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	<description>Know-how für Ihre Medienproduktion</description>
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		<title>Adobe – ein Unternehmen auf Crystal Meth</title>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 13:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Druckvorstufe]]></category>
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		<description><![CDATA[&#160; In den letzten Tagen überschlagen sich die Ereignisse in der Publishing-Branche. Während in den Fachforen und -medien noch gerätselt wurde ob man die kommende Creative Suite 7 wie bisher als Nutzungslizenz wird kaufen können, schaffte Adobe Tatsachen und ließ verlauten, dass es künftig nur noch die Creative Cloud geben wird. Es dauerte ein wenig, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
<p>&nbsp;</p>
<p>In den letzten Tagen überschlagen sich die Ereignisse in der Publishing-Branche. Während in den Fachforen und -medien <a href="http://www.hilfdirselbst.ch/gforum/gforum.cgi?post=512057">noch gerätselt wurde</a> ob man die kommende Creative Suite 7 wie bisher als Nutzungslizenz wird kaufen können, schaffte Adobe Tatsachen und ließ verlauten, dass es <a href="http://www.adobe.com/aboutadobe/pressroom/pressreleases/201305/050613AdobeUpdatesCreativeCloud.html">künftig nur noch die Creative Cloud</a> geben wird.</p>
<p>Es dauerte ein wenig, bis die ersten Reaktionen auf diese Ankündigung in den <a href="http://arstechnica.com/information-technology/2013/05/adobes-creative-suite-is-dead-long-live-the-creative-cloud/?comments=1">Kommentaren zu den jeweiligen Pressebeiträgen</a> wieder nach vorne schwappten. Grundtenor: „Soll ich jetzt noch schnell meine Lizenzen auf CS6 hochziehen?“</p>
<p>Diese Frage kann man ebenfalls schon beantworten: Nein. Denn Adobe hat die Suites komplett aus seinem <a href="http://www.adobe.com/de/products/small-business-pricing.html">Shop</a> genommen.</p>
<p><span id="more-983"></span>Daraus kann man schließen, dass jetzt noch Restbestände von Boxed-Produkten abverkauft werden – und dann ist finito. Da das Unternehmen schon vor einiger Zeit hat durchblicken lassen, dass man keine Boxen mehr produzieren wird, lautet das Motto des Tages:</p>
<p><strong>Willkommen in der Creative Cloud!</strong></p>
<p>Über die verschiedenen Auswirkungen, die der Wechsel von einem Lizenz- auf ein Mietmodell bei Software hat, konnte und kann man viel lesen. Darum halte ich mich damit nicht lange auf.</p>
<h2>Worum es mir geht:</h2>
<p>Es ist unfassbar vermessen von Adobe, seine Kunden innerhalb weniger Tage vor vollendete Tatsachen zu stellen; Bestandskunden, die zum Teil seit Jahrzehnten in deren Software investiert haben.</p>
<p>Was Adobe hier betreibt, ist die aktive und mutwillige Zerstörung einer Kundenbeziehung. Adobe erweist sich als arrogant und undankbar; kurz: als mindestens genauso bornierter Monopolist wie es Quark zehn Jahre zuvor im DTP-Bereich war – und von seinen Kunden kopfschüttelnd in die Bedeutungslosigkeit geschickt wurde.</p>
<p>Also wirklich, Adobe – wie dumm muss man sein um mit der <em>gleichen</em> unfassbaren Hybris wie damals Quark seine Kunden zu verprellen?</p>
<p>Adobe opfert seine Kundenbeziehungen der Droge „Geld“ – und wir stehen davor, ein Marketing-Lehrstück erster Klasse erleben zu dürfen. Wie unterhaltsam es doch wäre, wenn man das als unbeteiligter Zuschauer beobachten dürfte. Und nicht gezwungen wäre, mit dieser Software zu arbeiten.</p>
<p>Erst Hochmut; dann Fall. Adobe – handle schnell!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Crystal Meth – <a title="Crystal Meth" href="http://de.wikipedia.org/wiki/N-Methylamphetamin" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/N-Methylamphetamin</a></em></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2013%2F05%2F10%2Fadobe-ein-unternehmen-auf-crystal-meth%2F&amp;title=Adobe%20%E2%80%93%20ein%20Unternehmen%20auf%20Crystal%20Meth" id="wpa2a_2"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Scribus sucht .IDML-Dateien</title>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 08:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bessermachen]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Bugtracker]]></category>
		<category><![CDATA[Filter]]></category>
		<category><![CDATA[Import]]></category>
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		<category><![CDATA[XTG]]></category>

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		<description><![CDATA[Scribus hat Appetit auf .IDML Die kommende Version 1.5 von Scribus wird einen Importfilter für InDesign- und InCopy-Dateien bekommen. Da die Entwickler derzeit an dieser Importfunktionalität arbeiten, freuen sie sich über Testdaten, mit denen sie die neue Funktion überprüfen und feintunen können. Aus diesem Grund gebe ich den Aufruf gerne weiter, über den Bugtracker von [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h1>Scribus hat Appetit auf .IDML</h1>
<p>Die kommende Version 1.5 von Scribus wird einen Importfilter für InDesign- und InCopy-Dateien bekommen.</p>
<p>Da die Entwickler derzeit an dieser Importfunktionalität arbeiten, freuen sie sich über Testdaten, mit denen sie die neue Funktion überprüfen und feintunen können.</p>
<p>Aus diesem Grund gebe ich den Aufruf gerne weiter, über den Bugtracker von Scribus entsprechende Testdaten an die Entwickler zu übermitteln. Unter der Adresse</p>
<p><a href="http://bugs.scribus.net/view.php?id=11312">http://bugs.scribus.net/view.php?id=11312</a></p>
<p>können – nach einer schnellen Registrierung im Bugtracker von Scribus – beliebige InDesign- und InCopy-Files im Format IDML hochgeladen werden. Idealerweise mit den dazugehörigen Verknüpfungen und einer begleitenden Ansichts-PDF, wie das Dokument aussehen soll, wenn es korrekt umgesetzt ist.</p>
<p>Selbstverständlich werden die bereitgestellten Daten nicht weitergegeben oder öffentlich gemacht.</p>
<p>Auf Wunsch können Sie Dateien auch vertraulich bereitstellen, indem Sie für den Upload nicht obigen Link verwenden, sondern ein neues, privates Ticket im Bugtracker anlegen. Dann sehen nur die Entwickler Ihre Dateien und Sie können vollkommen „unsichtbar“ Testdateien anliefern.</p>
<p>Ergänzend wird Scribus künftig auch über einen Importfilter für Microsoft Publisher Dateien und für .XTG-Dateien verfügen – auch dafür können Sie über den Bugtracker Dateien anliefern:</p>
<p><a href="http://office.microsoft.com/de-de/publisher/">Publisher</a>: <a href="http://bugs.scribus.net/view.php?id=11507">http://bugs.scribus.net/view.php?id=11507</a></p>
<p><a href="http://treegraph.bioinfweb.info">XTG</a>: <a href="http://bugs.scribus.net/view.php?id=11311">http://bugs.scribus.net/view.php?id=11311</a></p>
<p>Bitte beachten Sie, dass Ihre Uploads in den Bugtracker <b>maximal 4 MB groß</b> sein dürfen. Größere Dateien können Sie als segmentiertes ZIP o.ä. bereitstellen.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2013%2F05%2F10%2Fscribus-sucht-idml-dateien%2F&amp;title=Scribus%20sucht%20.IDML-Dateien" id="wpa2a_4"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Blau und Grau – Verläufe des Grauens</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Mar 2013 13:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Druckerei]]></category>
		<category><![CDATA[Drucksaal]]></category>
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		<description><![CDATA[&#160; Immer und immer wieder stehe ich an Leuchttischen und werde gefragt, warum der Druck denn so anders aussähe als der Proof. Das könne doch nicht sein, da müsse doch irgendjemand einen schrecklichen Fehler gemacht haben. Und meist ist es auch so. Aber der Fehler liegt eher selten im Produktionsprozess, sondern meist im Kopf des [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
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<p>Immer und immer wieder stehe ich an Leuchttischen und werde gefragt, warum der Druck denn so anders aussähe als der Proof. Das könne doch nicht sein, da müsse doch irgendjemand einen schrecklichen Fehler gemacht haben. Und meist ist es auch so. Aber der Fehler liegt eher selten im Produktionsprozess, sondern meist im Kopf des Gestalters. Und oft hat die unbefriedigende Gesamtsituation etwas damit zu tun, dass Gestalter und Umsetzer nicht wirklich wissen, was in einer Druckerei abläuft, damit das Papier bunt wird.</p>
<p>Mein Erleben ist, dass erschreckend viele Gestalter glauben, dass sie keinerlei Verantwortung dafür tragen, wie das Druckergebnis ausfällt. Aber das ist schlichtweg falsch. Halten wir uns zunächst vor Augen, was hier konkret verglichen wird:</p>
<p><span id="more-962"></span><strong>PDF &gt;&gt; Proofer:</strong> Bunt, zertifiziert, fertig. Hier sehen die lustigen graublauen Verläufe über alle Seiten hinweg noch ganz toll aus. Und immer ziemlich gleich … wenn die identische, regelmäßig gewartete Proofumgebung dafür genutzt wird. Doch auch hier wird es schon interessant, wenn die gleiche PDF auf einem anderen Proofsystem ausgegeben wird. Spielen Sie das doch mal durch … und die Abweichung dieser beiden Proofs zeigt schon direkt, dass auch ein Delta E von 1 schon massive Schmerzen verursachen kann. Gerade bei den graublauen Verläufen.</p>
<p><strong>PDF &gt;&gt; Druckerei:</strong> Die PDF wird geprüft und für den Offsetdruck separiert. Die vier Farbauszüge werden an den Rechner übergeben, der die Druckplattenbelichtung steuert. Dabei wird berücksichtigt, welche Materialklasse im Druck verwendet wird, wie sich der in der Druckerei verwendete Druckplattentyp verhält und wie groß die Toleranzen sein dürfen. All diese Berechnungen führen dazu, dass ein in den Daten angelegter Verlauf von 0 bis 100 Prozent Farbauftrag mit zum Teil massiv abweichenden Prozentwerten auf die Druckplatte belichtet wird. Und das auch nicht in einer kontinuierlich „Prozent für Prozent“ übersetzenden Berechnung, sondern über ein paar wenige Haltepunkte hinweg. Oder anders: 35% in den angelieferten Daten können auf der belichteten Druckplatte 23% entsprechen, weil entsprechende Zuwächse bei der Plattenbelichtung und im Druck so kompensiert werden, dass – bezogen auf den Mittelwert (!) der bekannten Papiere in der gewählten Materialklasse – auf dem Papier nach dem Druck für den Betrachter dann wieder 35% sichtbar werden. Es kann gut sein, dass über einen größeren Wertebereich hinweg die Prozentwerte auf der Druckplatte sehr dicht beieinander liegen – das führt dann nur auf dem Material zum erwünschten Ergebnis, das auch zur Erzeugung dieser Korrekturen genutzt wurde. Sie drucken aber nicht auf Galaxi Keramik, oder?</p>
<h2>Der technische Unterschied</h2>
<p>Für den Proof kümmert sich ein eng gestuftes, mit sehr geringen Toleranzen steuerbares, System darum, dass ein Punkt direkt (!) auf ein immer identisches Material (!) mit einer optimal definierbaren, ungerasterten (!) Färbung aufgebracht wird.</p>
<p>Im Druck hingegen liegen zwischen Material und Farbe zusätzlich die Übergabepunkte Druckplatte und Gummituch, über die eine Mischung aus Wasser und Farbe unter hoher mechanischer Belastung großflächig auf ein in Qualität und Beschaffenheit heftig schwankendes Material aufgebracht wird. Und das viermal kurz hintereinander, bis sich die gerasterte Umsetzung für das Auge zum gewünschten Ergebnis zusammenfügt.</p>
<p>Was davon klingt anspruchsvoller? Eben.</p>
<h2>Ein Wort zum Farbsehen des Menschen</h2>
<p>In technischen Broschüren wird gerne mit Blau- und Grautönen gearbeitet. Wir assoziieren diese Farben mit Ruhe, Technik, Verbindlichkeit, Ordnung und Verlässlichkeit. Leider sehen wir Menschen diese Farben auch ziemlich gut; selbst die Farbfehlsichtigen unter uns. Es gibt andere Bereiche, in denen wir weniger gut differenzieren können. Wenn es also bei Blau- und Grautönen zu Schwankungen kommt, nehmen wir die sehr schnell und auch bei kleinsten prozentualen Verschiebungen als störend wahr.</p>
<p>Wenn Sie das besser verstehen möchten, öffnen Sie bitte mal ein hochkomprimiertes, vierfarbiges JPEG-Bild. Die Komprimierung ist deswegen so effektiv, weil sie Bildinhalte herausrechnet und verschwinden lässt, die für das Auge (!) nicht wesentlich sind. Aus diesem Grund halte ich auch für den Druck nichts von diesem Format: denn wenn im Gelb-Auszug nur noch zentimetergroße Klötze vorhanden sind, hat das RIP bei der Separation auch nichts, was es für die Plattenbelichtung zu berechnen gäbe … und das sich daraus ergebende miese, gleichförmige Ergebnis sehen Sie dann im Druck durchaus.</p>
<p>Wollen Sie das?</p>
<h2>Die „Standardisierung“</h2>
<p>Der ProzessStandard Offsetdruck definiert Toleranzen, die hinreichend groß sind, um in allen Druckbetrieben mit unterschiedlichster Ausstattung erreichbar zu sein. Doch leider ist der Toleranzbereich derart breit, dass die Ergebnisse auf modernen Produktionssystemen zu vollkommen unterschiedlichen Farbeindrücken führen können – <span style="text-decoration: underline;">innerhalb</span> des zulässigen Bereichs. Dann können Sie reklamieren und klagen wie Sie wollen.</p>
<p>Ein Beispiel: Als ich in den 1990er Jahren in die Branche einstieg, wurden Filme auf Druckplatten belichtet. Farbwerte unterhalb von 2–3 Prozent „schafften“ es nicht auf die Druckplatte. Durch die zwischengeschaltete Belichtung schwankten auch die Mitteltöne unter Umständen stark. Und wenn die Brühe in der Entwicklungsmaschine alt war, geriet das System schnell aus allen Fugen. Heute hingegen kann eine Druckplatte, quasi unter „Laborbedingungen“, direkt und sehr präzise bebildert werden. Abweichungen im Prozentbereich werden stabil auf die Druckplatte übertragen. Moderne Druckmaschinen wiederum bringen das auf der Druckplatte Vorhandene sehr zuverlässig auf das Material. Kurz: 20 Jahre später ist der tatsächlich nutzbare Farbraum wesentlich größer geworden. Und die Übertragungstechnik ist meist erheblich besser als das zu bedruckende Material. Somit ist das berühmte „das verdruckt sich!“ meiner „Lehrzeit“ schon seit vielen Jahren Geschichte.</p>
<p>Ja, eigentlich könnte man heute die Toleranzen deutlich reduzieren. Das ist allerdings für eine Druckerei ein sehr teures Unterfangen; denn idealerweise wird jede Maschine regelmäßig neu „profiliert“ und somit im internen Belichtungsworkflow optimal gesteuert, wie Farbe wiedergegeben wird. Die Gretchenfrage an Sie als Auftraggeber lautet an dieser Stelle: Sind Sie bereit, diesen Aufwand zu bezahlen? Und kennen Sie sich so gut mit dem Farbmanagement aus, dass Sie zuverlässig mit Haus-Farbprofilen der Drucker umgehen könnten?</p>
<h2>Zurück zum Ausgangsproblem</h2>
<p>Auf dem Weg vom Bildschirm des Gestalters auf den Proof haben wir es mit einem gut kontrollierbaren Umfeld zu tun, bei dem Farbe ungerastert in nahezu idealtypischer Weise auf ein hochoptimiertes Material aufgebracht wird. Easy. (Proof-RIP-Hersteller werden mich dafür steinigen.)</p>
<p>Aber machen Sie sich bitte klar: Dieses optimal steuerbare Umfeld existiert in einer Druckerei nicht. Lösen Sie sich von der Vorstellung, dass dort erzielbar sein muss, was Sie auf dem Proof sehen und akzeptieren Sie, dass Sie es beim Druck mit einem äußerst anspruchsvollen technischen Ablauf zu tun haben. Ein Proof entsteht technisch auf eine vollkommen anderen Weise als ein Druck.</p>
<p>Das Kernproblem mit den graublauen Verläufen ist, dass Sie ein „glattes“ visuelles Ergebnis sehen möchten. Über eine Rasterung hinweg. Auf einem Bedruckstoff <i>Ihrer</i> Wahl, auf den der Workflow der Druckerei sicherlich nicht kalibriert wurde. Über eine eher grobe, tonwertzuwachskorrigierende Druckplattenbelichtung hinweg, die per se schon verhindert, dass Sie einen glatten Verlauf bekommen … in einem einzelnen Auszug. Geschweige denn über vier Farbauszüge hinweg. In einem Farbbereich, in dem alle Menschen gut in der Lage sind, kleinste Abweichungen zu erkennen.</p>
<p>Ergänzend wird Ihr Produkt meist nicht im technisch gut handzuhabenden A4- oder A3-Format gedruckt, sondern auf möglichst großen Druckbögen (Preis!). Die durch vier Farbwerke laufen. Mit Wasser in Berührung kommen. Die also arbeiten, sich ausdehnen, erwärmen und anschließend wieder abkühlen und trocknen müssen. Machen Sie sich bewusst: Das Material ist auf dem Weg durch die Maschine in Breite und Länge gewachsen. Die Farbauszüge können also, insbesondere in Abhängigkeit von der Größe des Druckbogens, nur mehr oder weniger gut passen.</p>
<p>Just an dieser Stelle ereilt Sie das Kernproblem der graublauen Verläufe: die Rasterpunkte landen nur selten exakt (Hundertstel-Bereich!) auf der Stelle, wo sie sein müssten, damit hundertprozentig der rechnerisch korrekte, erwünschte Farbeindruck entsteht. Was Sie tatsächlich sehen, driftet also mal ins Grüne, Gelbe, Rote oder Blaue. Je größer der Bogen ist, je intensiver Sie graphisch mit dem Verlauf „spielen“, je mehr Farbauszüge an seiner Wiedergabe beteiligt sind – desto größer wird ihr Problem im Druck.</p>
<p>Wenn es denn unbedingt Verläufe sein müssen: <b>Gehen Sie zur Druckabnahme!</b> Stellen Sie sicher, dass jene Seiten optimiert werden, die ihnen besonders wichtig sind. Und wenn <em>alles</em> toll aussehen muss: nur eine kleinere Maschine kann Sie glücklich machen. Was das kostentechnisch bedeutet, muss ich Ihnen nicht erklären. Prüfen Sie, ob die Verläufe eventuell über eine Sonderfarbe gedruckt werden können. Denn wenn der Drucker in den Farbauszügen auch noch Bilder gut aussehen lassen soll, kann er sich nicht auch noch um glatte Verläufe kümmern. Logisch, oder?</p>
<p>Ich denke, es ist jetzt klar, warum der Gestalter sich bei der Verwendung von Verläufen in seinem Layout nicht einfach herausreden und aus der Verantwortung stehlen kann: Denn die Grundprinzipien des Drucks sind schon etwas länger bekannt. Länger als alle Gestalter auf diesem Planeten an Rechnern technische Verläufe anlegen. Es ist ein Handwerk und es will beherrscht sein.</p>
<p>Es gibt keine Entschuldigung für Ignoranz.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2013%2F03%2F06%2Fverlaeufe-des-grauens%2F&amp;title=Blau%20und%20Grau%20%E2%80%93%20Verl%C3%A4ufe%20des%20Grauens" id="wpa2a_6"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Freigabe-PDF</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jan 2013 22:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bessermachen]]></category>
		<category><![CDATA[Druckvorstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischengedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Abstimmung]]></category>
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		<category><![CDATA[Korrektur]]></category>
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		<description><![CDATA[&#160; Die Freigabe-PDF gleicht ein wenig dem Efeu. Viele wissen nicht, wie sorgsam man beide hüten und eindämmen muss, damit sie kein Eigenleben entwickeln – bis hin zur völligen Überwucherung dessen, was sie eigentlich zieren sollten. Der Ablauf ist stets der gleiche; in kundiger Hand wird die Freigabe-PDF liebevoll erzeugt. Der Erzeuger achtet darauf, dass [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
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<p>Die Freigabe-PDF gleicht ein wenig dem Efeu. Viele wissen nicht, wie sorgsam man beide hüten und eindämmen muss, damit sie kein Eigenleben entwickeln – bis hin zur völligen Überwucherung dessen, was sie eigentlich zieren sollten.</p>
<div id="attachment_941" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://printpraxis.net/2013/01/03/die-freigabe-pdf/freigabe-pdf/" rel="attachment wp-att-941"><img class="size-medium wp-image-941 " alt="Das Negativbeispiel – Ausdruck-Scan-Korrektur" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2013/01/Freigabe-PDF-300x228.jpg" width="300" height="228" /></a><p class="wp-caption-text">So bitte nicht!</p></div>
<p>Der Ablauf ist stets der gleiche; in kundiger Hand wird die Freigabe-PDF liebevoll erzeugt. Der Erzeuger achtet darauf, dass sie möglichst nichts enthält, was den Empfänger verwirrt. Nichts zeigt, was im Endprodukt nicht auch zu sehen sein wird. Wichtige Stellen, an denen mechanisch etwas mit dem Produkt passiert, werden zurückhaltend kenntlich gemacht und mit dezenten Hinweisen versehen, warum die Markierung hinterlegt wurde.</p>
<p><span id="more-939"></span></p>
<p>Doch dann nimmt das Schicksal seinen Lauf … der DTPler übergibt seine PDF, sorgsam aufbereitet … die Seitenpalette des Readers soll sich, wie von Geisterhand, automatisch öffnen, die Ansicht ins Fenster eingepasst werden … in eine E-Mail. Er schreibt seinen, wahrscheinlich viel zu langen, Begleittext dazu – möchte aber nicht labern; hach, welch’ schicksalshafte Verkürzungen hier greifen müssen! Und drückt schließlich den „Senden“-Button im Mailprogramm.</p>
<p>Und nun? Einerseits: endlich Ruhe. Das Ding ist raus! Stunden, Tage, Wochen der konzentrierten Arbeit haben endlich einen Schlusspunkt gefunden. Aber; vielleicht lieber nochmal über das Dokument schauen. Ja, es ist raus. Aber; einmal noch … habe ich wirklich alles kontrolliert? Waren da nicht noch RGB-Bilder unbekannter Quelle drin? Sind alle Farbdefinitionen in den Illustrationen identisch? Nur noch mal schnell schauen …</p>
<p>Dann, wenn die PDF die Weiten der IP-Knoten hinter sich gelassen hat, bekommt man es mit zwei verschiedenen Kundentypen zu tun:</p>
<h3>1. Der Oberflächliche</h3>
<p>Er bekommt die Mail, öffnet die PDF, schaut auf die Punkte, die gerade wichtig sind – ist dabei frei von Ahnung, dass sich an allen möglichen und unmöglichen Stellen des Dokuments Dinge ändern können, sobald wieder korrigiert wird – und erteilt innerhalb weniger Augenblicke seine Freigabe. Denn; auch er will das Ding von der Backe haben. Der Dienstleister wird schon ordentlich gearbeitet haben. Und wenn nicht; dann zahlen wir eben nicht! Die Begleitmail des DTPlers wird nur auf Warnworte hin untersucht – aber nicht in Ruhe gelesen. Hinweise verhallen ungehört … man telefoniert ja ohnehin und fragt nach!</p>
<h3>2. Der Gründliche</h3>
<p>Er bekommt die Mail, druckt sie aus. Öffnet die PDF; druckt sie aus. Egal, wie viele Seiten sie hat … dann wird sich sortiert, hingesetzt und gegen die eigenen Unterlagen geprüft. Was dabei schon alles auffällt! Jegliche Irritation wird auf den Ausdrucken markiert, festgehalten, korrigiert. Je nach Vorbildung und Gemüt feurig-intuitiv oder konsequent dudenkorrekt. Auf der letzten Seite werden Textmarker und Stift abgesetzt, der letzte Schluck Kaffee oder Tee mit Stolz getrunken und der ausgedruckte Stapel mit einem „So!“ aufgestoßen. Ab an den Scanner – denn wir müssen ja wieder ein PDF zurückliefern …</p>
<p>Beide Kundentypen stellen sehr unterschiedliche Herausforderungen für den DTPler dar:</p>
<p>Typus 1 ist mehr als irritierend, weil sehr schnell klar wird, dass die PDF nicht wirklich gründlich kontrolliert wurde. Wenn der Kunde kein ungutes Gefühl entwickelt, dann tut es nun der DTPler umso mehr …</p>
<p>Typus 2 ist anstrengend, weil er in den meisten Fällen keine kommentierte PDF zurückliefert, sondern etwas, was der DTPler schlimmstenfalls selbst wieder ausdrucken und mit Apothekergeschick entziffern muss. Sehr deutlich formuliert ist diese Form der Rückmeldung von Korrekturen eine der schrecklichsten Fehlerquellen überhaupt, weil sämtliche Folgeschritte wieder manuell erfolgen müssen – wo eine kommentierte PDF doch eine schöne Basis für ein sicheres Copy &amp; Paste geliefert hätte …</p>
<h2>Was können Sie tun?</h2>
<ol>
<li>Zuallererst: Seien Sie weder Typ 1 noch Typ 2! Wenn Sie eine PDF zur Prüfung bekommen, ist es für alle Beteiligten hilfreich, dass Sie die zu korrigierenden Elemente direkt in der PDF markieren und mit Kommentaren versehen. <a href="http://help.adobe.com/de_DE/acrobat/using/WS58a04a822e3e50102bd615109794195ff-7e80.w.html" target="_blank">Adobe Acrobat kann da feine Dinge tun</a> – und es ist die beste gemeinsame Basis, die Sie mit der Agentur nutzen sollten.</li>
<li>Nehmen Sie sich Zeit! Prüfen Sie die Gesamtheit der PDF – DTP ist eine komplexe Tätigkeit. Seien Sie sich bewusst, dass durch eine Unachtsamkeit in der Agentur Dinge verschwinden oder erscheinen können, die Sie schon einige Zeit nicht mehr auf dem Schirm haben. Das ist keine böse Absicht, sondern kann sogar Ausdruck einer besonders intensiven Arbeit mit Ihrem Dokument sein; kurz: Bringen Sie der Arbeit der Agentur Respekt entgegen und vertagen Sie die Kommunikation über Unklarheiten nicht auf den Reklamationsfall.</li>
<li>Bedenken Sie, dass der DTPler einen beschleunigten Puls bekommt, wenn er beim Öffnen Ihrer Korrektur-PDF sieht, dass Sie 300+ Korrekturen hinterlegt haben. Beschäftigen Sie sich damit, wie eine Markierung mit zugehörigem Kommentar nur als <i>einzelner</i> Eintrag angezeigt wird – fügen Sie also bitte keine „Extrakommentare“ hinzu, die wieder mühsam zugeordnet werden müssen.</li>
<li>Achten Sie darauf, dass in der PDF, die Sie an die Agentur zurückliefern, keine widersprüchlichen Kommentare hinterlegt wurden. Das kann insbesondere dann geschehen, wenn die PDF durch mehrere Hände geht und die Kommentare nicht mehr abschließend geprüft und redigiert werden.</li>
</ol>
<p>Wenn Sie das so machen, oder es zumindest versuchen, dann klappt das auch mit den Korrekturen. Sie werden es sehen!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2013%2F01%2F03%2Fdie-freigabe-pdf%2F&amp;title=Die%20Freigabe-PDF" id="wpa2a_8"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Happy new year!</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jan 2013 06:56:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wünsche allen Lesern ein gesundes und glückliches neues Jahr!]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wünsche allen Lesern ein gesundes und glückliches neues Jahr!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2013%2F01%2F02%2Fhappy-new-year%2F&amp;title=Happy%20new%20year%21" id="wpa2a_10"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Meine Zeitung</title>
		<link>http://printpraxis.net/2012/11/17/meine-zeitung/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=meine-zeitung</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Nov 2012 12:24:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischengedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungssterben]]></category>
		<category><![CDATA[Zielgruppe]]></category>

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		<description><![CDATA[Man wird ja noch träumen dürfen. Nachdem nun mit der Frankfurter Rundschau eine große Tageszeitung in die Insolvenz gegangen ist, hebt wieder das große Wehklagen über das Zeitungs-, Verlags- und Print- und Sonstwassterben an. Doch ich frage mich: Was ist mit „Zeitungssterben“ eigentlich gemeint? Ich verstehe unter „Zeitungssterben“ das Verschwinden von Informationsangeboten, die sich an [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
<h2>Man wird ja noch träumen dürfen.</h2>
<p>Nachdem nun mit der Frankfurter Rundschau eine große Tageszeitung in die Insolvenz gegangen ist, hebt wieder das große Wehklagen über das Zeitungs-, Verlags- und Print- und Sonstwassterben an. Doch ich frage mich: Was ist mit „Zeitungssterben“ eigentlich gemeint?</p>
<p>Ich verstehe unter „Zeitungssterben“ das Verschwinden von Informationsangeboten, die sich an ihren Lesern vorbeientwickelt haben. Dass dieses Verschwinden auch etwas mit dem Bedrucken von Papier auf sehr großen Maschinen zu tun hat, spielt in dem, was ich hier schildere, durchaus eine Rolle – ist aber nicht das eigentliche Thema.<span id="more-926"></span></p>
<h2>Was passiert da?</h2>
<p>Ich gehöre einer Generation und Bildungsschicht an, die das Vorhandensein einer oder mehrerer Tageszeitungen im Haushalt von Kindesbeinen an als Normalität erlebt hat. Die „Tageszeitung“ steht dabei als Synonym für aktuelle, sauber recherchierte und für mich als Leser aufbereitete Information. Heute habe ich, von meiner kindlichen Prägung abgesehen, leider kaum noch einen Bezug zur klassischen Papierzeitung. Woran liegt das?</p>
<h2>Mein Leseverhalten im Wandel der Zeit</h2>
<p>Während meiner Kindheit und Jugend waren stets eine lokale Tageszeitung plus verschiedene überregionale Tageszeitungen in meinem Zugriff. Ergänzend konnte ich regelmäßig Magazine wie Time, Newsweek, Spiegel und Stern lesen. Das war, was die Verfügbarkeit von Information angeht, ein sehr breites und wertvolles Informationsspektrum.</p>
<p>Zu Beginn der 1990er Jahre führte mich ein studentischer Ausflug in die Welt der Universitäten und ich abonnierte vom ersten Tag weg folgende Titel:</p>
<ul>
<li>Spiegel</li>
<li>Time</li>
<li>Lokale Tageszeitung</li>
<li>Frankfurter Rundschau</li>
<li>Frankfurter Allgemeine</li>
<li>Verschiedene IT- und Print-Fachmagazine</li>
</ul>
<p>Ja, ich bin ein Informationsjunkie. Und ich konnte das nur finanzieren, weil Studenten deutlich weniger für die Abos zahl(t)en als „reguläre“ Abonnenten. In meinen Augen stellte die obige Liste mein informationelles Existenzminimum dar. Doch was geschah dann?</p>
<p>Mit der Aufnahme einer geregelten Tätigkeit konnte ich mir den Luxus dieser breiten Informationsversorgung weder finanziell noch zeitlich leisten und beschränkte mich – bis heute – auf Abonnements von Time, Spiegel und einer lokalen Tageszeitung.</p>
<p>Über einen Zeitraum von gut 10 Jahren hinweg musste ich damit leben, dass mein Informationsbedürfnis nicht mit meiner Finanzkraft überein zu bringen ist. Etwa ab dem Jahrtausendwechsel ging es mir langsam besser, weil ich aus verschiedenen, primär internationalen, Quellen wieder an aktuelle Infos kommen konnte – über das Internet. Fortan begann ich meine Tage damit, in einem Internetbrowser die Bookmarks „meiner“ zehn, zwanzig Tageszeitungen und anderer Newsdienste zu öffnen, um mich auf den aktuellen Stand zu bringen.</p>
<h2>Der Knackpunkt</h2>
<p>Haben Sie eine Vorstellung davon, wie provinziell, schlecht recherchiert, belanglos und veraltet eine Tageszeitung auf einen Menschen wirken kann, der es über Jahrzehnte gewohnt ist, sich über ein breites Meinungsspektrum zu informieren, um sich daraus eine eigene Meinung zu bilden?</p>
<h2>Wie konsumiere ich Information heute?</h2>
<p>Ich informiere mich heute in einer Zwischenwelt, pendelnd zwischen Web und Print, von der ich das Gefühl habe, dass sie in einem ungesunden Wandel ist – und bislang noch keine belastbaren Fixpunkte entwickelt hat. Diese Situation macht mich unzufrieden; ich habe das Gefühl, dass ich zuviel bezahle und zuwenig bekomme. Meine lokale Tageszeitung macht Befragungen, die mich in epischer Breite und dutzendfachen Wiederholungen zu Aussagen quälen, für welche Kombination aus App, Web und Print ich denn wohl bereit wäre, insgesamt 60 bis 70 Euro zu bezahlen. Das kann ich kurz machen: für keine!</p>
<p>Und der Grund dafür ist ganz einfach formuliert: Es gibt kein Informationsangebot, von dem ich mich ausreichend bedient fühle. Jedenfalls keines, das ich mir über eigene Recherche und die Kombination verschiedener Quellen nicht in höherer Qualität selbst zusammenstellen kann.</p>
<h2>Was will ich haben?</h2>
<p>Primär möchte ich, dass mir die Information fließend in meinem Nutzungskontext folgt, dass die Tools meine bevorzugten Themen stärker gewichten als den Rest – ohne mir wichtige andere Informationen zu unterschlagen. Und dazu gehört für mich auch Gedrucktes – das ich anders konsumiere als jene reine Information, die mich auf dem Laufenden halten soll.</p>
<p>Information muss sich vor mir aufblättern wenn ich es wünsche. Ich brauche eine schnelle, kompakte Übersicht, die topaktuell ist. Ich brauche kurze Bestandsaufnahmen. Ich möchte News markieren, zu denen ich später, in einem anderen Nutzungskontext, mehr, tiefere und bewertete Informationen wünsche.</p>
<p>Nein, das geht nicht, wenn verschiedene Informationskanäle sich gegen andere abgrenzen wollen. Das geht nicht, wenn „meine Zeitung&#8221; glaubt, mit jedem Informationskanal zweistellig an mir verdienen zu können. Ich bin EIN Abonnent. Ich bestimme, wie und wann ich die Information konsumieren will.</p>
<p>Ergänzend ist mir auch ein brauchbares Archiv wichtig. Ich möchte schnell und möglichst gut recherchieren können. Heute werde ich mit Abo-Modellen gelangweilt, die im allerschlimmsten Fall auch noch Zusatzkosten für das Archiv aufrufen.</p>
<p>Folgende Punkte funktionieren heute nicht so, wie ich es brauche:</p>
<ul>
<li>Information folgt mir nicht in meinem Nutzungskontext.</li>
<li>Information ist selten sauber strukturiert und gut auffindbar.</li>
<li>Ich habe keine Möglichkeit, Information „aufzufalten“ (s.u.)</li>
<li>Ich bekomme kein brauchbares Archiv.</li>
<li>Ich kann wichtige Informationen elektronisch schlechter weitergeben als einen kopierten Artikel, den ich einem Kollegen zukommen lassen möchte (Reklame!)</li>
</ul>
<p>Ich sollte noch deutlicher machen, was ich mit „Information auffalten“ meine:</p>
<p>Ausgangspunkt für die Befriedigung meines Informationsbedürfnisses ist eine äußerst kompakte Newsübersicht, die ich wahlfrei auf dem Rechner oder dem Handy abrufen kann. Dort kann ich News markieren, die ich später ausführlicher lesen möchte. Wenn ich nun im Stau auf der Autobahn einige Nachrichten auf dem Handy markiert habe, kann ich am Rechner im Büro den dann aktuellen Stand genauer nachlesen. Wenn ich möchte, setze ich Bookmarks auf die betreffenden Themen; sie werden mir gesondert, ausführlich und mit Zusatzangeboten prominent angeboten – inklusive „Meinung“, einer Einordnung und – Achtung! – gerne auch auf dem Ausgabemedium Papier. Denn längere Artikel lese ich ungern am Rechner, Tablet oder gar Handy. Themen, die ich mal derart ausgezeichnet habe, werden mir – wenn in 10 Monaten auf diesem Feld wieder etwas passiert – direkt angeboten und zeigen mir auf diesem Weg, dass ich mich für den richtigen Informationsanbieter entschieden habe.</p>
<h2>Informiert mich!</h2>
<p>Was ich heute brauche, ist nicht mehr die klassische Tageszeitung, die auf großen Maschinen gedruckt wird – für alle gleich. Was ich brauche ist, dass sich die Informationsanbieter mit meinem, nur meinem, Informationsbedürfnis beschäftigen und mir gestufte Nachrichtenqualitäten anbieten.</p>
<p>Aktuell setze ich mein Meinungsbild aus Print-Angeboten, Firmenwebsites, Blogs und Twittermeldungen zusammen. So schnell wie die beiden letzteren kann eine Nachrichtenredaktion niemals sein. Das muss sie auch nicht! Denn die Redaktion kann prüfen, gewichten, verknüpfen, Meinung bilden – und mich begeistern.</p>
<p>Was haben die Zeitungen davon? Die Redaktionen liefern sauber recherchierte, relevante Informationen. Und die kaufe ich ein – wenn ich dabei nicht in meiner Nutzung eingeschränkt werde. Und was wäre mir das alles wert? Ich würde 50 Euro im Monat dafür zahlen – und mich freuen.</p>
<h2>Kinder an die Macht</h2>
<p>Es dürfte deutlich geworden sein, dass ich großen Wert auf „gute“ Information lege – und bereit bin, das auch finanziell zu honorieren. Aber ich glaube, Informationsanbieter haben noch nicht begriffen, dass die Zeiten des „Pressluft-Sendens“ vorbei sind. Und solange sie das nicht einmal <em>bemerken</em>, werden immer mehr Lichter ausgehen.</p>
<p>So, liebe Informationsanbieter – macht was draus! Die Kinder, die heute in die Grundschule gehen, sind euer Benchmark. Bei wie vielen davon liegt heute noch eine Zeitung auf dem Frühstückstisch? Wie filtern und verarbeiten die Information? Kümmert die es, ob da turmhohe Maschinen stehen, die Papier bunt machen?</p>
<p>Es geht um die Information!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2012%2F11%2F17%2Fmeine-zeitung%2F&amp;title=Meine%20Zeitung" id="wpa2a_12"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wird Apple mich im Herbst 2013 als Kunden verlieren?</title>
		<link>http://printpraxis.net/2012/10/28/wird-apple-mich-im-herbst-2013-als-kunden-verlieren/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wird-apple-mich-im-herbst-2013-als-kunden-verlieren</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Oct 2012 18:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kundenbindung]]></category>
		<category><![CDATA[Schlechtgemacht]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischengedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Apple Computer Inc. ist redlich bemüht, mich als professionellen Anwender ihrer Systeme zu vergraulen. Ob ihr das gelingt, wird sich im Laufe des kommenden Jahres entscheiden.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
<h1>Apple – quo vadis?</h1>
<h2>Wie ich zu Apple kam</h2>
<p>Die Computer von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Apple_Inc.">Apple</a> haben mich stets sehr fasziniert. Meine Apple-Geschichte begann, indirekt, mit dem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Apple_ii">Apple ][</a>, den ich in den 80er Jahren über die sporadische Lektüre des <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Byte_magazine">BYTE-Magazins</a> kennenlernte. Während ich selbst mit einem sehr gut ausgestatteten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Commodore_64">C64</a> spielen durfte, war doch über die Lektüre von BYTE klar erkennbar, welche unglaublichen Dinge man mit dieser wahren Profi-Maschine von Apple erledigen konnte. Nur; so ein Gerät kostete locker nochmals das Doppelte des ohnehin unglaublich teuren 64ers. Unerreichbar.</p>
<p>Apple wurde erstmals für mich „greifbar“ – in dem Sinne, dass meine Finger einen Rechner berühren konnten – als der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Macintosh">Macintosh</a> vorgestellt wurde. Details dazu finden Sie in meinem Beitrag über die <a title="Steve Jobs – der Anti-Philanthrop" href="http://printpraxis.net/2012/02/01/steve-jobs-der-anti-philanthrop/">Steve Jobs Biographie</a>. Doch auch der Mac löste das Problem der Erreichbarkeit nicht – 10.000 Mark waren nochmals gut doppelt so viel wie für den Apple ][.</p>
<p>Meine eigene Apple-Geschichte beginnt dann im Jahr 1988, als ich, Schülerpraktikant in einer Frankfurter Werbeagentur, erstmals an einem Würfelmac eine Präsentation für Kraft Käsesauce bauen durfte. In der gleichen Agentur bekamen die Texter sogar mit Farbmonitoren ausgestattete Macintosh II-Rechner. Welch’ Vergeudung …</p>
<p>Im Jahr 1994 schließlich prüfte ich, ob ich mein Studium abbreche um in der Druckbranche zu arbeiten. In jenem Jahr brachte Apple die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Power_Macintosh_6100">PowerPC-Macs</a> heraus, die wesentlich leistungsfähiger und besser zu bedienen waren als vergleichbare Windows-Rechner. Und mit dem Auftreten des <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pentium_FDIV_bug">FDIV-Bugs</a> hatte ich endgültig keine Lust mehr auf Intel.</p>
<p><span id="more-916"></span>Ich wollte dringend einen Mac haben. Aber erst im Jahr 1996 war es soweit; ein <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/PowerMac_8500">PowerMac 8500</a> zog bei mir ein. Anschließend war ich finanziell arm – aber; ich hatte den zweitschnellsten Apple-Rechner auf dem Markt. Und er konnte Video digitalisieren – eine Möglichkeit, von der ich reichlich Gebrauch machte. Man konnte die CPU tauschen. Man konnte neben der internen eine leistungsfähige Grafikkarte einbauen. Man konnte unendliche Mengen RAM auf’s Board stecken. Ich kaufte diverse <a href="http://www.atarimagazines.com/startv4n8/syquest.html">SyQuest</a>-Laufwerke und sonstigen Plunder wie schnelle SCSI-Karten, CD-Brenner und USB-PCI-Karten.</p>
<p>Erst mit der Ankündigung der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Powermac_G4">AGP-G4-Rechner</a> lohnte sich der Systemwechsel wieder – 1999 lauschte ich der Ankündigung, dass diese Rechner kommen – und orderte unmittelbar einen Dual-G4 mit 450 MHz. Wenige Tage später musste Apple seine forsche Ankündigung zurückziehen und „downgradete“ die Rechner um jeweils 50 MHz. Ich bestand auf mein 450er-Modell – und bekam es glücklicherweise auch. Wieder hatte ich eine eindrucksvoll leistungsfähige Maschine unter dem Tisch stehen. Die Intel-Jünger trabten mit ihren Windows-95-Rechnern zwar munter auf die Gigahertz-Taktratengrenze zu – dennoch waren ihre Systeme im Alltagsbetrieb deutlich langsamer, sprich: weniger produktiv.</p>
<p>Mich ärgerte, dass IBM den PowerPC nicht als Desktop-Prozessor ausentwickelte – Apple hatte hier auf das falsche Pferd gesetzt. Ich lenkte mich durch den Kauf eines <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tibook">TiBooks</a> ab. Dieses Gerät wiederum war seiner Zeit um Äonen voraus – und deutlich leistungsfähiger als alles, was in der mobilen Intel-Welt zu kaufen war – ein wahrhaft mobiler Computer, der als Desktop-Ersatz dienen konnte. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Centrino" target="_blank">Centrino</a> war noch in weiter Ferne. Wenig später stellte Apple seine ersten Rackmount-Server vor: die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Xserve">XServe</a>-Geräte. Und als dann die G5-Prozessoren kamen, wartete ich auf ein professionelles Board dazu – die ersten G5-Rechner hatten noch zuviel „Altes“ unter der Haube. Mit dem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/PowerMac_G5">G5 „Quad“</a> – inklusive PCIexpress-Steckplätzen – fühlte ich mich wieder zukunftssicher.</p>
<p>Kurze Zeit später zog Apple die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Apple%27s_transition_to_Intel_processors">IBM-Reißleine</a> und stellte alle Rechner auf Intel-Prozessoren um. So wenig ich diese Entscheidung leiden konnte – sie bestärkte mich aber wieder darin, dass Apple stets versucht, abseits der ausgetretenen Pfade optimale, aktuelle, leistungsfähige Technik zu liefern. Knurrend verkaufte ich meinen G5 auf eBay und stellte mir nun erstmals keinen klobigen Desktop mehr hin – fortan würde ich rein mobil arbeiten.</p>
<p>Auch das war nicht weiter schlimm oder schwierig; die Rechner bauten auf blitzendfrische Intel-Technik auf – und konnten endlich, wunderbarerweise, auch ohne nervige Verzögerungen Windows-Software nutzen. Wieder fühlte ich mich aktuell, flott und technisch gut versorgt. Freudig nahm ich zur Kenntnis, dass immer mehr Vorstufenunternehmen Intel-basierte XServes nutzten um damit interessante Applikationen bereitzustellen. Darunter waren viele Dinge von denen ich mittlerweile wusste, wie schwierig (= TEUER) sie auf Basis von Windows-Servern umzusetzen waren. Wenn überhaupt.</p>
<h2>Doch dann geschah es</h2>
<p>Im November 2010 sah ich in einer <a href="http://www.informationweek.com/smb/hardware-software/apple-discontinues-xserve/228200317">Randnotiz</a>, dass Apple seine Reseller aufgefordert hätte, die letzte Bestellrunde bei den XServes aufzunehmen. Ich war direkt irritiert. Apple ist noch nie für seine professionelle Informationspolitik berühmt gewesen – aber üblicherweise bekamen Reseller für das Großkundengeschäft über ihre Bestellsysteme signalisiert, dass demnächst ein Generationswechsel im Hardwarebereich ansteht. Doch diese Meldung war anders – Apple wollte die XServes abkündigen. Schluss. Ende.</p>
<p>Das war der Zeitpunkt, an dem ich begonnen habe, äußerst kritisch zu beobachten, was Apple für den professionellen Anwender tut. Heute muss ich feststellen: leider nichts. Nicht mehr.</p>
<p>Rückblickend muss ich feststellen, dass Apple im Jahr 2010 augenscheinlich beschlossen hat, sein Kerngeschäft künftig anders zu definieren als zuvor. Bereits im Jahr 2007 war „Computer“ aus dem Unternehmensnamen entfernt worden. Doch bis 2010 war Apple ein Unternehmen, das seine Rechner primär an den anspruchsvollsten Usern ausgerichtet hatte. War so ein Gerät fertig, wurden Funktionen soweit reduziert, bis auch für „Einsteiger“ ein Gerät für deutlich weniger Geld angeboten werden konnte – ohne das Gefühl zu haben, ein umgelabeltes Schrottprodukt zu kaufen. Dieses Handling änderte sich im Laufe der Zeit aber in allen Produktlinien.</p>
<p>Fortan lag der Schwerpunkt von Apples Entwicklungen darauf, sehr schicke Geräte zu entwickeln, die aber nicht mehr bemüht waren, jeweils den technischen Rahm abzuschöpfen; sondern sie sollten eine perfekte Symbiose aus Form, Technik und Funktion zu bieten; wobei der Fokus deutlich auf die Form gesetzt wurde.</p>
<p>In der Folgezeit wurden Akkus fest in Laptops eingebaut, hatten auf einmal die Rechner spiegelnde Glasscheiben vor dem Display, wurde aus <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Final_Cut_Studio">FinalCut Studio</a> ein Spielzeug. Design vor Nutzen. Schlimmer: echtes Wegwerf-Design; teuer kaufen – und nach kurzer Nutzungszeit wegen fehlender Aufrüstungsmöglichkeiten wegwerfen. Ja, weiterhin war und ist es möglich, einen „Basisrechner“ im Applestore zu einer Höllenmaschine auszubauen. Doch den Preis, den man dafür bezahlen muss, ist auf mehreren Ebenen nicht mehr angemessen.</p>
<p>Und das führt mich direkt zum „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Problemb%C3%A4r">Problembär</a>“-Rechner bei Apple: dem <a href="http://www.apple.com/macpro/" target="_blank">MacPro</a>.</p>
<p>Und der MacPro ist ein <em>Riesenproblem</em> für Apple. Denn er ist der letzte, nach der alten „Power is king“-Maxime entwickelte Rechner. Als Apple den XServe einstellte, bekamen motzende Kunden gesagt, sie sollten halt MacPros nutzen. Wie das in einem Rechenzentrum klappen soll, hat Apple diesen Kunden leider nicht erklärt.</p>
<p>Seit einigen Jahren wird der MacPro nur noch halbherzig fit gemacht. Spätestens seit dem Sommer ist auch dem letzten professionellen Apple-Anwender klar, dass Apple keine Lust hat, ihn abermals wirklich frisch zu machen. Vergangenen Sommer zog erstmals ein wahrnehmbares Unwetter auf, das sogar Tim Cook dazu bewegte, eilfertig – und das in meinem Erleben erstmals in der Firmengeschichte – zu <a href="http://www.macworld.com/article/1167247/cook_apple_planning_professional_mac_for_2013.html">beteuern</a>, dass im Jahr 2013 ein neuer „really great“ MacPro kommen wird. Fascinating, unbelievable, awesome.</p>
<p>Der MacPro ist deswegen ein Riesenproblem für Apple, weil sie ihn nicht einstellen <em>können</em>. Wenn sie das tun, ist das Signal eindeutig: wir möchten keine Poweruser mehr bedienen. Was würde das bedeuten? Nun; ohne echtes, allseits anerkanntes Topgerät wird schlagartig geprüft werden, wie leistungsfähig eigentlich ein Mac mini oder ein iMac im professionellen Umfeld ist. Mobilprozessoren in Desktop-Geräten! Mercedes ohne S-Klasse? Ferrari ohne Formel 1? Das belegt nicht die technische Leistungsfähigkeit von Apple.</p>
<p>Apple verliert mich also bereits seit einigen Jahren auf der Hardwareseite.</p>
<p>Wenn ich ein MacBook Pro so konfiguriere, dass es ein paar Jahre „hält“ komme ich locker über 3.000 Euro. Für das gleiche Geld bekomme ich bei anderen Anbietern heute Mobilgeräte mit Festplatten-Raids aus SSDs oder hardwarekalibrierbaren Bildschirmen, die nahezu AdobeRGB abbilden. Vollwertige HDMI-Anschlüsse, für die ich keine Apple-Adapter kaufen muss. BluRay-Brenner – ich will nicht alles in die Cloud sichern, nein. Die Geräte sind zwar nicht so sexy; aber … hm … Apple? Technologieführerschaft ist anders!</p>
<p>Mit den neuen iMacs vom Herbst 2012 wird dieses einfallslose „Design vor Nutzen“-Gebaren auf die Spitze getrieben: ein Desktop-Rechner, der – ohne Not – so dünn designt werden muss, dass das RAM fest auf dem Mainboard verlötet wird, weil kein Raum für Steckplätze da ist? Apple, werden diese Schmerzen nicht langsam unerträglich?</p>
<h2>Was werde ich tun?</h2>
<p>Im Herbst 2013 steht bei mir wieder ein Rechnerwechsel an. Ich nutze das vor mir liegende Jahr, um intensiv zu beobachten, was Apple im Bereich Hardware und „Cloud“ tut. Insbesondere schaue ich mir aber an, welche neuen Bedienkonzepte und Geräteklassen Windows 8 hervorbringen wird.</p>
<p>Eins kann ich Apple direkt ankündigen: Wenn der Tim-Cook-MacPro bei den Anschluss- und Erweiterungsmöglichkeiten patzt, werde ich zu Windows wechseln. Denn dort darf ich noch PowerUser sein. Und ich will Herr meiner Daten bleiben. Anders formuliert:</p>
<p>Ich fühle mich als professioneller Anwender nicht mehr gut bei Apple aufgehoben.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Her mit dem HTML-RIP!</title>
		<link>http://printpraxis.net/2012/10/24/her-mit-dem-html-rip/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=her-mit-dem-html-rip</link>
		<comments>http://printpraxis.net/2012/10/24/her-mit-dem-html-rip/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Oct 2012 20:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bessermachen]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[HTML-RIP]]></category>
		<category><![CDATA[OpenSource]]></category>
		<category><![CDATA[pdf]]></category>
		<category><![CDATA[Vision]]></category>

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		<description><![CDATA[Rettet Print – entwickelt einen OpenSource HTML-RIP! Ich habe diesen Blog ins Leben gerufen, weil ich das Gefühl hatte, dass Print im werblichen Umfeld als starr und wenig innovativ wahrgenommen wird. Dem wollte ich entgegenwirken und zeigen, dass diese Sicht falsch ist, dass Print spannend ist; auch und gerade in einer immer stärker auf elektronische [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
<h1>Rettet Print – entwickelt einen OpenSource HTML-RIP!</h1>
<p>Ich habe diesen Blog ins Leben gerufen, weil ich das Gefühl hatte, dass Print im werblichen Umfeld als starr und wenig innovativ wahrgenommen wird. Dem wollte ich entgegenwirken und zeigen, dass diese Sicht falsch ist, dass Print spannend ist; auch und gerade in einer immer stärker auf elektronische Medien ausgerichteten Welt.</p>
<p>Doch heute muss ich feststellen: Print wird in der Bedeutungslosigkeit versinken, weil die herausragenden Unternehmen und Personen in diesem Umfeld darauf beharren, dass Drucken eine Wissenschaft ist; dass, wer drucken will, Dutzende von Voraussetzungen erfüllen muss.</p>
<p>Weder die Unternehmen, die mit ihren Workflowsystemen, ihrer Anwendungssoftware und dem Dongleformat PDF ihr Geld verdienen, noch die Gallionsfiguren des Printumfeldes sind gewillt anzuerkennen, dass die Welt sich weiter dreht, dass Print seine Rolle als Leitmedium in der Publikationsbranche bereits verloren hat. Die Kuh PDF wird gemolken bis sie totgelutscht ist.</p>
<h2><span id="more-903"></span>Zertifizierung ist der Tod der Branche</h2>
<p>Die Druckbranche hat sich selbst in eine Sackgasse manövriert. Diese Sackgasse heißt „Zertifizierung“. Druckereien müssen zertifiziert sein, die angelieferten Daten auch – und natürlich auch die Personen, welche die Daten erzeugen und damit arbeiten.</p>
<p>Alle aktuell im Printumfeld aktiven Player stellen weder die proprietären Anwendungen zur Datenerzeugung, noch die aktuell genutzten produktiven Datenformate in Frage.</p>
<p>Mal im Ernst: Wie kann es sein, dass eine uralte Seitenbeschreibungssprache bis heute – und vollkommen frei von Alternativen, geschweige denn neuen Denkansätzen, – auch nach 30 Jahren noch definiert, wie „Druck“ stattzufinden hat?</p>
<p>PDF in der Druckbranche ist der Verbrennungsmotor des 21. Jahrhunderts. Alle wissen, dass er keine Zukunft mehr hat – erfreuen sich aber seiner zuverlässigen Funktion. Manchmal macht er sogar Spaß. Aber das Gefühl, ihn zu benutzen, wird jeden Tag blöder. Und dieses Gefühl trügt nicht!</p>
<p>Information ist in den letzten Jahren „liquid“ geworden. Die gesamte Produktionskette der Druckbranche ignoriert, unter mehr oder weniger großen Schmerzen, diese Tatsache. Wenn sich diese Grundhaltung nicht ändert, braucht kein Mensch mehr Print, von einigen industriellen und Nischenanwendungen abgesehen.</p>
<p>Warum wird nicht daran gearbeitet, den Print-Workflow an offenen Standards, die eine große Überlappung mit Konzepten wie HTML und CSS bieten, auszurichten? Warum manövriert sich Print jeden Tag weiter in diese lebensbedrohliche Lage – bei der Datenerzeuger sämtliche elektronischen Kanäle komfortabel aus einer RGB-Quelle bedienen können – für das Drucken aber ein starres und komplexes Konstrukt wie eine zertifizierte PDF erzeugt werden muss?</p>
<p>Verargumentiert wird das mit „perfekter Qualität“ und „Sicherheit“. Weiter so! Dann fällt Print endgültig durch das Raster der Werbetreibenden – und der Kunden, die eigentlich erreicht werden sollen.</p>
<h2>Was sich ändern muss</h2>
<p>Das Print-Produkt der Zukunft entsteht aus dem Zusammenspiel von Web- und Mobile-Anwendungen mit Datenbanken und durch Interaktion mit dem User. Und zwar nicht in den Händen internationaler Konzerne, sondern, weiterhin, in der Nachbarschaft der lokalen Druckerei. Wenn denn endlich die Entwicklung in Bahnen läuft, von PDFs und teuren Workflowsystemen vor und in der Druckerei wegzukommen.</p>
<p>Warum sollte eine kleine Agentur nicht in der Lage sein, über moderne Tools eine Druckausgabe an Webapplikationen anzubinden? Aktuell kann sie es nicht, weil die Druckbranche sich darin gefällt, die Sache so kompliziert wie irgend möglich zu machen. Systeme, die solche Möglichkeiten bieten, sind heute auf Basis von PDF nur für große Unternehmen finanzierbar. Das widerspricht vollkommen den immer stärker personalisierenden Anforderungen heutiger Werbeproduktionen, die immer schneller, individueller werden müssen.</p>
<p>Was spricht doch gleich gegen einen günstigen OpenSource HTML-RIP, der auf offenen Standards basiert, einen starken Widerhall in der jungen und agilen Softwarebranche findet und über eine breite Basis von Entwicklern in wenigen Jahren die technischen Lücken zu aktuellen PDF-RIPs schließt und gleichzeitig vollkommen neue Printprodukte möglich werden lässt?</p>
<p>Lassen Sie einfach Ihrer Phantasie mal freien Lauf und spielen Sie ein paar Minuten in Gedanken durch, welche unglaublichen Anwendungen Print auf Basis von HTML-Konzepten künftig finden könnte. Auch und gerade in der kleinen lokalen Druckerei.</p>
<p>Weg mit der schwarzen Magie!</p>
<p>Weg mit proprietären Datenformaten und Erzeugeranwendungen!</p>
<p>Weg mit teuren hausinternen vollvirtualisierten Serverfarmen die einzig dazu dienen, ein PDF zu „verstehen“!</p>
<p><strong>PRINT muss leben!</strong></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2012%2F10%2F24%2Fher-mit-dem-html-rip%2F&amp;title=Her%20mit%20dem%20HTML-RIP%21" id="wpa2a_14"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Give us an HTML RIP!</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Oct 2012 20:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bessermachen]]></category>
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		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[HTML-RIP]]></category>
		<category><![CDATA[OpenSource]]></category>
		<category><![CDATA[pdf]]></category>
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		<description><![CDATA[Save print—develop an OpenSource HTML RIP! I’ve started this blog because I felt the advertising community looked at print becoming increasingly old-fashioned and lacking innovation. I wanted to counter that view by showing that print is fascinating; especially taking into account that the world around the press is becoming more and more “electronic”. But today [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
<h1>Save print—develop an OpenSource HTML RIP!</h1>
<p>I’ve started this blog because I felt the advertising community looked at print becoming increasingly old-fashioned and lacking innovation. I wanted to counter that view by showing that print is fascinating; especially taking into account that the world around the press is becoming more and more “electronic”.</p>
<p>But today I have to state: Print will become redundant, because key players in print just won’t let go of the attitude that printing is a science. That, if you want to take part in that process, you have to comply to a multitude of requirements.</p>
<p>Neither the companies who benefit from selling software and workflow systems dongled by PDF, nor the key people in the industry seem to be acknowledging that the world has kept turning over the past 20 years, that print already has lost its momentum as the prime publishing platform. The big players milk the cash cow PDF until it’s clinically dead.</p>
<h2><span id="more-905"></span>Certification—the death blow for the print industry</h2>
<p>The print industry has maneuvered itself into the end of the road. This road is called certification. Printers have to be certified, the print PDF, too—and, naturally, also all the staff involved in the production.</p>
<p>None of the key players in the industry question the proprietary applications and data formats that are used to perform “printing” nowadays.</p>
<p>But, frankly; how can it be that an ancient page-description format like PDF still defines—without any visionary alternatives on the horizon—how “printing” has to be done?</p>
<p>PDF in print is the combustion engine of the 21<sup>st</sup> century—everybody knows that it has no future. It is used nonetheless; because it works, most of the time, and sometimes it even is fun to ride. But the feeling while using it becomes sicker every day. And this feeling is right!</p>
<p>Information has become very liquid over the last couple of years. But the entire print production process ignores this development—under increasing pains. If this situation doesn’t change, virtually no one will care for print anymore; except for some industrial and niche uses.</p>
<p>Why don’t we see some transparent work on a print workflow that is based upon open standards, that move print closer to concepts like HTML and CSS? Why is print maneuvering itself deeper into despair each day by forcing users to export “standardized” PDFs from proprietary applications—while the rest of the media production process flushes other channels with RGB content without any hassle?</p>
<p>This ancient approach is usually defended by claiming that otherwise the “quality” and “security” of the print process would be compromised. Okay, just go on—and witness how print will finally be forgotten by the folks in advertising and even end users.</p>
<h2>What has to change</h2>
<p>Future print products will evolve around web and mobile applications communicating with databases while interacting with end users. This development must not be controlled by a few multinational players but rather by the broad customer base that your local print shop can recruit. As a prerequisite, the monopoly of PDF and the expensive workflow systems it forces upon printers has to fall.</p>
<p>Why shouldn’t a small ad agency be capable of meshing up print appliances with web services without shelling out loads of cash? Currently this is not possible, because the print industry brainwashes everyone that printing is science or art at least. There are PDF based systems today that can provide such services—but being based on PDF, they are extremely complex and expensive—and therefore only big companies can afford to use them. This doesn’t go along well with increasing needs of faster deliveries of highly personalized print products.</p>
<p>So, what are the objections against an inexpensive, OpenSource HTML RIP, based on open standards, developed by incorporating a huge base of young and agile software engineers who can close the gap of a HTML vs. a PDF RIP within just a few years while opening the way for a completely new set of print products?</p>
<p>Just, please, lean back for a second and think about the possibilities print could gain by connecting closer with HTML; also and especially for your print shop around the corner.</p>
<p>Stop postulating that print should be regarded as a science!</p>
<p>Stop endorsing proprietary data formats and applications!</p>
<p>Stop investing in extremely expensive hardware that is only there to “understand” PDF!</p>
<p><strong>Print must live!</strong></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2012%2F10%2F24%2Fgive-us-an-html-rip%2F&amp;title=Give%20us%20an%20HTML%20RIP%21" id="wpa2a_16"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Print-Tektonik</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 07:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bessermachen]]></category>
		<category><![CDATA[Druckvorstufe]]></category>
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		<category><![CDATA[cmyk]]></category>
		<category><![CDATA[next generation publishing]]></category>
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		<description><![CDATA[Was haben Autos und Druckmaschinen gemeinsam? Ich neige sonst nicht zu solchen Vergleichen; aber im Bereich „Print“ ist es offenbar höchste Zeit, das zu tun. Hintergrund: Gestern hat pdfxready.ch seinen aktuellen „Leitfaden“ in der Version 2 revidiert bereitgestellt – und dabei den bisher enthaltenen Vorschlagsweg, wie RGB-Daten zur Produktion genutzt werden können, entfernt. Offenbar schämt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
<h1>Was haben Autos und Druckmaschinen gemeinsam?</h1>
<p>Ich neige sonst nicht zu solchen Vergleichen; aber im Bereich „Print“ ist es offenbar höchste Zeit, das zu tun. Hintergrund:</p>
<p>Gestern hat <a href="http://www.pdfx-ready.ch" target="_blank">pdfxready.ch</a> seinen aktuellen „Leitfaden“ in der Version 2 revidiert bereitgestellt – und dabei den bisher enthaltenen Vorschlagsweg, wie RGB-Daten zur Produktion genutzt werden können, entfernt. Offenbar schämt man sich ein bisschen – erläutert wird das nirgendwo.</p>
<p><span id="more-883"></span>Brisant wird das im Zusammenspiel mit dem kürzlich erfolgten Erscheinen des „Next Generation Publishing“-Guides von <a href="http://cleverprinting.de" target="_blank">CleverPrinting</a> – denn dort wird vehement gefordert, endlich alte Zöpfe anzuschneiden und sich mit den aktuellen Möglichkeiten von Programmen und Ausgabekanälen auseinanderzusetzen; sprich: medienneutral zu produzieren.</p>
<div id="attachment_885" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/10/cover_ngp_xr2.jpg"><img class=" wp-image-885 " title="cover_ngp_xr2" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/10/cover_ngp_xr2.jpg" alt="Cover von NGP und Xready2" width="600" /></a><p class="wp-caption-text">Clash of Cultures. Winner: NGP</p></div>
<p>Wer hat Recht? Ganz klar: CleverPrinting.</p>
<p>Und damit bin ich wieder beim Auto: noch vor dreißig Jahren konnte ein mäßig begabter Kfz-Mechaniker ein Auto warten – rundum. Heute gibt es im Kfz-Bereich Spezialisten für die unterschiedlichen Module eines Fahrzeugs. Zum Glück ist das so; denn wer möchte schon gerne seine Bremsen von einem Navispezialisten gewartet bekommen?</p>
<p>Print muss endlich begreifen, dass die Erzeuger von Daten heute vielfältige Kanäle beliefern müssen, von denen „Drucken“ nur einer von vielen ist. Dass Drucken heute ebenfalls mehr Wissen, mehr Spezialisierung erfordert als vor 30 Jahren.</p>
<p>Ja, das Thema ist komplex. Die Datenerzeuger haben reagiert, mussten reagieren – hier gibt es heute Spezialisten für Verpackung, Akzidenz, Online, Apps, Bild. Aber in Druckereien glaubt man weiterhin, dass sich die Kunden gefälligst darauf einzurichten haben, wie man perfekte Daten anzuliefern hat.</p>
<p>Noch einmal zur <a title="Druck von allen Seiten" href="http://printpraxis.net/2012/10/03/druck-von-allen-seiten/">Erinnerung</a>: Kunden, die das können, sind auch in der Lage, zwei Dutzend verschiedene Online-Druckereien zu beliefern. Ohne Schmerzen. Wollt ihr das? Versteht ihr, was in der Welt eurer Kunden passiert?</p>
<p>„Next Generation Publishing&#8221; ist komplex, ja:</p>
<div id="attachment_884" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/10/stärke_ngp-vs-xr2.jpg"><img class=" wp-image-884  " title="stärke_ngp-vs-xr2" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/10/stärke_ngp-vs-xr2.jpg" alt="Stärkenvergleich NGP und PDFXready2" width="600" /></a><p class="wp-caption-text">Dickes Ding. Komplex. Zukunft.</p></div>
<p>Der Versuch, einen Weg daran vorbei zu finden, führt direkt in den Konkurs. Nutzt eure Möglichkeiten – euer Vorstufen-Workflow kann’s. Schaut mal rein!</p>
<p>Ich finde es ziemlich klasse, dass mein Auto weiß, wie viele Minuten ich noch vom Ziel entfernt bin. Das wusste es 1982 nicht. Drucken Sie heute noch wie 1982?</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2012%2F10%2F09%2Fprint-tektonik%2F&amp;title=Print-Tektonik" id="wpa2a_18"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Druck von allen Seiten</title>
		<link>http://printpraxis.net/2012/10/03/druck-von-allen-seiten/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=druck-von-allen-seiten</link>
		<comments>http://printpraxis.net/2012/10/03/druck-von-allen-seiten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Oct 2012 10:58:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bessermachen]]></category>
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		<category><![CDATA[Kundenbindung]]></category>
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		<description><![CDATA[Drei Perspektiven auf den Printprozess – und warum das Endergebnis allzu oft unglücklich macht. Alle atmen auf, das Timing wurde doch noch in letzter Minute eingehalten, und das Ergebnis auf dem Bildschirm begeistert Kunde wie Agentur gleichermaßen. „Jetzt nur noch in den Druck damit und fertig ist das Printprachtexemplar.“ Doch das bittere Ende kommt erst [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
<h1>Drei Perspektiven auf den Printprozess – und warum das Endergebnis allzu oft unglücklich macht.</h1>
<p>Alle atmen auf, das Timing wurde doch noch in letzter Minute eingehalten, und das Ergebnis auf dem Bildschirm begeistert Kunde wie Agentur gleichermaßen. „Jetzt <em>nur noch</em> in den Druck damit und fertig ist das Printprachtexemplar.“</p>
<p>Doch das bittere Ende kommt erst noch … Eine Woche später klingeln die Telefonleitungen heiß, weil der Kunde unglücklich mit dem gedruckten Ergebnis ist. Und die Agentur ebenso.</p>
<h3>Wieso geschieht das – immer wieder?</h3>
<p>Eine fehlgelaufene Print-Produktion entfachte kürzlich via Twitter einen spannenden Austausch mit zwei Branchenkollegen, in dem wir über unser Tagesgeschäft und unsere Beobachtungen dazu diskutierten. Schnell uferte das Themenfeld aus.</p>
<p><span id="more-868"></span>Kurzerhand beschlossen wir, diesen konkreten Fall für einen gemeinsamen Blogbeitrag zu nutzen, um Missstände in der Printproduktion sowie die Hürden dieser letzten Meter zum erwünschten Ergebnis aufzuzeigen. Nebenbei wirft das auch ein Licht darauf, warum die Druckbranche in einer tiefen Krise steckt.</p>
<p><strong>Was uns drei verbindet:</strong><br />
Die berufliche Nähe und Liebe zu Print.</p>
<p><strong>Was uns drei unterscheidet:</strong><br />
Die Perspektive, aus der wir jeweils Missstände erleben und beobachten.</p>
<h3>Die drei Perspektiven:</h3>
<ul>
<li><strong>Der Produktioner</strong> einer kleinen aber feinen Agentur in Süddeutschland, der täglich zwischen Agentur, Kunde und Druckdienstleister agiert.</li>
<li><strong>Der Sohn eines Druckereibesitzers</strong>, der sich entschlossen hat, das Unternehmen des Vaters nicht weiterzuführen und in eine Festanstellung abseits des Print-Geschäfts wechselte.</li>
<li><strong>Der Betreiber dieses Blogs</strong>, der zwischenzeitlich alle Seiten von Print beruflich erfahren hat: vom Blickwinkel der kreativen Werbeagentur, in einer florierenden industriellen Druckerei und heute als Mitarbeiter einer Produktionsagentur.</li>
</ul>
<p>Zunächst erzählt uns der Produktioner im Bunde, was geschah:</p>
<h2>Der konkrete Fall</h2>
<h3>Das Vorspiel</h3>
<p>Ich erlebte, was (leider) gängige Praxis im Agenturalltag ist: Plötzlich – und aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen – bringt der Kunde unserer Agentur einen bislang unbekannten Dienstleister ins Spiel, der kurzfristig an der Produktion eines Werbemittels beteiligt werden soll. Ungeachtet der sich unmittelbar stellenden Frage, ob der Dienstleister überhaupt geeignet ist, den Auftrag zu produzieren, werden stabile Abläufe aufgegeben, Mehrarbeit produziert und – die Gefahr, mindere Qualität geliefert zu bekommen wächst beträchtlich. Aber es gilt: der Kunde ist König und entscheidet.</p>
<h3>Das Nachspiel</h3>
<p>Am Auslieferungstag schickt der entrüstete Kunde eine Mail mit Fotos der Druckmaterialien und zetert im Anschluss gleich noch ins Telefon: Alle Broschüren sind an den hinteren Ecken ausgerissen. Also massiv: 2 bis 3 mm Material wurden abgetragen. Das sieht tatsächlich nicht schön aus, zumal das ganze Produkt sehr hochwertig angelegt wurde. Wenngleich die Schadenfreude in so einem Augenblick leicht aufflackert und einem ein „Selbst schuld!“ durch den Kopf geht, ärgert auch uns als Agentur eine derartige Fehlproduktionen wahnsinnig, da die eigene Arbeit zerstört und der Kunde unzufrieden ist. Offenbar hat unser Kunde unterschätzt, welche Auswirkungen es bereits auf die Konzeption eines Druckproduktes hat, welcher Dienstleister die Produktion durchführt:</p>
<h3>Exkurs – Spielerisch einfach?</h3>
<p>„Drucken“ – als Synonym für „ein hochwertiges Print-Produkt herstellen“ – ist eine anspruchsvolle Tätigkeit, an der viele Spezialisten unter Einsatz komplexer Technik konzentriert mitarbeiten müssen, damit das Ergebnis überzeugt. Dreht man mit kurzfristigen Interessen an einzelnen Stellschrauben, kommt es schnell zu bedenklichen Verschiebungen in der gesamten technischen Konstellation – und damit zu Problemen, die sofort und professionell gelöst werden müssen. Dessen müssen sich alle Beteiligten bewusst sein; Kunde, Agentur und Produzent – und sich entsprechend korrekt verhalten.</p>
<p>Doch sobald die ersten Preise kursieren hört man als Agentur immer wieder: „Aber, aber … online drucken ist doch billig und gut! Gehen Sie zu XY – die können das!“ Stimmt das? Nein, denn Online-Druckereien reduzieren <em>ihre</em> Komplexität, indem sie einfache Produkte liefern und/oder äußerst strikte Vorgaben machen, wie die Daten anzuliefern sind – das ist aber für hochwertige Produktionen kein gangbarer Weg und verlagert produktiv-technisches Know-how in Richtung des Datenerzeugers – ohne für die Produktion einen Mehrwert gegenüber einem „konventionellen“ Dienstleister zu liefern; meist weder räumlich, technisch, qualitativ oder preislich – abseits von „Standardprodukten“.</p>
<p>Die Beauftragung einer Online-Druckerei funktioniert bei hochwertigen Produkten nur unter ganz bestimmten, sehr eingeschränkten Bedingungen.</p>
<p><strong>Merke: Druckereien, die sich intensiv mit ihren Kunden austauschen, haben genau an diesem Punkt die wichtigste Stellschraube, um gesunde Kundenbeziehungen auf- und auszubauen.</strong></p>
<p>Doch zurück zur verunglückten Produktion:</p>
<h3>Das Trauerspiel</h3>
<p>Der Kunde ist König und entscheidet. In diesem Fall für einen mir unbekannten Dienstleister. Nun denn. Ich setze mich mit der entsprechenden Druckerei in Verbindung, um einen Proof anzufragen. Ich frage die Proofs gerne direkt beim Drucker an, weil ich weiß, dass die „Industriestandards“ zu große Toleranzen haben. Und weil so – wenn es richtig gemacht wird – meine Proofs zumindest zum Teil den selben Workflow durchlaufen, den später auch die Produktionsdaten durchlaufen werden. Der beauftragte Drucker also verkündet, er lässt die erwünschten Proofs „bei einem Kollegen“ erstellen. Hm.</p>
<p>Nächste Überraschung: Ich schaue mir die Website der beauftragten Druckerei an und frage mich, wie in aller Welt die 20.000 Stück 48-Seiter in vier Sprachen auf einer Heidelberg SM 52 wirtschaftlich produziert werden sollen.</p>
<p>Richtig: Diese Maschine ist viel zu klein, um diesen Auftrag angemessen produzieren zu können. Da der angebotene Preis aber sehr günstig ist, war direkt klar, dass dieser Auftrag nicht beim anbietenden Drucker im Haus gefertigt wird. Also tat sich eine neue Unbekannte in der Konstellation auf: Wer druckt wirklich? Leistet dieses Haus auch die Weiterverarbeitung – und wie zuverlässig sind der oder die unbekannten Dienstleister?</p>
<p>Spätestens hier war der Punkt erreicht, an dem die gute Kundenbeziehung zwar wichtig ist, wir uns in der Agentur aber dachten: „cover your ass“.</p>
<p>Also holten wir von unserem Kunden schriftlich die Bestätigung ein, dass er alleine die Entscheidung für die Wahl des Dienstleisters trägt – wir also aufgrund der intransparenten Konstellation keine Verantwortung für das Gelingen der Produktion übernehmen werden.</p>
<p>Im Telefonat wird mir von der beauftragten Druckerei versichert, dass bei einem langjährigen Partner produziert wird, von dem auch die erstellten Proofs stammen. „Na,“ denke ich noch, „wenigstens kommen Proofs und Druck aus einem Haus.“ Herausgefunden habe ich das aber nur, weil ich mich sehr früh nach einem Termin zur Druckabnahme erkundigte.</p>
<p>Wir druckten also ein komplexes Produkt mit unterschiedlichen Titeln und 64 Seiten Innenteil. Ein dickes Ding: Papier innen 100g Offset und der Umschlag auf 300 g Bilderdruckpapier. Beim Endbeschnitt der gebundenen Broschüren kam es dann zu den hässlichen Fransen – und das Produkt sieht entsprechend schäbig aus.</p>
<p>Ja, es ist schon ein ziemlicher Brummer. Aber auch ein solches Produkt kann man sauber schneiden. Die Aussage des Produzenten, dass sei „technisch nicht machbar“ ist unseriös. Im schlimmsten Fall ist es eben technisch nur <em>woanders</em> machbar und nicht auf dem eigenen Dreimesserautomaten. Aber genau für solche Infos rede ich mit Spezialisten in ihrem Fach. Und dann bezahle ich auch gerne dafür.</p>
<p>Immerhin habe ich die Hoffnung, dass unser Kunde das nächste Mal wieder etwas mehr auf unsere Erfahrung oder Empfehlungen Wert legen wird …</p>
<h2>Was kann man anders machen?</h2>
<p>Wer ist nun schuld? Und warum passiert so etwas immer wieder? Was hätten die Beteiligten anders denken oder machen können, um das bittere Ende zu verhindern? Wir diskutierten aus unseren unterschiedlichen Perspektiven …</p>
<h2>Unsere drei Perspektiven und Stimmen dazu</h2>
<h3>Der Produktioner:</h3>
<p>Der erste wunde Punkt der Produktion war die Auftragsvergabe. Natürlich darf der Kunde seinen Einkauf losschicken und direkt Druckereien seiner Wahl anfragen. Es bestehen eventuell schon Beziehungen zu Druckern, die einen guten Job machen und das entsprechende Objekt gut und preiswert anbieten können.</p>
<p>Was ich allerdings Kunden von Agenturen ans Herz legen möchte: Falls Ihre Agentur sich den Luxus eines Produktioners leistet, fragen Sie dort nach dem Wortlaut und den Besonderheiten der Anfrage. Und lassen Sie sich diese im Zweifel erläutern!</p>
<p>Meist arbeiten Agenturen gut eingespielt mit nur wenigen ausgewählten Druckereien. Diese mögen manchmal etwas teurer sein, aber sie kennen die Anforderungen und Besonderheiten des Partners. All dies kann Ihnen die Agentur sicher gerne in eine neutrale Anfrageformulierung für Ihre Einkaufsabteilung schreiben.</p>
<p>In diesem Fall hatte der Kunde einen Drucker beauftragt, der knapp 3.000 Euro günstiger war, als der von uns vorgeschlagene. Aber die Rechnung wird erst komplett mit weiteren Leistungen:</p>
<p>Im Angebot waren unsere 15% Agenturprovision nicht drin – und das bedeutet, dass ich meinen Aufwand ganz regulär stundenweise berechne anstatt pauschal über die Provision. Gerade, wenn dann nicht eingespielte Abläufe zum Tragen kommen, ist das aus Sicht des Kunden vermutlich die teurere Variante … darüber hinaus:</p>
<ul>
<li>ein Kontraktproof mit 10 Doppelseiten</li>
<li>Formplotts zur Freigabe von 6&#215;48 Seiten</li>
<li>Versand nicht frei Haus</li>
<li>schlechtere Zahlungsbedingungen</li>
</ul>
<p>… da wäre „unser“ Agentur-Drucker schon deutlich günstiger gewesen.</p>
<p><strong>Und noch ein Hinweis an die „schwarze Zunft“: </strong>Sobald sich bei Ihnen auch nur ansatzweise der Verdacht entwickelt, dass da ein Kunde ein komplexes Produkt einkauft und die Daten offenbar von einer Agentur kommen: Setzten Sie sich, wenn irgendwie möglich, noch VOR der Kalkulation mit der Agentur in Verbindung, um die Hintergründe der technischen Anfrage zu besprechen. Das erspart auch Ihnen letzten Endes jede Menge Stress.</p>
<h2>Der Sohn eines Druckereibesitzers:</h2>
<p>Etwas überspitzt formuliert: Ist es denn momentan nicht so, dass Druckereien <em>immer alle</em> Aufträge zu <em>jedem</em> Preis, der gefordert ist, annehmen? Welche Druckerei kalkuliert denn noch seriös? Die Preise (zumindest für Standarddrucksachen) orientieren sich doch weitestgehend an denen der Onlinedruckereien – plus einem gewissen Aufschlag, den die Kunden gerade noch mittragen. Und dann wird mit allen verfügbaren Maschinen produziert, damit man zumindest die Maschinen auslastet. Oder es wird komplett an einen Partner vergeben, der besser geeignet ist; was ja eigentlich wieder sinnvoll wäre, sich jedoch finanziell oft nur sehr schwer darstellen lässt.</p>
<p>Ich bin gottfroh, den Schritt raus aus der Produktion des gedruckten Papiers geschafft zu haben. Spaß macht das nämlich momentan keinen mehr – zumindest nicht, wenn man nicht richtig aufgestellt ist, nicht eine entsprechende Größe hat, nicht eine schöne Nische gefunden hat …</p>
<h2>Der Blogbetreiber</h2>
<p>Als ewiger Wanderer zwischen den Welten kenne ich alle Einzelperspektiven in diesem Beispiel zur Genüge: Den Kunden, der einen bestimmten Produzenten beglücken will. Diesen – oftmals überforderten – Produzenten, der finanziell am Limit läuft und froh ist, dass er ein dickes Geschäft reinkriegt, das ihn eine Zeit lang finanziert. Und aus genau diesem Grund keine Arbeitsschritte extern vergibt – auch wenn er weiß, dass er es eigentlich nicht selbst produzieren kann; gleichzeitig aber versucht, möglichst viele Teilleistungen im eigenen Haus zu erbringen. Dann den genervten Produktioner der Agentur, der seine eigenen Dienstleister nicht platzieren kann und doppelt aufpassen muss, dass nichts in die Grütze geht. Schließlich muss er sich auch noch die Kreation in seiner Agentur vom Hals halten, die Dinge wollen, die keiner bezahlen kann. All das macht den Drucker noch nervöser. An Anfang und Ende der Kette steht der Auftraggeber, der bei Vorlage der Muster nur trocken sagt: „So darf das nicht aussehen, dafür zahle ich nicht!“.</p>
<h3>Worum geht es eigentlich?</h3>
<p>Ich denke, das Kernproblem der Drucker ist, dass sie kein Selbstvertrauen mehr haben und ihre Kosten nicht im Detail kennen – deswegen können sie keine „Preise“ machen. Denn ohne bekannte Kosten keine Preise.</p>
<p>Druckunternehmer neigen dazu, sich daran zu ergötzen, wie viele 4c-16-Seiter sie in einer Stunde drucken können – und haben nicht verstanden, dass sie in <em>diesem</em> Segment und mit <em>dieser</em> Einstellung voll und ungebremst mit den Onlinedruckereien konkurrieren.</p>
<p>Wichtig und richtig ist: Sie müssen ihre Vorteile ausspielen: Beratung, Sonderfarben, Veredelungen, Begleitung der Datenaufbereitung. <strong>Kurz: Sorgen nehmen und Kompetenz beweisen.</strong></p>
<p>Ergänzend ist leider kaum ein Drucker gegenüber einem Auftraggeber bereit zu sagen, welche Produktteile er nicht sinnvoll selbst produzieren kann und an geeignete Partner auslagert. Die meisten Auftraggeber nehmen diese Hinweise dankbar an – das glauben die Drucker aber nicht und geben sich geheimnisvoll.</p>
<h2>Exkurs – was ist in der Druckbranche los?</h2>
<h3>Absturz mit Ansage</h3>
<p>Wir Drei wundern uns schon sehr, wie eng gestuft sich die „Abstürze“ aneinanderreihen. Andererseits überrascht es nicht wirklich: Viele Betriebe werden sehr handwerklich geführt. Was übersetzt bedeutet, dass man es für ehrabschneidend hält, sich externe Hilfe ins Haus zu holen. Einst wurde gutes Geld verdient; das fließt jetzt über lange Zeiträume wieder zurück ins Unternehmen – weil sonst die Banken den Hahn zudrehen. Und die Banken selbst haben ein Problem, weil sie den Hahn nicht wirklich zudrehen können; oft sind es kleinere Lokalbanken, welche die großen Investitionen in Druckereien nicht so einfach abschreiben können; schließlich war „Druck“ einst eine tolle Branche, in der schicke Renditen erzielt wurden. Die kleinen Banken haben zu spät bemerkt, dass es nicht mehr so ist. Und dann kam Basel-II. Ergo: alle Beteiligten machen so lange weiter („drucken“) bis wirklich überhaupt nichts mehr geht. Von außen sieht es dann so aus, als würde es plötzlich „plopp“ machen. Ich fühle mich in dieser Auffassung noch bestätigt, da jetzt immer mehr große Druckereien kippen. Die machen nämlich das exakt Gleiche – nur auf höherem Niveau.</p>
<h3>Banker: Teil der Lösung – oder doch eher des Problems?</h3>
<p>Zudem vermute ich, dass etliche halbbegabte Banker selbst einen beträchtlichen Teil des Problems darstellen, indem sie den Druckern sagen; „Ihr müsst ins Internet!“ – womit Sie das Problem der Austauschbarkeit zusätzlich verstärken. Denn Marketingwissen gehört leider nicht zu deren Stärken.</p>
<p>Am Ende des Tages haben nahezu alle Druckereien gemeinsam, dass sie die Sturmglocken seit Jahren ignoriert und sich nur wenig fundierte Gedanken zur künftigen Marktentwicklung gemacht haben.</p>
<p>Zudem kenne ich nur wenige Druckereien, die gegenüber ihren Kunden keine erschreckend anachronistische, selbstverliebte Grundhaltung nach außen tragen; die nicht so tun, als wären sie auf mich als Kunden nicht wirklich angewiesen; dass ich, letzten Endes, keine Ahnung habe und nur komisches Zeug von denen will. Kurz: Es wird über meine Bedürfnisse hinweggelächelt – und anschließend irgendein Blödsinn produziert, den ich nicht haben will. Komme ich wieder? Warum sollte ich?</p>
<h2>Auswege</h2>
<h3>Meine Bedürfnisse – ignoriere sie; und du bist weg</h3>
<p>Das ist alles sehr, sehr schwierig. Und nein, Druckereien, die nicht lernen sich auf die Kundenbedürfnisse einzustellen, sie rückhaltlos ins Zentrum der eigenen Tätigkeit zu rücken, die sich nicht partnerschaftlich verhalten, die keinerlei Kommunikationsbereitschaft, Lernbereitschaft und –freude an den Tag legen; all diese Druckereien haben keine Existenzberechtigung mehr.</p>
<h3>Druckunternehmer, hört auf eure Mitarbeiter!</h3>
<p>Die Situation ist besonders bitter für die Angestellten, die, meinem Erleben nach, viel häufiger zu drastischen Veränderungen bereit wären als die Inhaber von Druckereien. Sie müssen nach außen das Portfolio verkaufen. Sie müssen mit grenzwertigen Datenlieferungen umgehen, die, nebenbei erwähnt, niemals in einer Online-Druckerei produziert werden könnten – merken Sie was? Diese Mitarbeiter hängen ständig am Puls der Kunden. Trotzdem werden sie nur selten in die Gestaltung von Veränderungsprozessen einbezogen. Warum?</p>
<h3>Was verkaufen Sie eigentlich?</h3>
<p>Erfolgreiche Drucker wissen sehr genau, welche Produkte sie gut verkaufen können. Erfolglose nicht. Bauchläden funktionieren nicht mehr. Wenn Sie Auftraggeber sind: fragen Sie, was die Stärke des beauftragten Unternehmens ist. Wenn Sie Drucker sind: geben Sie eine gute, schlüssige Antwort. Haben Sie keine, stehen Sie am Abgrund. Aber das wissen Sie ja bereits.</p>
<h3>Ein Tipp für Produktioner und Auftraggeber</h3>
<p>Wenn Ihnen etwas an Ihrem Produkt liegt – es farbkritische Seitenübergänge enthält, Sie eine Sonderfarbe einsetzen, die auf allen Produkten und Produktteilen identisch wirken soll, sie einschätzen möchten, welche Probleme bereits im Druck zu bewältigen sind – und welche erst bei der nachgeschalteten Weiterverarbeitung entstehen –, <strong>vereinbaren Sie einen Termin zur Druckabnahme!</strong> Fahren Sie hin, schauen Sie sich die Druckerei an. Wenn Sie ein blödes Gefühl entwickeln, gehen Sie den Gründen dafür nach. Sagen Sie, was Sie denken. Aber: <strong>lassen Sie sich auch beraten</strong>. Vieles werden Sie nicht verstehen. Das ist normal und keine Schande – denn der Prozess ist kompliziert. Fragen Sie; lernen ist gut, klugscheißen nicht.</p>
<p>Geheimtipp: Funktionierende Druckereien haben eine erkennbar moderne Druckvorstufe mit halbwegs gut gelaunten Mitarbeitern. Sie mögen gestresst sein, aber sie sind agil. Hintergrund: Ohne moderne Vorstufe keine Prozesskontrolle, keine modernen Datenformate, keine Effizienz auf dem Weg der Daten auf die Druckplatte. Eine moderne Vorstufe kostet Geld. Jedes Jahr. Wenn das nicht mehr da ist, seien Sie als Auftraggeber wachsam. Sehr.</p>
<h2>Das Ende?</h2>
<p>Das Schlusswort möchte ich gerne dem Produktioner, dessen fehlproduziertes Produkt Auslöser dieses Beitrags war, überlassen:</p>
<p>Ich habe das Gefühl, dass viele Druckereien, die jahrelang wirklich gutes Geld verdient haben, eigentlich schon lange insolvent sein müssten. Nur das in den fetten Jahren angefutterte Polster der Inhaber lässt die Unternehmen weiter atmen. Das sind Lebenswerke – die werden zur Not auch mit dem Privatvermögen gestützt, bis auch das weg ist.</p>
<p>Muss es denn wirklich soweit kommen?</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2012%2F10%2F03%2Fdruck-von-allen-seiten%2F&amp;title=Druck%20von%20allen%20Seiten" id="wpa2a_20"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tutorial: Briefbogen von InDesign nach Word überführen</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Aug 2012 10:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Druckvorstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Farbmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[DOC]]></category>
		<category><![CDATA[DOCX]]></category>
		<category><![CDATA[indesign]]></category>
		<category><![CDATA[pdf]]></category>
		<category><![CDATA[Word]]></category>

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		<description><![CDATA[Designer von Geschäftsausstattungen hören oft: „Ich brauche den Briefbogen aber in Word!“ – und unmittelbar verdüstert sich die Miene des Kreativen und wilde Stürme, in denen viel „Aaargh!“, „Stöhn“ und vor allem „NEEEEEIIIIINNN“ vorkommen, setzen im Hirn des Gestalters ein. Dafür gibt es aber gar keinen Grund. Denn es ist im Kern ziemlich einfach, einen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.<br />
Designer von Geschäftsausstattungen hören oft: „Ich brauche den Briefbogen aber in Word!“ – und unmittelbar verdüstert sich die Miene des Kreativen und wilde Stürme, in denen viel „Aaargh!“, „Stöhn“ und vor allem „NEEEEEIIIIINNN“ vorkommen, setzen im Hirn des Gestalters ein.</p>
<p>Dafür gibt es aber gar keinen Grund.</p>

<a href='http://printpraxis.net/2012/08/13/tutorial-briefbogen-von-indesign-nach-word-uberfuhren/screenshot_word2010_rahmenvertrag/' title='screenshot_word2010_rahmenvertrag'><img width="150" height="150" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/08/screenshot_word2010_rahmenvertrag-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="screenshot_word2010_rahmenvertrag" /></a>
<a href='http://printpraxis.net/2012/08/13/tutorial-briefbogen-von-indesign-nach-word-uberfuhren/screenshot_word2010_ueberstunden/' title='screenshot_word2010_ueberstunden'><img width="150" height="150" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/08/screenshot_word2010_ueberstunden-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="screenshot_word2010_ueberstunden" /></a>
<a href='http://printpraxis.net/2012/08/13/tutorial-briefbogen-von-indesign-nach-word-uberfuhren/screenshot_word2010_bestellschein/' title='screenshot_word2010_bestellschein'><img width="150" height="150" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/08/screenshot_word2010_bestellschein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="screenshot_word2010_bestellschein" /></a>

<p><span id="more-834"></span>Denn es ist im Kern ziemlich einfach, einen Briefbogen sauber und ordentlich nach Word zu überführen – ohne dort nennenswerte Nachteile in der Bearbeitung zu haben.</p>
<p>Richtig ist allerdings auch, dass Word eine sehr merkwürdige Bedienlogik aufweist, wenn man mehr als einen <em>einfachen</em> Briefbogen haben will. Doch darum soll es hier nicht gehen.</p>
<p>Über die Jahre hinweg habe ich mir einen Weg erarbeitet, der sich bisher in allen Fällen als tragfähige Basis – selbst für hochkomplexe mehrseitige Formularwerke – in Word erwiesen hat. Was geht, hängt schlussendlich davon ab, wie gut der <em>Endanwender</em> des Word-Dokuments mit dem Programm umgehen kann. Einzig dessen Wissen definiert, welche Komplexitätsgrade ein Word-Dokument erreichen darf.</p>
<p>Der Ablauf an sich ist trivial. Man muss sich stets bewusst sein, dass Word davon ausgeht, dass die Welt sRGB-profiliert ist. Die damit im Zusammenhang stehenden Themen habe ich schon vor langer Zeit in meinem <a title="Tutorial: Farbe in Print und Internet angleichen" href="http://printpraxis.net/2010/08/15/farbwiedergabe-tutorial/" target="_blank">Farbmanagement-Tutorial</a> beleuchtet und gehe daher an dieser Stelle nicht weiter darauf an. Wichtig ist nur: wir kommen aus einer CMYK-Welt und wollen nach sRGB. Kümmern wir uns nicht darum, werden die Farben im Word-Dokument „merkwürdig“ aussehen.</p>
<p>Im Prinzip passiert nichts anderes, als dass man den Briefbogen aus dem Layoutprogramm als zertifiziertes CMYK-PDF exportiert – zum Beispiel mit den Settings von <a title="professionelles PDF-Handling " href="http://www.pdfx-ready.ch" target="_blank">pdfxready.ch</a> – und daraus ein Bitmap erzeugt, welches wiederum hinter das Word-Dokument gelegt wird.</p>
<p>Letzteres kann Word auf verschiedene Weisen bewerkstelligen; aber nur auf eine Art, die auch zu einem technisch ansprechenden Ergebnis führt; zumindest meiner Erfahrung nach. Dabei können verschiedene Versionen von Word (Mac/PC, alt/neu) sich unterschiedlich verhalten und schlucken zum Teil bessere Bildformate oder machen importiertes Bildmaterial weniger schlecht als andere Versionen.</p>
<p>Die zuverlässige Variante als Gesamtablauf in Kurzfassung:</p>
<ol>
<li>PDF-Export</li>
<li>Import dieses PDF-Files in Photoshop: rastern in CMYK (!) mit 300 dpi</li>
<li>Photoshop nutzen, um das Rasterfile per „In Profil konvertieren“ nach sRGB zu überführen</li>
<li>Per Web-Export (!) als JPEG sichern</li>
<li>Word-Dokument anlegen, Doppelklick im Kopfbereich um die Kopfzeilen zu bearbeiten – hier das JPEG als Bild hineinladen, korrekt formatieren.</li>
<li>Kopfzeilenbearbeitung abschließen, Dokument normal bearbeiten.</li>
</ol>
<p>Fertig.</p>
<p>Beispielhaft habe ich das mal an einem 6-farbigen Briefbogen durchgespielt und mitgeschnitten. Bei entsprechender Vorbereitung lässt sich das alles in weniger als fünf Minuten pro Seite umsetzen. Der folgende Film zeigt den Prozess in Echtzeit – also inkl. PDF-Export und Rendering:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=GmfT6yvb-qk"><img src="http://img.youtube.com/vi/GmfT6yvb-qk/2.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=GmfT6yvb-qk">Click here to view the video on YouTube</a>.</p>

<p>Der Teufel kann im Detail liegen: Wenn sehr fein ziselierte Elemente auf dem Briefbogen genutzt werden, reichen die 300 dpi eventuell nicht aus. Kritische Farben können manuelle Nachbearbeitung erfordern. Dateigrößen des Hintergrundbildes für den Briefbogen können in bestimmten Anwendungsszenarien unangenehm werden. Schön wäre auch, PNG anstelle von JPEG einzusetzen – das können alte Microsoft-Produkte aber nicht zuverlässig verarbeiten.</p>
<p>Schauen Sie sich einfach den Screenmovie an. Wenn Sie dabei bemerken, dass Ihnen eine Information fehlt, oder Sie wissen möchten, warum ich dort etwas Bestimmtes tue, melden Sie sich einfach über die Kommentarfunktion!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2012%2F08%2F13%2Ftutorial-briefbogen-von-indesign-nach-word-uberfuhren%2F&amp;title=Tutorial%3A%20Briefbogen%20von%20InDesign%20nach%20Word%20%C3%BCberf%C3%BChren" id="wpa2a_22"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Messen, steuern, regeln … Pantone+</title>
		<link>http://printpraxis.net/2012/06/20/messen-steuern-regeln-pantone/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=messen-steuern-regeln-pantone</link>
		<comments>http://printpraxis.net/2012/06/20/messen-steuern-regeln-pantone/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Jun 2012 11:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drucksaal]]></category>
		<category><![CDATA[Druckvorstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Farbmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Adobe InDesign]]></category>
		<category><![CDATA[CS55]]></category>
		<category><![CDATA[CS6]]></category>
		<category><![CDATA[Pantone]]></category>
		<category><![CDATA[PantonePlus]]></category>

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		<description><![CDATA[Soviel vorab: Pantone ist auf einem guten, interessanten Weg und versucht, das in der Vergangenheit angerichtete Chaos ein wenig zu bereinigen – verstärkt es aber leider auf organisatorischer Ebene wieder. Wenn Sie einschätzen möchten, ob Sie das hier alles lesen müssen, können Sie auch schnell zu den Bulletpoints am Ende springen: Was bleibt zu tun? [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.<br />
Soviel vorab: Pantone ist auf einem guten, interessanten Weg und versucht, das in der Vergangenheit angerichtete Chaos ein wenig zu bereinigen – verstärkt es aber leider auf organisatorischer Ebene wieder.</p>
<p>Wenn Sie einschätzen möchten, ob Sie das hier alles lesen müssen, können Sie auch schnell zu den Bulletpoints am Ende springen: <a href="#wasbleibtzutun">Was bleibt zu tun?</a></p>
<p>Gehen wir ins Detail:</p>
<p><span id="more-807"></span></p>
<h2>Schlecht:</h2>
<p>Pantone macht das System aus meiner Sicht nahezu unbenutzbar, weil die Farben nicht mehr numerisch aufsteigend im Fächer hinterlegt sind. Man hat sich entschieden, den Designern „entgegenzukommen“ und mit dieser Begründung farblich „Passendes“ im Fächer gruppiert. Wer also wie bisher nach Farbnummern sucht, wird innerhalb von Sekunden restlos verzweifeln.</p>
<p>Rettungsansatz à la Pantone: am Ende des Fächers ist ein Index zu finden, der die neue Verortung der Farben im Fächer ermöglicht. Brüller!</p>
<p>Hier hätte man vielleicht lieber zunächst über eine tragfähige Neustrukturierung der Benamung nachgedacht. Zumal es noch andere Gründe gibt, das aktuelle System deutlicher vom alten abzugrenzen. Wie ich das meine, wird später noch deutlich werden …</p>
<p>Im Internet klagen Anwender immer wieder darüber, dass aus den „Coated“ und „Uncoated“ Fächern vermeintlich Farben verschwunden sind. Faktisch stimmt das; denn es gibt neue „Pastels“ und „Metallics“ Fächer – dort sollten Sie nachschauen. Wenn Sie ein Fächerpaket suchen, das die im Jahr 2012 aktuellen Basics abdeckt, werden Sie bei <a href="http://www.grafipress.de/1422/" target="_blank">Grafipress</a> fündig – dem Paket liegt dann auch der neue 366er Fächer bei.</p>
<p>Ganz übel finde ich übrigens das Material, auf dem die Fächer produziert sind: gefühlt ist das ein 80g Papier, das schon verknickert wenn man es aus zwei Metern Entfernung anschaut. Diese Fächer sind ein Arbeitsmittel! Wie kann man nur ein derart instabiles Material dafür verwenden?</p>
<h2>Gut:</h2>
<p>Mit jeder Iteration der Fächer stabilisieren sich die technischen Produktionsbedingungen sowie Umfang und Inhalt der Fächer. Im dritten Quartal 2012 soll angeblich eine neue Fächerproduktion anlaufen, welche dann alles beinhaltet, was aktuell noch auf verschiedene Fächer verteilt ist.</p>
<p>Mit dieser Aussage ziele ich insbesondere auf den aktuell gelieferten „Zusatzfächer“ mit der griffigen Bezeichnung 336 ab, den Pantone (oder eher: Grafipress?) seinen Fächerpaketen beilegt: Perspektivisch wird Pantone+ offenbar das Kernsystem sein; GOE soll offenkundig verschwinden. Und genau aus diesem Portfolio stammen die zitierten 366 Farben aus dem zusätzlichen Fächer.</p>
<p>Aus produktiver Sicht wichtig und eine mehr als begrüßenswerte Veränderung: die Fächer werden heute endlich mit einheitlicher Schichtdicke gedruckt. Und die Messung findet an allen Produktionsstätten von Pantone mit untereinander abgestimmten Messgeräten statt (nach X-Rites XRGA-Standard – siehe „<a href="#messen">Messen!</a>“).</p>
<p>Das bedeutet aber auch: alle Fächer, auf denen nicht Pantone+ steht, sollten direkt in die Tonne wandern; denn das alte „Pantone Solid Coated“ und „Pantone Solid Uncoated“ sind Geschichte.</p>
<h2>Sie haben akuten Handlungsbedarf!</h2>
<p>Wie man mit dieser Situation – insbesondere im Hinblick auf die Kundenkommunikation – umgeht, müssen Sie zum Gegenstand ausgiebiger Begutachtungen machen – und Ihre Kunden beratend an die Hand nehmen.</p>
<p>Fakt ist, dass gut 25% der Pantone-Farben, „alt“ vs. „neu“, Farbabweichungen von bis zu Delta E 17 (!) bei gleicher Bezeichnung haben. „Aussitzen“ ist also keine Option … dazu später ein kleines Praxisbeispiel.<br />
<a name="messen"></a></p>
<h2>Messen!</h2>
<p>Was das Messen angeht, versucht das Gespann X-Rite/Pantone eine einheitliche Basis für die Kalibrierung von „Weiß“ zu definieren. Da das furchtbar viele Auswirkungen auf die Farbwiedergabe, Qualitätskontrolle und alle damit in Beziehung stehenden Themen hat, müssen wir an dieser Stelle wach sein. Offenbar orientieren sich verschiedene Industrien – und hier geht es nicht nur um Print! – stark an diesen Vorgaben und erste Veränderungen werden spürbar:</p>
<p>Neue X-Rite Messgeräte messen nach dem sog. XRGA-Standard, der ein anderes Weiß heranzieht als bisherige Geräte. Aber auch die Röhren für die Normlicht-Kabinen werden bereits verändert; was aktuell ausgeliefert wird, habe bereits einen deutlich höheren UV-Anteil, hört man. Was beispielsweise ein „Anschlagen“ von Metamerie-Teststreifen zur Folge haben könnte – obwohl die Röhren gerade erneuert wurden.</p>
<p>Da auch die ISO offenbar in diese Richtung marschiert, haben wir es hier mit bedeutenden Veränderungen zu tun: die Basisdaten zur Beurteilung von Farben unter Normlicht und bei spektraler Messung verändert sich gerade. Das ist, keine Frage, ein Thema höchster Wichtigkeit; wenn wir nämlich versuchen, nach alter Technik etwas zu Vermessen oder zu beurteilen, was nach neuer Technik erzeugt wurde, werden wir scheitern – und marschieren festen Schrittes ins Land der absehbaren Reklamationen.</p>
<p>Noch ein Wort zu Messgeräten: X-Rite kalibriert Neugeräte seit 2010 auf den neuen Weißstandard XRGA. Altgeräte können im Rahmen des Service umgestellt/umgerüstet werden. Das passiert <strong>nicht</strong> automatisch und nur auf explizite Anforderung! Entsprechend veränderte Geräte werden mit einem XRGA-Sticker gekennzeichnet. Eine interessante, wenn auch ältere Diskussion dazu habe ich in einem <a href="http://whattheythink.com/articles/53636-x-rite-xrga/" target="_blank">US-Forum</a> gefunden.</p>
<p>Wichtig zu wissen: in Messreihen wurden Delta E-Werte im Bereich von 0,6 bis an 1,0 heran für die unterschiedlichen Weißmessungen ermittelt – <strong>nachdem</strong> die Geräte auf XRGA kalibriert wurden. Zuvor (siehe <a href="http://www.xrite.com/Documents/Literature/DE/L7-462_XRGA_Whitepaper_FINAL_DE.pdf" target="_blank">Pantone-Whitepaper</a>) konnte das Delta E – nur für den Weißpunkt! – bis an den Wert 3 heranreichen. Auch hier gilt also, dass Sie das Thema aktiv angehen müssen.</p>
<h2>Fächertanz in der Praxis</h2>
<p>Um ein Gefühl für die Situation zu bekommen, habe ich das für <em>Pantone(+) Solid Coated 287</em> beispielhaft durchgespielt. Denn bei dem gesamten Problemfeld wirken, neben den veränderten Pantone-Rezepturen, zusätzlich auch noch Software-Thematiken. Machen Sie sich auf ein kleines Feuerwerk gefasst:</p>
<p>Zuerst habe ich geprüft, wie Pantone 287 C jeweils in InDesign CS 5.5 und in CS 6 angelegt ist. Denn Sie müssen wissen: InDesign CS 6 enthält <strong>ausschließlich</strong> Pantone+ Farbtabellen! CS 5.5 kommt noch mit den alten pluslosen Tabellen. In einem Layoutdokument kann der Datenerzeuger nur <strong>ein</strong> P287C anlegen – Plus <strong>ersetzt</strong> also die alten Farben. Eine Koexistenz ist nicht vorgesehen. Das lässt sich leicht ausprobieren, indem man die Farbtabellen der einen Software der jeweils anderen verfügbar macht. Immerhin funktioniert das leidlich.</p>
<p>Werden die Farbtabellen von InDesign CS 5.5 genutzt, legt dieses eine Sonderfarbe an, die auf CMYK-Werten basiert. In den Tabellen selbst scheint aber eine LAB-Basis hinterlegt zu sein. Im Fall von P287 wird – für ISO Coated v2 – 100 / 68 / 0 / 12 erzeugt. Oder, von CMYK ausgehend (!), in LAB gesprochen: 30 / 1 / –48.</p>
<p>InDesign CS 6 hingegen legt P+287C direkt auf Basis von LAB-Werten an: 21 / 13 / –56. Oder in CMYK gesprochen: 100 / 83 / 1 / 6.</p>
<div id="attachment_809" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/06/simulation_auf_pantone-basis.jpg"><img class="size-large wp-image-809" title="simulation_auf_pantone-basis" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/06/simulation_auf_pantone-basis-1024x665.jpg" alt="Simulation bei Nutzung des Standardverhaltens von InDesign" width="584" height="379" /></a><p class="wp-caption-text">So sieht es aus, wenn man die Standardeinstellungen von InDesign CS5.5 und CS6 nutzt und in einem Dokument gegenüberstellt. Gruselig.</p></div>
<p>Ja, das sind sehr unterschiedliche Farben. Aber ist das auch praxisrelevant?</p>
<p>Wenn man bei der Anlage der Sonderfarben versucht, sich „medienneutral“ zu verhalten – also noch im Farbfelddialog auf den Farbmodus LAB wechselt und <strong>nicht</strong> die Programmvorgabe durchschleift – ist der Unterschied zwischen beiden LAB-Werten deutlich geringer: 21 / 13 / –56 vs 21,5 / 11 / –59. Bei diesem Vorgehen ist die simulierte Bildschirmdarstellung deutlich treffender als die auf Basis der „echten“ Pantone-Werte. Es wirkt so, als könnte das Farbmanagement von Adobe InDesign besser mit den „echten“ LAB-Werten umgehen als mit dem, was hinter den Pantone-Farben in den Tiefen der Software definiert ist.</p>
<div id="attachment_810" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/06/simulation_auf_lab-basis.jpg"><img class="size-large wp-image-810" title="simulation_auf_lab-basis" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/06/simulation_auf_lab-basis-1024x665.jpg" alt="Simulation auf Basis der LAB-Werte hinter den Pantone-Farben" width="584" height="379" /></a><p class="wp-caption-text">Wenn man InDesign die Chance gibt, auf Basis der hinterlegten LAB-Werte zu simulieren, ist es schon nicht mehr so dramatisch – und wirkt deutlich realistischer.</p></div>
<p>Prooft man das anschließend, wird zwar ein visueller Unterschied deutlich; der ist aber bei Weitem nicht so ausgeprägt wie es die zuerst genannten CMYK-Umsetzungen erwarten lassen. Durch die Nutzung der LAB-Werte lässt sich also das visuelle Risiko aus Sicht des auftragsspendenden Kunden deutlich reduzieren:</p>
<div id="attachment_811" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/06/bluedabadidabadei.jpg"><img class="size-large wp-image-811" title="bluedabadidabadei" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/06/bluedabadidabadei-877x1024.jpg" alt="Foto Fächer alt und neu vs. Proof der LAB-Simulation" width="584" height="681" /></a><p class="wp-caption-text">Hier werden die alten und neuen Fächer der LAB-Simulation der Pantone-Farben alt und neu gegenüberstellt. Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.</p></div>
<p>Was das Foto kaum einfangen kann: kein Blau gleicht dem anderen. Immerhin stimmt die Richtung des Blautons; das alte P287C von CS 5.5 ist von der Farbstimmung her korrekt vom GMG-RIP umgesetzt; das gleiche gilt für das P+287C von CS 6. Aber man sollte nicht den Fehler machen, die geprooften Farben zur tatsächlichen Beurteilung des Druckergebnisses heranzuziehen; wir haben es hier wirklich nur mit einer Näherung zu tun.</p>
<p>Auf dem Foto ist auch eine wichtige Veränderung beim Pantone+ Fächer gegenüber den alten Fächern zu sehen: bei Pantone+ wird kein Rezept mehr aufgeführt, sondern ein prozentuales Mischverhältnis. Vielleicht findet sich ja hier jemand, der mir erklären kann, warum das geändert wurde.</p>
<p><a name="wasbleibtzutun"></a></p>
<h2>Was bleibt zu tun?</h2>
<h3>Folgende Rahmenbedingungen ändern sich:</h3>
<ul>
<li>Rezepte der Pantone-Farben</li>
<li>Farben im Fächer mit einheitlicher Schichtdicke gedruckt – und</li>
<li>Druck wurde mit vereinheitlichten Messgeräten geprüft – dabei greift ein</li>
<li>Anderer Weißpunkt der Messgeräte</li>
<li>Höherer UV-Anteil im Normlicht kommt – weil:</li>
<li>Die ISO arbeitet an neuen Standards zur Farbmessung!</li>
<li>InDesign CS6 enthält ausschließlich Pantone+ Farbdefinitionen</li>
</ul>
<div>
<h3>Was Sie tun müssen:</h3>
</div>
<ul>
<li>Prüfen, ob bei den Pantone-Farben, die Ihre Kunden einsetzen, problematische Abweichung alt gegen neu bestehen</li>
<li>Prüfen, ob Ihr Normlicht in Ordnung ist</li>
<li>Entscheiden, wie Sie mit dem Versuch von X-Rite, einen anderen Weißpunkt der Meßgeräte als Standard zu etablieren, umgehen möchten</li>
<li>Im Auge behalten, in welche Detailentscheidungen die ISO mit ihren künftigen Meßmethoden geht. Das hat PSO-Relevanz!</li>
<li>Ihre Kunden über die neue Situation aufklären!</li>
<li>Pantone+ Fächer kaufen und die alten nur noch zu Referenzzwecken nutzen!</li>
</ul>
<h3>Bitte beachten:</h3>
<p>ich habe das hier nur für einen speziellen Pantone-Farbton durchgespielt. Die, oder besser: Ihre Ergebnisse mögen bei anderen Tönen komplett anders ausfallen. Bitte beschäftigen Sie sich damit!</p>
<p>Eine Information hilft vielleicht dabei, den Standpunkt von Pantone besser zu verstehen:</p>
<p>Pantone betrachtet sich selbst als designorientierten Farblieferanten. „Print“ ist dabei nur einer von mehreren Ausgabekanälen. Pantone stellt sich an die Seite der Designer und möchte den kreativen Prozess unterstützen; weniger den produktiven. Dass sie dort immer wieder auf Widerstände stoßen, scheint letztlich immerhin dazu geführt zu haben, dass sie sich verstärkt um die Reproduzierbarkeit im Druck zu kümmern – sicherlich auch befeuert dadurch, dass sie von X-Rite übernommen wurden. Und das ist, aus unserer Sicht, erst einmal hilfreich.</p>
<h2>Und sonst so?</h2>
<p>Im Auge behalten sollte man die neue Dienstleistung namens „<a href="http://www.pantone.com/pages/pantone.aspx?pg=20984">PantoneLive</a>“; hier hat man es mit einem „Cloud“-Angebot zu tun, mit dem die Markenführung im Hinblick auf eine konsistente Farbwelt unterstützt werden soll. Dazu legt man einen Pool von Farbreferenzen an, die auf verschiedenen Kanälen und Medien als Beurteilungsbasis genutzt werden können. Lizensierte Teilnehmer können dann im Anschluss Farbpaletten des Kunden von Pantone für die Verwendung in Illustrator und InDesign herunterladen. Hier wird sicht- und spürbar, dass Pantone sich eher als Hüter der Farben denn als Freund der technischen Produzenten sieht.</p>
<p>Mir gefällt jedenfalls, dass die Übernahme durch X-Rite Pantone gezwungen hat, sich endlich der alten Frage von Produzentenseite – wie eigentlich die Fächer produziert werden – anzunehmen und das Thema transparenter zu machen. Alleine das ist ein Gewinn.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2012%2F06%2F20%2Fmessen-steuern-regeln-pantone%2F&amp;title=Messen%2C%20steuern%2C%20regeln%20%E2%80%A6%20Pantone%2B" id="wpa2a_24"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>drupa 2012</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 13:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bessermachen]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
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		<category><![CDATA[drupa]]></category>
		<category><![CDATA[Heidelberg]]></category>
		<category><![CDATA[landa]]></category>
		<category><![CDATA[Pageflex]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Ich möchte gar nicht viel zur drupa schreiben, denn das dürfte anderswo reichlich und fundiert passieren. Aber ich sollte wohl meine Eindrücke schildern; wo sehe ich die Trends, wo scheiden sich Vergangenheit und Zukunft. Seit ich mich mit Print beschäftige, nimmt auf dieser Messe die Bedeutung des &#8220;Schwermetalls&#8221; kontinuierlich ab – und gleichzeitig bekommen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich möchte gar nicht viel zur <a title="Ausstellersuche der drupa" href="http://www.drupa.de/cipp/md_drupa/custom/pub/show,oid,17563/lang,1/ticket,g_u_e_s_t/~/Firmen_Produkte.html" target="_blank">drupa</a> schreiben, denn das dürfte anderswo reichlich und fundiert passieren. Aber ich sollte wohl meine Eindrücke schildern; wo sehe ich die Trends, wo scheiden sich Vergangenheit und Zukunft.</p>
<p>Seit ich mich mit Print beschäftige, nimmt auf dieser Messe die Bedeutung des &#8220;Schwermetalls&#8221; kontinuierlich ab – und gleichzeitig bekommen Dienstleistung und Software immer mehr Drehmoment. Dieser Trend wird weiterhin anhalten:</p>
<p>Digitalmaschinen mit ihren Fähigkeiten zur totalen Personalisierung werden konventionelle Maschinen in sämtlichen Anwendungen bis zu mittleren 5-stelligen Auflagen ablösen. Denn es ist nicht sinnvoll, klassische Produkte auf ungeeigneten und komplexen Wegen zu erzeugen. Daneben bleiben Nischen für alles Mögliche, klar. Aber nicht für die Masse.</p>
<p>Kleiner Ausblick:</p>
<p><span id="more-795"></span>Das von Herrn Landa entwickelte Digitaldruck-Prinzip löst zur nächsten Drupa sämtliche anderen, bis dahin nicht ausentwickelten technischen Konzepte ab, die nicht auf hohe Auflagen optimiert sind. Es wird Maschinen geben, die beide Konzepte, Nano und Offset, in einer Anlage vereinen. Damit sind mit definiertem finanziellen Einsatz durch den Druckereibetreiber große Bandbreiten künftig entstehender Kundenanforderungen mit einer Anlage abbildbar. Auftraggeber werden nicht mehr bewusst zwischen personalisierten und anderen Jobs unterscheiden (müssen).</p>
<p>Zeitgleich rücken Lösungen zur Jobverwaltung, Kundenkommunikation und Datenaufbereitung immer enger zusammen und automatisieren zunehmend den Weg vom Kunden auf die Maschine. Immer weniger Bediener nutzen hochkomplexe, aber mit einfachster Bedienoberfläche ausgestattete Tools, um in kürzester Zeit vom Kundenbriefing zur personalisierten Lieferung zu kommen. Personalisiert bedeutet in diesem Zusammenhang auch: das Print-Produkt wird &#8220;Tracking-fähig&#8221; durch aufgedruckte RFID-Informationen oder ähnliche Lösungen – bei gleichzeitig gesteigertem Endkundennutzen durch das intelligente Printprodukt.</p>
<p>Glauben Sie nicht? Dann besuchen Sie, solange die drupa noch läuft, folgende Stände:</p>
<ul>
<li><a title="Content und Automatisierung" href="http://www.4all-portal.net/de/module.php" target="_blank">4All-Portal</a></li>
<li><a title="Mediaplanung und Auslieferung" href="http://www.adstream.com/de" target="_blank">AdStream</a></li>
<li><a title="CrossMedia-Lösung von DirectSmile" href="http://www.directsmile.com/de/software/cross-media-marketing/" target="_blank">DirectSmile</a></li>
<li><a title="Anschauen; nicht nach dem Screenshot urteilen!" href="http://www.heidelberg.com/www/html/de/content/products/prinect/management/web_to_print_manager" target="_blank">Heidelberg</a></li>
<li><a title="Nanographic printing" href="http://landanano.com/nanography/bottom-line" target="_blank">Landa</a></li>
<li><a title="Regelbasierte Layoutgenerierung" href="http://pageflex.com/Products/Pageflex-Server.aspx" target="_blank">Pageflex</a></li>
</ul>
<p>Stören Sie sich nicht daran, dass die <em>aktuell</em> vielleicht nicht miteinander reden. Einige tun es bereits. Bei der nächsten drupa wird es Lösungen geben, die Features all dieser Tools zusammenziehen und in ihrem möglichen Gesamtnutzen einfacher verfügbar machen.</p>
<p>Setzen Sie sich danach irgendwo in die Sonne, trinken ein Bier und überlegen Sie kurz, was passieren kann, wenn diese Systeme verknüpft arbeiten. Denn genau das wird passieren.</p>
<p>Bis zur nächsten drupa wird noch ein weiteres Phänomen durchschlagen:</p>
<p>Die Menschen, die Print- oder Online-Content erzeugen, werden in die Lage kommen, für die jeweils andere Welt Content zu erzeugen. Und das wird eine echte Revolution werden; weil beide Welten aktuell in der Praxis wenig Verständnis für die Probleme des anderen aufbringen. Diese Probleme werden sich durch die neuen Systeme reduzieren und verschwinden. Dadurch werden vollkommen neue Marketingprodukte entstehen, die Print, Online und insbesondere Mobile organisch verbinden.</p>
<p>Also; ich freue mich auf die nächste drupa. Sie auch?</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2012%2F05%2F11%2Fdrupa-2012%2F&amp;title=drupa%202012" id="wpa2a_26"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Krieg der Welten – Finale! – 6/6</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 08:15:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Druckvorstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[CorelDRAW]]></category>
		<category><![CDATA[DTP]]></category>
		<category><![CDATA[indesign]]></category>
		<category><![CDATA[Layout]]></category>
		<category><![CDATA[Scribus]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>
		<category><![CDATA[xpress]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenfassung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Meine Gesamtplazierung: InDesign – Die Referenz. Weit verbreitet und dafür zu teuer. CorelDRAW – Stabil, zuverlässig, kompakt, interessante Features Scribus – Unglaublich leistungsfähig und recht ausgabesicher; krude zu bedienen, GRATIS XPress – Hier rächen sich 10 Jahre Entwicklungsstillstand im DTP-Bereich Finale! Wenn ich meine Ergebnisse auf wenige Sätze verdichte, ergibt sich folgendes Bild: InDesign [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
<p>&nbsp;</p>
<h2>Meine Gesamtplazierung:</h2>
<ol>
<li>InDesign – Die Referenz. Weit verbreitet und dafür zu teuer.</li>
<li>CorelDRAW – Stabil, zuverlässig, kompakt, interessante Features</li>
<li>Scribus – Unglaublich leistungsfähig und recht ausgabesicher; krude zu bedienen, GRATIS</li>
<li>XPress – Hier rächen sich 10 Jahre Entwicklungsstillstand im DTP-Bereich</li>
</ol>
<h2><span id="more-748"></span>Finale!</h2>
<p>Wenn ich meine Ergebnisse auf wenige Sätze verdichte, ergibt sich folgendes Bild:</p>
<h3>InDesign</h3>
<p>Wählen, wenn der Geldbeutel und der Bedienansatz es hergeben. You can do no wrong.</p>
<h3>CorelDRAW</h3>
<p>Wählen, wenn man keine Mac-Version braucht, Mengensatz nicht im Vordergrund steht und man eindrucksvolle Vektorfunktionen einsetzen möchte – unter einer kompakten Oberfläche.</p>
<h3>Scribus</h3>
<p>Wählen, wenn das Budget spannt – aber Zeit für die Einarbeitung da ist. Die Druckergebnisse sind sehr gut und Scribus hat eine Reihe von einzigartigen Funktionen, die man im wissenschaftlich-universitären Umfeld begeistert aufnehmen wird.</p>
<h3>XPress</h3>
<p>Wählen, wenn man einen Masterseiten-Generator für automatisierte Publishingssysteme in industrieller Stärke braucht. Gut für Mengensatz, schlecht fürs Design. Da hat man selbst mit Scribus mehr Freude. TEUER!</p>
<h2>Anmerkungen zu den Print-Flyern:</h2>
<h3>InDesign</h3>
<p>setzt die RGB-Werte auch in den Grauanteilen recht neutral nach CMYK um. Die Ausgabe ist einwandfrei. RGB nach CMYK-Umsetzungen gelingen ordentlich, sollten aber visuell geprüft werden.</p>
<h3>XPress</h3>
<p>nervt mit höchst komplexen Abhängigkeiten mit seinem hausgebackenen Farbmanagement bei der PDF-Erzeugung. Da schleichen sich schnell kostspielige Fehler ein. Ist alles korrekt eingerichtet, überzeugen die Ergebnisse mit hoher Qualität. Medienneutral würde ich in XPress, zum einen wegen der RGB-CMYK-Umsetzungen, aber auch wegen des dazugehörigen komplexen Farbmanagementes, nicht arbeiten.</p>
<h3>Scribus</h3>
<p>lässt dem Anwender wenig Möglichkeiten, die Qualität der erzeugten PDF zu beeinflussen. Sie ist aber von Haus aus hoch. Scribus lieferte die beste RGB-CMYK-Umsetzung und begeisterte mit vollkommen neutralen Grau-Umsetzungen. Hut ab!</p>
<h3>CorelDRAW</h3>
<p>ist in der neuen Version X6 ein begeisternd gut funktionierendes Programm dem ich großen Erfolg und eine umfassende Rehabilitation im Publishing-Umfeld wünsche. Es wäre schön, wenn es wieder ein Mac-Version gäbe. RGB-CMYK-Umsetzungen prüfen!</p>
<h2>Gesamtfazit</h2>
<p>Es war viel Arbeit, die Flyer zu bauen, zu prüfen und die Artikel zu schreiben. Aber für mich hat es sich gelohnt; denn ich habe Scribus als lohnende Alternative kennengelernt. Ich musste feststellen, dass ich mit XPress nicht mehr arbeiten möchte. Interessanterweise entpuppte sich CorelDRAW als beachtliche Alternative. Und InDesign funktioniert trotz hoher Komplexität einfach. Das sehe ich, nach dieser Testreihe, etwas ruhiger und anerkennender.</p>
<p>Wenn Sie bei der Lektüre das Gefühl entwickelt haben, dass Sie sich mit dem einen oder anderen Probanden mal beschäftigen sollten, würde es mich freuen, wenn Sie in Kontakt mit mir treten und Ihre Erfahrungen über die Kommentarfunktion mit allen Lesern teilen.</p>
<p>Erfahrungsgemäß werde ich im Laufe der nächsten Zeit noch kleinere Änderungen an den Beiträgen vornehmen, weil mir auffällt, dass einige Punkte nicht präzise genug ausformuliert sind. Bitte sehen Sie mir das, im Sinne einer möglichst stimmigen Gesamtreihe, nach.</p>
<p>Vielen Dank für Ihr Interesse!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2012%2F03%2F28%2Fkrieg-der-welten-finale%2F&amp;title=Krieg%20der%20Welten%20%E2%80%93%20Finale%21%20%E2%80%93%206%2F6" id="wpa2a_28"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Testflyer InDesign – Krieg der Welten – 5/6</title>
		<link>http://printpraxis.net/2012/03/28/testflyer-indesign/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=testflyer-indesign</link>
		<comments>http://printpraxis.net/2012/03/28/testflyer-indesign/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 08:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Druckvorstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Farbmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Adobe InDesign]]></category>
		<category><![CDATA[pdf]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Die Referenz … im Gesamtkontext Als ich meinen Test startete, dessen Ziel es war zu prüfen, ob Scribus im Alltag produktiv eingesetzt werden kann, hatte ich mich lange nicht mehr mit XPress beschäftigt – und noch viel länger nicht mehr mit CorelDRAW. Was ich erwartet hatte war, dass XPress heute im klassischen DTP-Umfeld nicht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
<p>&nbsp;</p>
<h2>Die Referenz … im Gesamtkontext</h2>
<p>Als ich meinen Test startete, dessen Ziel es war zu prüfen, ob Scribus im Alltag produktiv eingesetzt werden kann, hatte ich mich lange nicht mehr mit XPress beschäftigt – und noch viel länger nicht mehr mit CorelDRAW.</p>
<p>Was ich erwartet hatte war, dass XPress heute im klassischen DTP-Umfeld nicht hinter InDesign zurücksteht, CorelDRAW unbrauchbar ist und Scribus nur von spleenigen Geeks eingesetzt werden kann:</p>
<p>Alles falsch.</p>
<p>Am Ende erweist sich, dass InDesign der haushohe Gewinner dieses Vergleichs ist; das aber auf sehr subjektive Weise: Weil es das am besten tut, was täglich von MIR verlangt wird:</p>
<p><span id="more-743"></span>Es bringt äußerst stabil Bildmaterial für verschiedenste Medien auf einem zuverlässigen Grund (aka Farbmanagement) mit Text in großer und kleiner Menge zusammen. Es spuckt anschließend ein bedenkenlos druckfähiges PDF aus. Alles zusammen tut InDesign von allen getesteten Programmen am besten, sehr zuverlässig und in visuell hoher Qualität.</p>
<p>Der Umfang und die Möglichkeiten von InDesign wären erschlagend, wenn Adobe es nicht halbwegs auf die Reihe bekommen würde, Funktionen in leidlich logischer Gruppierung zusammenzubringen oder zumindest Brücken zu schlagen, wo es sinnvoll sein kann. Das ist bei allen anderen Programmen meist nicht mal versucht worden oder funktioniert nur in Teilbereichen gut. Das Programm, dass am dichtesten in dieser Beziehung an InDesign herankommt, ist CorelDRAW. Vermutlich könnte ich, mit etwas Übung, in CorelDRAW nahezu gleich schnell zum Ergebnis kommen wie in InDesign. Mir wichtige Funktionen liegen auch dort gut im Zugriff.</p>
<div id="attachment_745" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/screenshot_indesign.png"><img class="size-large wp-image-745" title="screenshot_indesign" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/screenshot_indesign-1024x640.png" alt="Screenshot Testflyer in InDesign" width="584" height="365" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshots des Testflyers in InDesign</p></div>
<p>Doch eine echte, für mich sehr wichtige Stärke, von InDesign ist, dass es informativ und hochflexibel mit Bildmaterial umgeht. Ich bin stets nur einen Klick von der Information entfernt, welchen Farbraum ein Objekt hat, ob die Auflösung ausreicht, ob mein Dokument anhand meines definierten Preflight-Profils in Ordnung ist oder nicht. Ganz grausam in dieser Beziehung ist die Arbeit mit XPress, dem man bis heute anmerkt, dass die Arbeit mit importierten Bildern überhaupt nur ins Programm kam, weil die Kunden es offenbar unbedingt wollten.</p>
<p>Die Leichtigkeit, mit der InDesign die Arbeit mit Transparenzen und Effekten ermöglicht, wird einem auch erst bewusst, wenn man in anderen Programmen versucht, vermeintlich triviale Effekte nachzustellen. Man könnte natürlich den Spieß umdrehen und mokieren, dass CorelDRAW und Scribus mit Tools eingebauten Barcode-Generatoren oder einer 3D-Schnittstelle um die Ecke kommen – aber das war nicht mein Ziel bei diesem Vergleich. Ich wollte wissen, ob mein klassischer DTP-Alltag mit den anderen Programmen ebenfalls abzuwickeln wäre.</p>
<h2>Was mich an InDesign nervt:</h2>
<p>… hat sich in vielen Punkten nach meinem Vergleich mit anderen Programmen sehr relativiert. Adobe hat in vielen Belangen die komplexen Anforderungen an ein so umfangreiches Paket ziemlich erfolgreich gelöst. Nun gut:</p>
<ul>
<li>In einer idealen Welt würde InDesign stärker kontextual auf mein Verhalten in der Bedienoberfläche reagieren. Beispielsweise ärgere ich mich oft über den notwendigen Klick zum Wechsel zwischen Absatz- und Zeichenpalette.</li>
<li>Mich ärgert der merkwürdige Vorgang zum Anlegen von verketteten Textrahmen. Das habe ich offenbar bis heute nicht wirklich begriffen. Die überwiegende Anzahl Designer, mit denen ich arbeite, bestehen gar darauf, dass Textrahmen bewusst NICHT verkettet werden, weil sie panische Angst vor sich ungewollt ändernden Umbrüchen haben.</li>
<li>Eine visuell bessere Ergebnisse liefernde Silbentrennung wäre schön. Man stellt viel ein – und muss trotzdem ewig nacharbeiten.</li>
</ul>
<p>Aber, wie gesagt. Das sind alles recht esoterische Problemchen. Nichts Ernstes.</p>
<div id="attachment_778" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_indesign_innen_normlicht.jpg"><img class="size-large wp-image-778" title="abb_flyer_indesign_innen_normlicht" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_indesign_innen_normlicht-1024x531.jpg" alt="Druckmuster Indesign-Flyer Innenseiten" width="584" height="302" /></a><p class="wp-caption-text">Auch InDesign schafft es leider nicht, eine perfekte RGB-CMYK-Umsetzung zu liefern</p></div>
<h2>Tabellen?</h2>
<p>Bei meinem Test habe ich mich nicht mit Tabellensatz gequält. Ich vermute, dass ich das in dieser epischen Breite nicht ausgehalten hätte. Dazu habe ich durchaus an InDesign auch noch herumzumäkeln; aber da ich gerade kürzlich ein komplettes Buch, das nur aus Tabellenwerken besteht, mit InDesign gesetzt habe vermute ich, dass ich in anderen Programmen verzweifelt wäre. Da hat InDesign sich mit seinen Formatierungs- und Wiederholungsfunktionen außerordentlich gut bewährt.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Wer sich die Zeit nimmt, die umfangreiche Dokumentation von InDesign tatsächlich zu lesen wird feststellen, dass dieses Programm wirklich alles kann, was man braucht um – mehr als – DTP zu betreiben.</p>
<p>Und was kein anderes getestetes Programm hat: bei einem Absturz verliert man seine Arbeit nicht.</p>
<h2>Overall</h2>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="90">Interface:</td>
<td valign="top" width="43">
<p align="center">++</p>
</td>
<td valign="top" width="327">zu Testbeginn dachte ich noch, dass andere das sicher besser können. Doch nein, können sie leider nicht. Es ist mir trotzdem zu komplex, zu wenig intuitiv-kontextbezogen</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="90">Performance:</td>
<td valign="top" width="43">
<p align="center">+++</p>
</td>
<td valign="top" width="327">InDesign animiert zu komplexen Layouts. Nutzt man die Möglichkeiten, wird gerne mal länger gerechnet</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="90">Tools:</td>
<td valign="top" width="43">
<p align="center">+++</p>
</td>
<td valign="top" width="327">umfangreich; wenn jemandem etwas fehlt, möge er sich über die Kommentare melden</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="90">Inkjet-Ausgabe:</td>
<td valign="top" width="43">
<p align="center">+++</p>
</td>
<td valign="top" width="327">gut steuerbar, hohe Qualität</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="90">PDF-Export:</td>
<td valign="top" width="43">
<p align="center">+++</p>
</td>
<td valign="top" width="327">in Version CS5.5 stabil und von hoher Qualität – kleinste PDF!</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="90">Gesamtwertung:</td>
<td valign="top" width="43">
<p align="center">++</p>
</td>
<td valign="top" width="327">Frei nach Deichkind: leider geil. Abwertung wegen des zu hohen Preises.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Herstellerinfos</h2>
<p><a href="http://www.adobe.com/de/products/indesign.html" target="_blank">http://www.adobe.com/de/products/indesign.html</a></p>
<h2>Preis</h2>
<p>1.010,31 Euro</p>
<p>Meine Zusammenfassung findet sich im letzten Teil dieser Reihe … <a href="http://printpraxis.net/2012/03/28/krieg-der-welten-finale/">Finale</a>!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2012%2F03%2F28%2Ftestflyer-indesign%2F&amp;title=Testflyer%20InDesign%20%E2%80%93%20Krieg%20der%20Welten%20%E2%80%93%205%2F6" id="wpa2a_30"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Testflyer CorelDRAW – Krieg der Welten – 4/6</title>
		<link>http://printpraxis.net/2012/03/28/testflyer-coreldraw/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=testflyer-coreldraw</link>
		<comments>http://printpraxis.net/2012/03/28/testflyer-coreldraw/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 07:45:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Druckvorstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Farbmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[CorelDRAW]]></category>
		<category><![CDATA[Layout]]></category>
		<category><![CDATA[pdf]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Schaf im Wolfspelz Als ich den Test mit CorelDRAW begann, war meine prominenteste Erinnerung, dass CorelDRAW Hilfslinien drehen kann. In vielen Konstellationen, in denen ich aufwändige Diagramme konstruieren musste, habe ich mich geärgert, dass andere Programme so etwas Praktisches nicht konnten. Ich habe CorelDaw nach dem Wechsel auf den Mac nur noch aus dem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
<p>&nbsp;</p>
<h1>Schaf im Wolfspelz</h1>
<p>Als ich den Test mit CorelDRAW begann, war meine prominenteste Erinnerung, dass CorelDRAW Hilfslinien drehen kann. In vielen Konstellationen, in denen ich aufwändige Diagramme konstruieren musste, habe ich mich geärgert, dass andere Programme so etwas Praktisches nicht konnten.</p>
<p>Ich habe CorelDaw nach dem Wechsel auf den Mac nur noch aus dem Augenwinkel beobachtet; die letzten Mac-Versionen habe ich gestartet, festgestellt, dass sie meinen letztbekannten Versionen 6, 7 und 8 unter Windows entsprechen – und habe es vergessen.</p>
<p>Umso interessanter war es dann, nach vielen Jahren auf die Corel-Homepage zu gehen und die tagesaktuelle X5-Version der Suite herunterzuladen. Als ich dann fertig war mit meinem Testflyer, ihn auch bei der Online-Druckerei beauftragt habe, wollte ich noch schnell eine Preisinfo auf der Corel-Seite einholen. Und was muss ich sehen? Jetzt gibt es die brandneue Version X6 …</p>
<p><span id="more-738"></span>Da ich bei der Arbeit mit X5 über eine Reihe von kleinen Problemchen gestolpert war, zu denen ein unsauberer PDF-Export und viele Programmabstürze zählten, beschloss ich spontan, Corel X6 eine schnelle Chance zu geben – und meinen Flyer nochmals aufzubauen. An dieser Stelle nehme ich gerne vorweg: Corel hat ganze Arbeit geleistet. CorelDRAW X6 hat eine Menge meiner Kritikpunkte ausgeräumt und überzeugt auf großer Breite. Aber eins nach dem anderen:</p>
<h2>Hands-on</h2>
<p>Während ich meinen Testflyer aufbaue stelle ich fest, dass die Oberfläche von CorelDRAW heute sehr kompakt, informativ und in sich schlüssig ist. Viele Funktionen sind dort, wo ich sie vermute. In harten Fällen muss ich die Onlinehilfe bemühen – aber: alles ist lösbar!</p>
<div id="attachment_739" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/screenshot_coreldraw_x6.png"><img class="size-large wp-image-739" title="screenshot_coreldraw_x6" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/screenshot_coreldraw_x6-1024x640.png" alt="Screenshot Flyer in CorelDRAW X6" width="584" height="365" /></a><p class="wp-caption-text">Während des Tests von CDR X5 wurde CorelDRAW X6 veröffentlicht. So sieht es aus!</p></div>
<p>Nehmen wir nur einmal die recht komplexen Textboxen auf der Außenseite des Flyers: Neben InDesign ist CorelDRAW das einzige Programm, das die Eckenradien unabhängig voneinander bestimmen kann. Und nachdem ich auch die überaus hilfreiche „Änderungen“-Palette gefunden habe, kann ich diese Objekte genauso komfortabel aufbauen wie in InDesign. An dieser Stelle direkt ein Lob für CorelDRAW X6: dort wird nun in den Werkzeugen bereits Zugriff auf die Objekt-Haltepunkte gewährt – wie bei InDesign. Damit konnte ich problemlos und flott alle Objekte skalieren, verschieben und verändern – ich musste die „Änderungen“-Palette nicht mehr nutzen, die ich in X5 ständig offen hatte.</p>
<p>Ein Punkt irritierte mich bei der Arbeit mit CorelDRAW durchgängig: das Programm „merkt“ sich immer die Maße des ursprünglich angelegten Objekts. Egal, auf welchem Weg ich die Abmessungen verändere – immer werden prozentuale Veränderungen von der Ausgangsgröße angezeigt. In InDesign kann man das „zurücksetzen“ – eine ähnliche Funktion habe ich hier nicht gefunden. Es hat weiter keine nennenswerten Auswirkungen, verstört aber bei jeder Größenänderung.</p>
<p>Spannend fand ich das Schatten-Werkzeug, das sich, wie die Transparenzfunktionen, in einer Palette namens „Überblendung“ versteckt. Danach habe ich lange gesucht … Dieses Schattenwerkzeug arbeitet anders, als ich es aus anderen Programmen kenne; man definiert quasi einen Verlauf zwischen zwei Punkten. Wo diese Punkte liegen, kann man frei bestimmen. Dadurch sind interessante Effekte herstellbar. Allerdings fehlte mir hier die mathematische Präzision; CorelDRAW ist – wie an vielen anderen Stellen auch – massiv auf die Arbeit mit der Maus ausgerichtet. Präzisionsfanatiker können daher im Umgang mit CorelDRAW leicht verzweifeln.</p>
<p>Was mit sehr gefallen hat war, dass CorelDRAW bei der Dokumentanlage direkt ein schlüssiges Farbmanagement angeboten hat: sRGB und ISO Coated v2. Die Umsetzungsergebnisse fielen wie erwartet aus und es gab keine fiesen Überraschungen.</p>
<p>Dass Corel in seiner eigenen Welt spielt merkte ich, als ich den Freisteller des Apple Cube importierte. Es handelt sich um ein klassisches EPS mit Freistellerpfad. Auf den ersten Blick importierte CorelDRAW es problemlos. Auf den zweiten Blick sah ich aber, dass CorelDRAW die durchgestanzten Elemente nicht verarbeitet hatte; die Pfadumsetzung also fehlerhaft war. Das Problem ließ sich so lösen, dass ich das EPS in PhotoPaint X5 öffnete. Dort wurden mir die korrekten Teile des Bildes auf Transparenz angezeigt; also auch die durchgestanzten Bereiche. Ich habe keinerlei Nacharbeiten angestoßen und das Ganze als PhotoPaint-Datei gesichert und wieder in CorelDRAW importiert – dann sah mein Freisteller so aus, wie ich es haben wollte. Da mein Pfad nun aber „weg“ war, musste ich für den Textumfluss um den Cube ein zusätzliches Objekt einbauen; das wurde anschließend sauber umflossen. An dieser Stelle gibt es einen massiven Kritikpunkt für die neue Version X6:</p>
<p>PhotoPaint X6 hatte – im Gegensatz zu X5 – große Probleme mit meinem Freisteller-EPS … hätte ich es nicht bereits in X5 aufbereitet, wäre mir an diesem Punkt der Kragen geplatzt. X6 versucht ständig, irgendwelche Neuberechnungen an dem EPS-Format vorzunehmen – und verzerrt es dabei. Das ist Müll. Und bei der Installation rühmt Corel sich noch, die Arbeit mit EPS verbessert zu haben. Ärgerlich.</p>
<p>Doch zurück zu Masken und Transparenzen: Im direkten Vergleich mit InDesign fällt CorelDRAW bei den Transparenzfunktionen zwar ab; aber es hat eine Reihe von interessanten Vektorfunktionen, die sich Interessierte anschauen sollten. Ich vermute, dass dort auch der Schwerpunkt der Arbeit mit CorelDRAW liegen sollte, wenn man das Programm täglich einsetzt.</p>
<p>Größere Schwächen machte ich bei der Textbearbeitung aus; so hat CorelDRAW keine wirklich brauchbare Stilvorlagen-Verwaltung; es arbeitet mit obskuren Zeichen- und Zeilenabstandsdefinitionen; die Version X5 kämpfte zudem mit einer äußerst unzuverlässigen Schrifteinbettung ins PDF. Glücklicherweise gab es hier keinerlei Probleme in der neuen X6-Version. Da CorelDRAW beim Export anbietet, sämtliche Typo in Pfade zu konvertieren, wird die eigentliche Zielgruppe, welche vermutlich primär Onlinedruckereien nutzt, keine Probleme bei der Datenlieferung haben, wenn nur Pfade und keine Schriften im PDF stecken.</p>
<p>Was ich sehr anstrengend fand, war der Umgang mit meinen beiden Testbildern auf der Innenseite. Klassische Layoutprogramme wie XPress und InDesign lassen den Benutzer einen Rahmen definieren, in den dann das Bild plaziert und positioniert wird. CorelDRAW geht den Weg des Illustratoren und möchte, dass ein Objekt angelegt wird, welches dann das Bild maskiert. Das ist schon in Illustrator sperrig – und hier, wegen der CorelDRAW fehlenden Bearbeitungsflexibilität im Anschluss – eine echte Qual. Die Funktion, die das überhaupt erst ermöglicht, nennt sich „PowerClip“. Und das ist schon arg vollmundig formuliert … wenngleich sie in X6 deutlich besser nutzbar gemacht wird als in X5.</p>
<p>Insgesamt kann ich sagen, dass – wenn man die Funktionen und ihre Lage in der Oberfläche kennt – es durchaus möglich ist, sehr flott professionelle Dokumente in CorelDRAW zu erzeugen, die visuell dicht an die Qualität von InDesign herankommen. Das hätte ich bei Testbeginn keinesfalls erwartet. Und ich bin froh, dass ich meine Vorurteile an dieser Stelle überwunden habe, denn CorelDRAW bietet eine Reihe von einzigartigen Funktionen.</p>
<div id="attachment_740" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_coreldraw_pdf_s1.jpg"><img class="size-large wp-image-740" title="abb_flyer_coreldraw_pdf_s1" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_coreldraw_pdf_s1-1024x752.jpg" alt="Testflyer CorelDRAW PDF S.1" width="584" height="428" /></a><p class="wp-caption-text">Testflyer CorelDRAW PDF Außenseiten</p></div>
<div id="attachment_741" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_coreldraw_pdf_s2.jpg"><img class="size-large wp-image-741" title="abb_flyer_coreldraw_pdf_s2" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_coreldraw_pdf_s2-1024x752.jpg" alt="Testflyer CorelDRAW PDF S.2" width="584" height="428" /></a><p class="wp-caption-text">Testflyer CorelDRAW PDF Innenseiten</p></div>
<h2>Meine ärgsten Kritikpunkte:</h2>
<p>Die Dokumentation von X5 war keine große Hilfe. Mit der Hilfe von X6 kam ich nur einmal in Berührung: Dabei habe ich festgestellt, dass Corel nun direkt auf die Website verlinkt um Hilfsangebote zu unterbreiten. Bei X5 gab es noch eine Software-interne Kurzhilfe, die häufig ausgereicht hat. Ich bin kein großer Freund von direkten Webzugriffen – aber viele werden die mögliche Aktualität der Information sicherlich schätzen.</p>
<p>Übel an der Version X5 war, dass das Programm mehrfach kommentarlos abgestürzt ist. Da ich viel gesichert habe, hat mich das nicht weiter geärgert – aber es gibt auch keine „Rettungsfunktion“ wie in IND; wo ich in den seltensten Fällen wirklich einmal Arbeit verloren habe. Hier schon.</p>
<p>Und noch etwas Produktives: so schön Corel dafür gesorgt hat, dass sinnvolle Farbmanagement-Settings bei der Dokumentanlage hinterlegt sind; so schlecht ist doch die praktische Umsetzung: ähnlich wie bei Quark XPress erscheinen die RGB-Elemente – trotz korrekten Farbmanagements – mit deutlichem Rotstich in der PDF und damit auch im Druck:</p>
<div id="attachment_760" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_coreldraw_innen_normlicht.jpg"><img class=" wp-image-760" title="abb_flyer_coreldraw_innen_normlicht" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_coreldraw_innen_normlicht-1024x537.jpg" alt="Foto des CorelDRAW-Flyers unter Normlicht" width="584" height="306" /></a><p class="wp-caption-text">RGB-Elemente werden bei Corel rotstichig nach CMYK umgesetzt</p></div>
<p>Warum „Schaf im Wolfspelz“? Weil CorelDRAW als Paket mit einer erschlagenden Fülle von Funktionen um die Ecke kommt – sich am Ende aber wider Erwarten als gut bedienbares, effektives und produktionssicheres Layoutprogramm erweist. Der Schwerpunkt ist nicht der Mengensatz; auch, wenn Corel gerade in dieser Beziehung viel beim Wechsel von X5 nach X6 getan hat. Insgesamt gibt es hier sehr viel zuverlässige Leistung für wenig Geld</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Scheuklappen ablegen und anschauen. Es lohnt sich!</p>
<h2>Testumgebung</h2>
<p>CorelDRAW Graphics Suite X6 Testversion unter Windows 7 Professional 64 Bit unter VMWare auf dem Mac. Das Programm lief im Test äußerst stabil und performant! Es gab keine Abstürze und keine „Bedenkzeiten“. Respekt!</p>
<h2>Overall</h2>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="90">Interface:</td>
<td valign="top" width="43">
<p align="center">+++</p>
</td>
<td valign="top" width="327">diese Kompaktheit trotz hoher Komplexität muss man erstmal hinkriegen!</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="90">Performance:</td>
<td valign="top" width="43">
<p align="center">+++</p>
</td>
<td valign="top" width="327">schnell – trotz virtueller Maschine Win7_64!</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="90">Tools:</td>
<td valign="top" width="43">
<p align="center">++</p>
</td>
<td valign="top" width="327">sehr kompakt, meist alles effektiv im Zugriff – leider nicht alles</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="90">Inkjet-Ausgabe:</td>
<td valign="top" width="43">
<p align="center">+++</p>
</td>
<td valign="top" width="327">gut steuerbar, hohe Qualität</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="90">PDF-Export:</td>
<td valign="top" width="43">
<p align="center">+</p>
</td>
<td valign="top" width="327">Abwertung wegen:</p>
<ul>
<li>Farbmanagement</li>
<li>div. kleinerer Ungereimtheiten</li>
<li>Dateigröße</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="90">Gesamtwertung:</td>
<td valign="top" width="43">
<p align="center">++</p>
</td>
<td valign="top" width="327">Achtungsüberraschungserfolg! Abwertung wegen merkwürdigen Text- und Mengentexthandlings</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Herstellerinfos</h2>
<p><a href="http://www.corel.com/corel/product/index.jsp?pid=prod4260069" target="_blank">http://www.corel.com/corel/product/index.jsp?pid=prod4260069</a></p>
<h2>Preis</h2>
<p>630 Euro.</p>
<p>… und jetzt zur Referenz: <a href="http://printpraxis.net/2012/03/28/testflyer-indesign/">InDesign</a>!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2012%2F03%2F28%2Ftestflyer-coreldraw%2F&amp;title=Testflyer%20CorelDRAW%20%E2%80%93%20Krieg%20der%20Welten%20%E2%80%93%204%2F6" id="wpa2a_32"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Testflyer XPress – Krieg der Welten – 3/6</title>
		<link>http://printpraxis.net/2012/03/28/testflyer-xpress/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=testflyer-xpress</link>
		<comments>http://printpraxis.net/2012/03/28/testflyer-xpress/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 07:30:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Druckvorstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Farbmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[pdf]]></category>
		<category><![CDATA[Quark XPress]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Wenn mehr immer weniger wird Als ich 1994 in die Printmedien-Branche einstieg, war ich froh, endlich an einem Mac mit XPress sitzen zu dürfen. Denn beides hatte ich mir in Studententagen nicht leisten können; eigentlich sogar: weder den Mac noch XPress. Während ich also strahlend meinen Arbeitsplatz eroberte, sahen meine Chefs das weniger gut [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
<p>&nbsp;</p>
<h2>Wenn mehr immer weniger wird</h2>
<p>Als ich 1994 in die Printmedien-Branche einstieg, war ich froh, endlich an einem Mac mit XPress sitzen zu dürfen. Denn beides hatte ich mir in Studententagen nicht leisten können; eigentlich sogar: weder den Mac noch XPress. Während ich also strahlend meinen Arbeitsplatz eroberte, sahen meine Chefs das weniger gut gelaunt. Denn sie durften gerade viele tausend Mark in Richtung Quark transportieren, damit aus dem nach ihrer Aussage unbenutzbaren XPress 3.1 ein hoffentlich wieder einsetzbares XPress 3.2 wurde. Hätte es damals bereits eine echte Alternative gegeben, wären sie anlässlich dieser Update-Ausgaben sicherlich auf ein anderes System gewechselt. Aber die einzige Alternative war Pagemaker. Und das war sehr tranig zu bedienen.</p>
<p><span id="more-721"></span>In den Jahren von 1994 bis ca. 2000 habe ich fast ausschließlich mit XPress-Versionen gearbeitet; beginnend von 3.1 bis, aktiv, etwa zu Version 5. Version 5 hatte endlich keinen Dongle mehr. Das habe ich eigentlich nur noch schmunzelnd zur Kenntnis genommen. Denn InDesign hatte weder den noch brauchte es irgendwelche Zusätze, um gescheite PDFs zu schreiben. Dennoch habe mir stets eine aktuelle Quark-Version auf dem Rechner gehalten. Man weiß ja nie. Aber ich habe nie wieder damit gearbeitet. Und weil es so ist, wollte ich dringend ausprobieren, wo Quark heute steht …</p>
<p>Nach der Installation von XPress 9.2 auf meinem Mac mit OSX.7.3 sah ich erst einmal nichts. Denn XPress hatte einen Bug, bei dem die Werkzeug-Icons nicht angezeigt wurden. Leere Paletten. Also wartete ich auf das Update; jetzt funktioniert es … meistens. Manchmal muss man XPress nochmal in den Hintergrund schicken, damit die Icons wieder auftauchen.</p>
<p>XPress hatte für mich immer genau zwei große Stärken: es war SCHNELL und es hat in der Oberfläche nicht mit überflüssigen Optionen genervt. Die Paletten waren sehr kompakt und – insbesondere über Tastenkürzel – ausgesprochen flott zu bedienen. Kurz: für den Schnell- und Vielsetzer ein nahezu ideales Programm, das die Arbeit des Bedieners ins Zentrum stellt.</p>
<h2>Hands-on</h2>
<div id="attachment_722" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/screenshot_xpress.png"><img class="size-large wp-image-722" title="screenshot_xpress" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/screenshot_xpress-1024x640.png" alt="Screenshot Flyer in XPress" width="584" height="365" /></a><p class="wp-caption-text">Bearbeitung des Testflyers in Quark XPress</p></div>
<p>Doch hier hat Quark stagniert. Wenn man XPress startet, findet man funktional fast die gleiche Umgebung vor wie vor zehn Jahren. Nur ist das alles gekapselt und aufgebläht in irgendwelchen grauen Monsterpaletten ohne Mehrwert. Nein, das ist kein Fortschritt. Was die Geschwindigkeit angeht, hat sich das Bild normalisiert. Andere lassen Text heute ebenfalls flott in Rahmen laufen. Gleichzeitig sind die graphischen Anforderungen gestiegen – und hier versagt XPress heute leider auf ganzer Linie:</p>
<p>Unfassbarerweise ist es auch in Version 9.2.1 noch immer so, dass die Bildschirmanzeige wie auf meiner Quadra von 1993 wirkt. Es ist keine visuelle Beurteilung des Layouts am Bildschirm möglich, weil man auf Pixelwüsten starrt. Man kann zwar, wie schon 1998, eine „hochauflösende Anzeige“ aktivieren – doch das bringt nicht wirklich etwas. Immerhin kann man heute bis 800% zoomen – aber das hilft nicht, weil pixelbasierte Inhalte nicht sauber angezeigt werden.</p>
<p>Das gesamte Bedienkonzept von XPress entspricht weiter dem Stand von Quark 4 oder 5. Nur hat die Software heute sehr viel mehr Funktionen als damals. Es klemmt und knarrt an allen Ecken und Enden. Ich vermute, ich komme nur deshalb für die klassische DTP-Arbeit noch halbwegs damit zurecht, weil sich allerlei Dialoge und Tastenkürzel in meinem Unterbewusstsein eingebrannt haben und ich nicht mehr danach suchen muss. Diese Funktionen sind auch alle noch da. Leider ist in diesem Bereich so gut wie nichts dazugekommen. Man fühlt sich, von InDesign kommend, wie ein Kunsthandwerker, dem man seine Werkzeuge für feine Ziselierarbeiten abgenommen und dann Hammer und Meißel in die Hand gedrückt hat. Das ist sehr ernüchternd.</p>
<p>Aber gut; ich wollte es genauer wissen und setzte mich frohen Mutes an den Rechner und richtete zunächst das Farbmanagement entlang der mehr als dankenswerten Infos von <a title="Zum Twitteraccount von Herrn Obermayr" href="https://twitter.com/#!/georgobermayr" target="_blank">Georg Obermayr</a> ein: <a href="http://www.georgobermayr.de/category/quarkxpress/best-practices " target="_blank">http://www.georgobermayr.de/category/quarkxpress/best-practices</a> Das ist schon ein ungewöhnlich zäher und langwieriger Prozess. Zumal nach der Installation nicht – wie bei allen anderen Programmen – halbwegs aktuelle und ungefährliche Grundeinstellungen vorgefunden werden, sondern irgendwelche generischen Quark-Profile hinterlegt sind. Wird mit denen weitergearbeitet, kann man sich über eine Reihe von anachronistischen Problemen bei der PDF-Erzeugung freuen. Nehmen Sie sich bitte die Zeit und richten das Farbmanagement nach Herrn Obermayrs Infos ein! Liefern Sie keine Druckdaten aus XPress ohne das getan zu haben! Der Aufwand und die Fehlerquellen sind beträchtlich; aber rund um Quark herum ist die Zeit nicht stehen geblieben – und Sie wollen mit Ihren Daten bei den Produzenten vermutlich nicht als Lachnummer herhalten, oder?</p>
<p>Im Anschluss habe ich begonnen, mein InDesign-Layout in XPress nachzustellen. Das war wie ein Zeitsprung ins letzte Jahrtausend; es sind wirklich keinerlei Bearbeitungsfunktionen hinzugekommen. Insbesondere die Abwesenheit einer Möglichkeit, den Haltepunkt eines Objekts festzulegen, hat mich viel Zeit gekostet. Denn so musste ich mich immer an der linken oberen Ecke eines Objekts orientieren. Das bin ich nicht mehr gewohnt. Und alle anderen getesteten Programme können es besser, sind flexibler.</p>
<p>Bei der Plazierung der Programm-Icons auf dem Titel des Flyers wurde ich abermals in das letzte Jahrtausend gebeamt: XPress will weiterhin nicht, dass Images kleiner als mit 10% der Originalgröße plaziert werden. Da ich keine Lust hatte, die Icons nur aus diesem Grund in Photoshop zu skalieren, oder den guten alten Gruppierungstrick anzuwenden, sind sie auf dem Quark-Flyer eben etwas größer. Auch mittlerweile einzigartig: alle Programme lassen die Mehrfachauswahl von Objekten beim Importvorgang zu; nur XPress nicht.</p>
<p>Als nächstes ist mir aufgefallen, dass die mit Quark 7 hinzugekommene Schattenfunktionalität nicht viel mehr kann als genau das: Schatten. Auch das ist schwer zu ertragen, wenn man all die Transparenzfunktionen von InDesign kennt und hin und wieder nutzt. Dabei geht es meist nicht um irgendwelche eindrucksvollen Effekte, sondern man möchte Dinge elegant verschwinden oder auftauchen lassen. Diese Eleganz kann XPress wegen fehlender Mittel nicht bieten. Damit ergibt sich ein erkennbar „stumpferes“ Layout.</p>
<p>Zu meinem Fast-Genickbrecher wurde die Arbeit mit den komplexen Textboxen auf der Außenseite des Flyers, weil nahezu alle Tools fehlten, um hier effektiv aufbauen zu können. Und das auch noch mit fixer Haltepunkt-Definition links oben …</p>
<p>Als ich alles fertig hatte und mein PDF als gedruckter Flyer aus der Online-Druckerei ankam bemerkte ich, dass mir in all dem proprietären und komplexen XPress-Farbmanagement ein kleiner aber bedeutsamer Fehler unterlaufen ist; ich hatte beim PDF-Export nicht meine sRGB-ISOCv2-Settings hinterlegt – und bekam als Strafe wunderschön gelbrote RGB-Bilder gedruckt, weil Quark irgendwelchen Mist in seinen generischen Profilen hinterlegt. Also habe ich nochmal bestellt und zuvor meine PDF etwas genauer auf die Farbkonvertierung der RGB-Inhalte geprüft. Herrje, was für ein Krampf.</p>
<p>XPress ist das einzige Programm aus dem Testumfeld, das auch im Jahr 2012 nur einfachste lineare Verläufe anbietet. Leider war es hier also nicht möglich, die Endpunkte der Grauverläufe unter den Bildern innen um jeweils 3% nach innen zu ziehen um den Beschnitt auszugleichen.</p>
<p>Als ich schließlich den Freisteller importierte und versuchte, den eingebetteten Pfad für den Textumfluss zu nutzen, konnte XPress wenigstens an dieser Stelle punkten: der Pfad wird erkannt und kann zuverlässig für den Umfluss genutzt werden. Das kann sonst nur InDesign zuverlässig. Sehr schön!</p>
<p>Der letzte Sprung in die Vergangenheit lieferte mir der Ausdruck auf meinem Tintenstrahler. Hier zeigt sich die ganze fatale Lage verdichtet in einem Wort: PostScript. Quark geht noch immer davon aus, dass nur PostScript-Geräte Drucklayouts ausgeben sollten. Das Ergebnis: merkwürdige Farben, Bilder in Bildschirmauflösung, unvollständige Vektorlogos. Hallo Quark; PostScript wurde vor Jahren abgekündigt. Nur mal so.</p>
<p>Immerhin ist der „Rahmen-Killer-Roboter“ noch da. Das ist konsequent.</p>
<p>Die PDFs, wenn man sie richtig erzeugt, sind in Ordnung und druckfähig:</p>
<div id="attachment_724" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_xpresss_pdf_s1.jpg"><img class="size-large wp-image-724" title="abb_flyer_xpresss_pdf_s1" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_xpresss_pdf_s1-1024x742.jpg" alt="Testflyer XPress S.1" width="584" height="423" /></a><p class="wp-caption-text">Die Außenseiten des Testflyers in XPress</p></div>
<div id="attachment_723" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_xpresss_pdf_s2.jpg"><img class="size-large wp-image-723" title="abb_flyer_xpresss_pdf_s2" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_xpresss_pdf_s2-1024x742.jpg" alt="Testflyer XPress Innenseiten" width="584" height="423" /></a><p class="wp-caption-text">Die Innenseiten des Testflyers in XPress</p></div>
<p>Leider ließ sich sich die markante Farbstichigkeit der RGB-CMYK-Umsetzungen auch durch das beim PDF-Export korrigierte Farbmanagement nicht vollständig einfangen. Während der erste Flyer mit falschen Einstellungen zu einer deutlichen Verschiebung nach Gelb neigt, führt das korrekte Setting zu einem Rotstich, wie ihn auch CorelDRAW und, abgeschwächt, InDesign erzeugen. In der Gegenüberstellung auf dem Foto ist das leider nur unzureichend zu erkennen:</p>
<div id="attachment_766" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_xpress_innen_normlicht.jpg"><img class="size-large wp-image-766" title="abb_flyer_xpress_innen_normlicht" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_xpress_innen_normlicht-1024x836.jpg" alt="Gegenüberstellung der beiden XPress-Flyer" width="584" height="476" /></a><p class="wp-caption-text">Unten der Flyer mit korrektem Farbmanagement, oben der mit den Quark Generic Profilen erzeugte Flyer</p></div>
<h2>Mein ärgster Kritikpunkt</h2>
<p>Ist eigentlich nur einer: das Programm stagniert in seinen Kernfunktionen in unverantwortlicher Weise seit zehn Jahren. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Quark scheint den Schwerpunkt für XPress, insbesondere nachdem das Unternehmen von einem Investor aus dem industriellen Bereich übernommen wurde, auf die automatisierte Printausgabe zu legen. Da die Engines stabil und die Ausgabe vorhersagbar sind, ist die Interessenslage eindeutig: Benutzer werden angehalten, einfachste Layouts zu gestalten, sie gegebenenfalls in Richtung Web, ePub oder App zu drehen und mit diesen Möglichkeiten ihr Dasein zu bestreiten. Innovation findet bei Quark jedenfalls belegbar nicht im Bereich DTP statt; eine für mich emotional bittere Erkenntnis.</p>
<p>In vielen Teilbereichen meines Flyers hätte ich, mit deutlich erhöhtem Aufwand, noch dafür sorgen können, dass er visuell dichter an die InDesign-Version herankommt. Doch das hätte überproportional viel Arbeit bedeutet – und ich möchte die getesteten Programme in ihren effektiv nutzbaren Kernfunktionen zeigen.</p>
<h2>Overall</h2>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="97">Interface:</td>
<td valign="top" width="29">
<p align="center">+</p>
</td>
<td valign="top" width="334">aufgebläht, zusammengehörige Funktionen verteilt im Programm, nicht sehr intuitiv, noch leidlich kompakt</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="97">Performance:</td>
<td valign="top" width="29">
<p align="center">+++</p>
</td>
<td valign="top" width="334">schnell ist es noch immer – bei allen Aktionen</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="97">Tools:</td>
<td valign="top" width="29">
<p align="center">+</p>
</td>
<td valign="top" width="334">recht kompakt, viel Zugehöriges aber in Menüs versteckt</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="97">Inkjet-Ausdrucke:</td>
<td valign="top" width="29">
<p align="center">–</p>
</td>
<td valign="top" width="334">unterirdisch – das ist nicht zeitgemäß und unnötig schlecht</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="97">PDF-Export:</td>
<td valign="top" width="29">
<p align="center">+</p>
</td>
<td valign="top" width="334">wenn das Farbmanagement korrekt eingerichtet und mit Vorsicht exportiert wird: qualitativ okay; aber: das ist viel zu komplex!</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="97">Gesamtwertung:</td>
<td valign="top" width="29">
<p align="center">–</p>
</td>
<td valign="top" width="334">Achtung, Zeitmaschine! Als Engine für Templates betrachten! TEUER!</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Herstellerinfos</h2>
<p><a href="http://www.quark.com/de/" target="_blank">http://www.quark.com/de/</a></p>
<h2>Preis</h2>
<p>1.399,– Euro</p>
<p>… mehr Leistung für den halben Preis? <a href="http://printpraxis.net/2012/03/28/testflyer-coreldraw/">Weiter zu CorelDRAW</a>!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2012%2F03%2F28%2Ftestflyer-xpress%2F&amp;title=Testflyer%20XPress%20%E2%80%93%20Krieg%20der%20Welten%20%E2%80%93%203%2F6" id="wpa2a_34"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Testflyer Scribus – Krieg der Welten – 2/6</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 07:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Druckvorstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Farbmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Layout]]></category>
		<category><![CDATA[pdf]]></category>
		<category><![CDATA[Scribus]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Lernen, zu lernen Die Version 1.4 von Scribus ist der eigentliche Auslöser für die ganze Serie von Beiträgen gewesen. Denn ich wollte wissen, ob man in Scribus tatsächlich zum Ziel kommt; also eine druckfähige PDF jenes Flyers erzeugen kann, der einem in InDesign so lockerleicht von der Hand geht. Ja, es geht. Scribus hat [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold; color: #000000;">Lernen, zu lernen</span></p>
<p>Die Version 1.4 von <a title="Website von Scribus" href="http://www.scribus.net/" target="_blank">Scribus</a> ist der eigentliche Auslöser für die ganze Serie von Beiträgen gewesen. Denn ich wollte wissen, ob man in Scribus tatsächlich zum Ziel kommt; also eine druckfähige PDF jenes Flyers erzeugen kann, der einem in InDesign so lockerleicht von der Hand geht.</p>
<p>Ja, es geht. Scribus hat eigentlich in diesem Test nur zwei große Lücken offenbart:</p>
<ol>
<li>Transparenzen sind nicht wirklich vorhanden. Scribus „kann“ sie einfach (noch) nicht.</li>
<li>Der schnelle Ausdruck auf dem heimischen Tintenstrahler ist ein Alptraum.</li>
</ol>
<p>Der ganze Rest funktioniert; sogar sehr gut. Nachdem ich nun auch das Druckmuster des Flyers in der Hand halte, muss ich anerkennend sagen, dass insbesondere die RGB- nach CMYK-Umsetzungen von wunderbar hoher und neutraler Qualität sind. Darüberhinaus kann Scribus ein paar Dinge, die es für besondere Nutzerkreise sicherlich äußerst interessant macht.</p>
<p><span id="more-701"></span>Prinzipiell ist es aber schon aus einem einzigen Grund für jeden DTP-Anwender mehr als interessant: es kostet nichts! Denn Scribus ist ein OpenSource-Programm, das seit vielen Jahren langsam aber kontinuierlich weiterentwickelt wird. Wer mit seinen Einschränkungen klarkommt, hat ein mächtiges und zuverlässiges Werkzeug an der Hand.</p>
<p>Die Erstinstallation ist noch trivial; denn in der aktuellen Version bringt Scribus einen klassischen Mac-Installer mit. Das war bei den Vorgängern noch nicht so. Wer produktiv mit Scribus arbeiten will, muss auch noch GhostScript installieren. Da empfehle ich die Konsultation der Hilfe von Scribus; dort werden verschiedene geeignete Wege beschrieben, an diese Systemerweiterung zu kommen.</p>
<h2>Hands-on</h2>
<div id="attachment_702" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><img class="size-large wp-image-702  wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone" title="screenshot_scribus" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/screenshot_scribus-1024x640.png" alt="Originalscreenshot Scribus. " width="584" height="365" /><p class="wp-caption-text">Bearbeitung des Flyers in Scribus. Die vielen kleinen Vierecke zeigen die Ebenenlage der Objekte an – das kann man ausschalten.</p></div>
<p>Man spürt schon beim Starten, dass Scribus etwas anders ist; dass es primär in den Händen von Entwicklern ruht und nicht von (vermeintlichen) Marketingmenschen rundgelutscht wurde. Man blickt auf nackte, krude Funktion. Oder anders: man sollte einen großen Monitor haben, damit neben den sperrigen Paletten noch etwas „Screen Real Estate“ für das eigentliche Dokument übrig bleibt.</p>
<p>Bei der Dokumentanlage glänzt Scribus direkt mit einem mächtigen Dialog, der bereits im ersten Schritt mehr Optionen bereithält, als sich in InDesign finden. Hat man sich durch diesen Dialog gehangelt, kommt man in einen zweiten, äußerst umfangreichen Einstellungsdialog, wenn man im ersten die Option „Dokumenteinstellungen nach dem Erstellen öffnen“ angeklickt hat. Und ich empfehle dem Erstanwender dringend, das zu tun. Und zwar mit etwas Zeit und einem offenen Geist. Denn hier kann man schon viel über den Habitus von Scribus lernen. Es funktioniert nicht, sich dieser Haltung zu verweigern. Dann bezwingt Scribus Sie und nicht umgekehrt … und Sie werden es nie wieder starten.</p>
<p>Wenn Sie sich aber darauf einlassen und die Mechanik von Einstellungsoptionen und den ihnen zugeordneten Werten an sich heranlassen, werden Sie immer wieder anerkennend nickend vor dem Bildschirm sitzen und sich fragen, wie großartig das alles sein könnte, wenn die Benutzeroberfläche nur etwas eleganter wäre …</p>
<p>Kurz und gut: wenn man sich mit den Bearbeitungsfunktionen angefreundet hat, kommt man sehr flott zu ansehnlichen Ergebnissen. Scribus liefert in seiner großen Hauptpalette den geschachtelten Zugriff auf alle veränderlichen Werte, die man Objekten auf der Seite zuweisen möchte. Die Farben und Stile, die man dort vorfindet, müssen an anderen Stellen im Programm definiert werden. Das ist, insbesondere für den eingefleischten InDesign-User, schon sehr sperrig. Quark-Anwender kommen mit diesem Modus vermutlich etwas besser zurecht.</p>
<p>Scribus arbeitet äußerst präzise und bietet schöne Tools, die in ihren Details zum Teil über die Funktionen von InDesign hinausgehen. Man muss sie nur finden. Ein Beispiel:</p>
<p>Sehr beeindruckt haben mich die Vektortools von Scribus. Sie sind sehr umfangreich und lassen sich nach einer Einarbeitungsphase sehr gut bedienen. Ohne diese Vektortools wäre es mir nicht gelungen, die komplexen Textboxen auf der Außenseite des Flyers aufzubauen. Nachdem ich mich auf die Logik von Scribus eingelassen hatte, klappte es ganz hervorragend. Dabei half auch, dass Scribus – wie InDesign und CorelDRAW – dem Anwender freistellt, welchen Haltepunkt des aktiven Objekts er zur Ausrichtung heranziehen will.</p>
<p>Weniger beeindruckt haben mich die Textwerkzeuge. Es ist zwar alles da, was man im Alltag braucht; aber das Ergebnis ist doch sehr hölzern. Und erinnert schwer an die Ergebnisse, die Quark XPress 3 lieferte, wenn man Text in einen Rahmen laufen ließ: es erfordert Nacharbeit, um zu einem visuell gefälligen Textfluss zu kommen.</p>
<p>Sehr fordernd war auch die Eingewöhnung in das Ebenenhandling von Scribus. Auch hier gilt; eine Reihe von interessanten und mächtigen Funktionen verbirgt sich in der Ebenenpalette – sie wollen hart erarbeitet sein. Bis ich begriffen hatte, dass ich nur auf der in der Palette aktivierten Ebene arbeiten kann, war mir der Blutdruck schon beträchtlich angestiegen.</p>
<p>Da ähnliche Erlebnisse immer wieder den Ausgang hatten, dass ich nur zu doof war, das Bedienkonzept von Scribus zu verinnerlichen, konnte ich stets sicher sein, dass das Problem alleine bei mir liegt – weil ich die Lösung nicht finde. Man aber davon ausgehen kann, dass es sie gibt …</p>
<p>Beispielsweise konnte Scribus problemlos meinen freigestellten Apple Cube importieren und hat auch angeboten, den Freistellerpfad für den Textumfluss zu benutzen. Dabei hat es sich aber an den durchgestanzten Flächen verbissen – und somit konnte ich den Freistellerpfad letztlich doch nicht für den Textumfluss nutzen. Bei der Gelegenheit bin ich aber darauf aufmerksam geworden, welche umfassenden Möglichkeiten Scribus im Umgang mit Pfaden bereithält.</p>
<p>Das integrierte Farbmanagement hat sehr zuverlässig gearbeitet und die allgegenwärtige Präzision auch in diesem Bezug sauber bis ins PDF transportiert. Die PDF zeigte keine Auffälligkeiten und alle RGB-Elemente wurden sauber nach CMYK überführt. Ganz großes Kino – ohne nennenswerte Einstellungsorgien durch den Bediener! Durch die Abwesenheit von echten Transparenzen und der damit einhergehenden reduzierten Gesamtkomplexität muss man das allerdings auch voraussetzen.</p>
<p>Ich habe die Scribus-PDF anschließend in Acrobat via Preflight in ein PDF/X-1a überführt. Dabei zeigte der Preflight &#8220;Glyphen&#8221;-Probleme an. Offenbar liegt das ein einer prähistorischen Schrift in meinem Layout. Da Scribus die Konvertierung der Fonts in Pfade anbietet, war auch das lösbar:</p>
<div id="attachment_703" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><img class="size-large wp-image-703 wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone" title="abb_flyer_scribus_pdf_s1" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_scribus_pdf_s1-1024x748.jpg" alt="Testflyer Scribus Seite 1" width="584" height="426" /><p class="wp-caption-text">Testflyer Scribus Außenseiten</p></div>
<p>Im gedruckten Flyer hat die RGB-CMYK-Konvertierung – als einzigem Programm – zu einer perfekten Übereinstimmung des 12%-RGB Wertes mit dem 12%-K Wertes des Hintergrundes geführt. Da kann man schon mal staunen!</p>
<div id="attachment_704" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><img class="size-large wp-image-704 wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone" title="abb_flyer_scribus_pdf_s2" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_scribus_pdf_s2-1024x748.jpg" alt="PDF Flyer Scribus S.2" width="584" height="426" /><p class="wp-caption-text">Testflyer Scribus Innenseiten</p></div>
<h2>Genervt hat mich:</h2>
<ul>
<li>Die sehr steile Lernkurve, die Scribus dem Anwender abverlangt. Auch, wenn sich der Aufwand lohnt.</li>
<li>Dass ich keine direkten Kontrolldrucke auf meinem Tintenstrahler erzeugen konnte.</li>
<li>Die sehr lückenhafte und teilweise stark veraltete Dokumentation. Auch, wenn ich online auf alle meine Fragen Antworten gefunden habe – meist in englischer Sprache.</li>
<li>Scribus kann das Überdruck-Verhalten einzelner Objekte nicht steuern. Es können nur Sonderfarben definiert werden, die dann die Eigenschaft des Überdruckens angehängt bekommen.</li>
</ul>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Wenn ich Print ohne Budget produzieren müsste, würde sich jede Sekunde des Lernens an und mit Scribus bezahlt machen. Die Hürden sind hoch, doch die Ergebnisse überzeugen auf ganzer Linie:</p>
<div id="attachment_708" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><img class="size-large wp-image-708 wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone" title="abb_flyer_scribus_normlicht" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_scribus_normlicht-1024x486.jpg" alt="Scribus unter Normlicht" width="584" height="277" /><p class="wp-caption-text">Gedruckter Scribus-Flyer unter Normlicht</p></div>
<h2>Overall:</h2>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 130px;">Interface:</td>
<td style="width: 56px;">
<p align="center">+</p>
</td>
<td style="width: 426px;">anders, funktional kompakt, raumgreifend</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 130px;">Performance:</td>
<td style="width: 56px;">
<p align="center">++</p>
</td>
<td style="width: 426px;">meist sehr flott – immer mal wieder Gedenksekunden</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 130px;">Tools:</td>
<td style="width: 56px;">
<p align="center">++</p>
</td>
<td style="width: 426px;">vielfältig, interessante Sonderfeatures – aber nicht hübsch anzuschauen</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 130px;">Inkjet-Ausdruck:</td>
<td style="width: 56px;">
<p align="center">–</p>
</td>
<td style="width: 426px;">ist mir nicht gelungen</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 130px;">PDF-Export:</td>
<td style="width: 56px;">
<p align="center">+</p>
</td>
<td style="width: 426px;">qualitativ gut, aber mit leichten Fehlern behaftet</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 130px;">Gesamtwertung:</td>
<td style="width: 56px;">
<p align="center">+++</p>
</td>
<td style="width: 426px;">Preis-Leistung ist unschlagbar</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Herstellerinfos</h2>
<p><a href="http://www.scribus.net/" target="_blank">http://www.scribus.net/</a></p>
<h2>Preis</h2>
<p>0,– EUR</p>
<p>Aber: ein gerüttelt Maß technisches Verständnis und Zeit sind zu investieren!</p>
<p>… und weiter zum alten Recken <a href="http://printpraxis.net/2012/03/28/testflyer-xpress/">Quark XPress</a>!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2012%2F03%2F28%2Ftestflyer-scribus%2F&amp;title=Testflyer%20Scribus%20%E2%80%93%20Krieg%20der%20Welten%20%E2%80%93%202%2F6" id="wpa2a_36"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>52</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Krieg der Welten – 1/6</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 07:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jason Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Druckvorstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Farbmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Adobe InDesign]]></category>
		<category><![CDATA[CorelDRAW]]></category>
		<category><![CDATA[DTP]]></category>
		<category><![CDATA[Layout]]></category>
		<category><![CDATA[pdf]]></category>
		<category><![CDATA[Quark XPress]]></category>
		<category><![CDATA[Scribus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Flyer zwischen XPress, InDesign und Scribus und … CorelDraw Im Herzen bin ich ein klassischer DTPler, ein „Reinzeichner“, ein Mann von Schusterjunge, Hurenkind und dem schnellen Vektorlogo. Mein Erstkontakt mit DTP fand Mitte/Ende der 1980er Jahre mit der Software „PublishingPartner“ auf dem Amiga statt. Ich bastelte Kassettencover, die ich auf meinem NEC P6 24-Nadeldrucker [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it.
<h2>Ein Flyer zwischen XPress, InDesign und Scribus und … CorelDraw</h2>
<div id="attachment_764" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/flyerparade1.jpg"><img class="size-large wp-image-764" title="flyerparade" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/flyerparade1-1024x424.jpg" alt="Foto aller Flyer-Druckmuster" width="584" height="241" /></a><p class="wp-caption-text">Bis zu diesem Foto war es ein weiter Weg …</p></div>
<p>Im Herzen bin ich ein klassischer DTPler, ein „Reinzeichner“, ein Mann von Schusterjunge, Hurenkind und dem schnellen Vektorlogo. Mein Erstkontakt mit DTP fand Mitte/Ende der 1980er Jahre mit der Software „PublishingPartner“ auf dem Amiga statt. Ich bastelte Kassettencover, die ich auf meinem NEC P6 24-Nadeldrucker lautstark in die Welt hämmerte. Meist warf ich ein Schafsfell über den Drucker um den Lärm zu dämmen … aber ich war angefixt.</p>
<blockquote><p><strong>Looking for an English version of this story?</strong> Let me <a title="Impressum" href="http://printpraxis.net/impressum/">know</a> – and please <span style="text-decoration: underline;">don&#8217;t use</span> Babelfish, Google Translate … they turn the content into a complete mess.</p></blockquote>
<p><span id="more-691"></span>Nach einigen Umwegen machte ich dieses Hobby zu meinem Beruf und arbeitete fortan in einem modernen Litho-Unternehmen an einer Quadra 700 mit Quark XPress 3.1. Für die geforderte Katalogproduktion musste man etwas Demut mitbringen; aber man lernte, effektiv zu arbeiten. Sprich: Mausklicks und überflüssige Aktionen zu sparen.</p>
<p>Irgendwann driftete Quark in pechschwarzer Hybris ab und stagnierte in vielerlei Hinsicht. Ich wendete mich InDesign zu, jenem modernen, kompakten und intuitiv zu bedienenden Programm, das es in Version 1.0 und 1.5 noch war. Eine Befreiung! Kein Dongleärger mehr, spielerisches Layouten, eine unglaublich gute Bildschirmdarstellung … es gab nur wenige Gründe, ein Tränchen in Richtung Quark zu verdrücken.</p>
<p>Seit nunmehr gut 10 Jahren arbeite ich fast ausschließlich mit InDesign. Wenn ich Quark öffne, bekomme ich wohlige Gefühle; Ausbildung, Sicherheit, ein einfaches Leben. Doch wehe, ich soll etwas darin arbeiten. Ich stolpere umher wie ein Schulpraktikant in PowerPoint. Es fühlt sich schlimm an. Niemand fordert es von mir; der letzte Kunde, der XPress-Files geliefert hat, war eine frisch pleitegegangene Druckerei.</p>
<p>Es geht mir bei diesem Vergleich nicht darum, die Programme gezielt auszutricksen oder an irgendein selbstgestecktes Limit zu führen. Nein, ganz im Gegenteil:</p>
<p>Ich möchte sinnvoll vorbereitete RGB/CMYK-Daten in die Layouts stopfen. Ich richte die Programme gemäß aktuell dokumentierter Farbmanagement-Settings ein und tue nichts, womit ich bewusst Ärger provoziere. Kurz: ich verhalte mich professionell und erwarte, dass die Programme mir eine druckfähige PDF liefern. Die ich dann auch tatsächlich bei einer Onlinedruckerei produzieren lasse. Schnitt.</p>
<h2>Warum mache ich das hier?</h2>
<p>Vor ein paar Jahren bin ich erstmalig über das OpenSource-DTP-Programm <a href="http://www.scribus.net/" target="_blank">Scribus</a> gestolpert, habe es in einem mühseligen Prozess installiert, ein wenig darin herumgeklickt und das Experiment nach dem dritten Absturz beendet. Das ist nix. Oder besser: das war nix. Doch kürzlich gab es eine neue Meldung: Scribus 1.4 wäre jetzt verfügbar. Eins Punkt Vier? Also quasi noch immer Beta? Viele angezeigte Eckdaten ließen vermuten, dass Scribus nun auch aus Sicht eines Mac-Anwenders langsam ein „normales“ Programm geworden ist. Aber das wollte ich nun etwas genauer wissen. Gesagt, getan:</p>
<p>Die Installation von Scribus läuft zunächst ohne besondere Auffälligkeiten ab. Als ernsthafter Anwender merkt man schnell, dass man tunlichst <a title="Wikipedia über GhostScript" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghostscript" target="_blank">GhostScript</a> installieren sollte … sonst hat man wenig Freude an den fehlenden EPS- und sonstigen Vektorfunktionalitäten. Kleine Randbemerkung an dieser Stelle: auch CorelDRAW ist auf GhostScript angewiesen.</p>
<p>Scribus kann alles, was man von einem DTP-Programm erwartet. Und verfolgt einen anderen Bedienansatz als die anderen getesteten Programme. Das ist spannend und eröffnet neue Möglichkeiten. Es gibt ein funktionierendes Farbmanagement, man kann zuverlässig mit Ebenen und Absatzformaten arbeiten. Und es hat äußerst leistungsfähige Vektorfunktionen – bis hin zu einem integrierten Barcode-Generator, den, noch ausgefeilter, auch CorelDraw besitzt.</p>
<p>Ich beschloss, mich ein wenig selbst zu kasteien und ein doppeltes Experiment zu wagen: als heute eingefleischter InDesign-User wollte ich dort einen Flyer erstellen, der aus meiner Sicht aktuelle Basics nutzen sollte. Einen Flyer, den ich in einem halben Tag in InDesign komplett ausentwickeln kann. Einen Flyer, bei dem ich an keinem Punkt in InDesign darüber nachdenken muss, wie ich ihn umsetzen kann. Basics eben. Und diesen Flyer wollte ich dann nicht nur im mir vollkommen unbekannten Scribus nachsetzen, sondern auch in XPress 9. Denn ich wollte wissen, wo Quark in Bezug auf die Grundlagen des DTP heute steht. Kein XML, keine Datenbankanbindungen. Keine Apps, kein Webexport. Nein. Einfach nur „Reinzeichnung“.</p>
<h2>Back to the roots – einfach nur Satzarbeit!</h2>
<p>Eins nehme ich direkt vorweg: in Scribus habe ich mich gerne gequält. Denn ich konnte sehen, dass man einen anderen Ansatz verfolgt, als ich es gewohnt bin. Das muss aber nicht falsch sein. Und wenn ich damit kämpfe, wird es vermutlich primär an mir und meiner mangelnden Übung liegen. XPress hingegen hat mich während der Arbeit an diesem Test innerlich mehrfach fast kollabieren lassen. Dort hat sich für den Reinzeichner in den letzten 10 Jahren wenig bis nichts getan – und einige Funktionen, welche man in InDesign seit Jahren so unreflektiert nutzt, dass man nicht mal auf die Idee kommt, dass das anderswo nicht lösbar sein könnte, lassen einen in XPress staunen: weil dort nichts Vergleichbares zu finden ist.</p>
<p>Und als ich meine drei Flyer fertig hatte, juckte es mich in den Fingern, auch noch eine aktuelle Version von CorelDraw zu testen …</p>
<h2>Goin’ all the way … bis zum Druck</h2>
<p>Alle Flyer habe ich druckfertig aufbereitet und die erzeugten PDFs der Online-Druckerei <a href="http://hot-flyer.de/" target="_blank">hot-flyer.de</a> übertragen; denn ich wollte wissen, ob es bei dem unterschiedlichen PDF-Handling zu eklatanten Abweichungen zwischen den Flyern kommt. Es ist also kein Test dieser speziellen Onlinedruckerei – ich habe sie nur deshalb gewählt, weil ich dort 10 Flyer für einen Endpreis von weniger als 10 Euro ordern konnte. Inklusive Versand. Mir war wichtig, die erzeugten PDFs einmal durch einen mir unbekannten Workflow laufen zu lassen um zu sehen, was passiert:</p>
<div id="attachment_694" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_indesign_pdf_s1.jpg"><img class="size-large wp-image-694" title="abb_flyer_indesign_pdf_s1" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_indesign_pdf_s1-1024x739.jpg" alt="Außenseite des InDesign-Flyers" width="584" height="421" /></a><p class="wp-caption-text">Außenseiten des InDesign-Flyers</p></div>
<div id="attachment_695" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><img class="size-large wp-image-695 wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone wp-caption alignnone" title="abb_flyer_indesign_pdf_s2" src="http://printpraxis.net/wp-content/uploads/2012/03/abb_flyer_indesign_pdf_s2-1024x739.jpg" alt="Abbildung Flyer InDesign Innenseite" width="584" height="421" /><p class="wp-caption-text">Innenseiten des Flyers</p></div>
<p>Lehrgeld musste ich übrigens wegen des komplexen Farbmanagements von XPress zahlen: mir ist leider ein Setting durchgerutscht, weswegen die unseligen Quark-eigenen „Generic“-Profile zur Umsetzung von RGB nach CMYK zum Einsatz kamen – damit waren die RGB-Objekte stark ins Rötliche verschoben. Äußerst ärgerlich – zumal ich schon bei der Einrichtung sehr genau wusste, was ich tue.</p>
<p>In der folgenden Beitragsreihe stelle ich nun die vier Programme lose in diesen Bereichen gegenüber:</p>
<ul>
<li>Dokumentanlage und prinzipielles Objekthandling</li>
<li>Arbeitsumfeld. Wie wird der Bildschirm genutzt, nutzbar gemacht?</li>
<li>Textbearbeitung, Stilvorlagen, Umbrüche</li>
<li>Umgang mit Farbräumen und Transparenzen sowie Effekten</li>
<li>Leistungsfähigkeit der integrierten Vektortools</li>
<li>Testdrucke auf Inkjets und Datenaufbereitung für den Drucker</li>
<li>Besondere Stärken und Schwächen der Programme</li>
</ul>
<p>Beginnen möchte ich mit Scribus. Denn es war der eigentliche Auslöser … <a href="http://printpraxis.net/2012/03/28/testflyer-scribus/">los geht&#8217;s</a>!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fprintpraxis.net%2F2012%2F03%2F28%2Fkrieg-der-welten%2F&amp;title=Krieg%20der%20Welten%20%E2%80%93%201%2F6" id="wpa2a_38"><img src="http://printpraxis.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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