nach der Lektüre der Biographie von Walter Isaacson weiß, habe ich Steve Jobs ein „Erweckungserlebnis“ zu verdanken. Und zwar eines, das erst Jahre später zum Tragen kommen – dann aber sehr nachhaltig meinen gesamten Lebensweg beeinflussen sollte:

Mitte der 1980er Jahre waren mein Vater und ich begeisterte Benutzer einer für damalige Verhältnisse unfassbar elitären Computerausstattung: ein C64 nebst Diskettenlaufwerk und – Achtung, jetzt kommt’s! – einem Farbmonitor. Das werde ich wohl nie vergessen. Wir hatten einen „Taxan Vision Ex“ – während der Rest der Welt die Bits von Kassettenlaufwerken nuckeln und die Oma vom Fernseher wegschubsen musste, um den 64er dort anzuschließen.  „Steve Jobs – der Anti-Philanthrop“ weiterlesen

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Nokia und Microsoft – Zähneklappern bei Google und Apple? Besser ja!

Am gestrigen Freitag haben Nokia und Microsoft erklärt, dass sie künftig eng zusammenarbeiten, um ein "drittes Ökosystem" in der Welt der mobilen Endgeräte, parallel zu Apples iOS und Googles Android, zu etablieren. Das finde ich äußerst interessant. Denn hier verbünden sich zwei Unternehmen, die auf dem Feld der "mobile Devices" mehrfach bewiesen haben, dass sie nicht recht verstehen, wie der Hase läuft und die sich mit einer zukunftsfähigen Einstellung zu einer "Social Media"-betonten Welt schwertun. 

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