drupa 2012

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Ich möchte gar nicht viel zur drupa schreiben, denn das dürfte anderswo reichlich und fundiert passieren. Aber ich sollte wohl meine Eindrücke schildern; wo sehe ich die Trends, wo scheiden sich Vergangenheit und Zukunft.

Seit ich mich mit Print beschäftige, nimmt auf dieser Messe die Bedeutung des “Schwermetalls” kontinuierlich ab – und gleichzeitig bekommen Dienstleistung und Software immer mehr Drehmoment. Dieser Trend wird weiterhin anhalten:

Digitalmaschinen mit ihren Fähigkeiten zur totalen Personalisierung werden konventionelle Maschinen in sämtlichen Anwendungen bis zu mittleren 5-stelligen Auflagen ablösen. Denn es ist nicht sinnvoll, klassische Produkte auf ungeeigneten und komplexen Wegen zu erzeugen. Daneben bleiben Nischen für alles Mögliche, klar. Aber nicht für die Masse.

Kleiner Ausblick:

Das von Herrn Landa entwickelte Digitaldruck-Prinzip löst zur nächsten Drupa sämtliche anderen, bis dahin nicht ausentwickelten technischen Konzepte ab, die nicht auf hohe Auflagen optimiert sind. Es wird Maschinen geben, die beide Konzepte, Nano und Offset, in einer Anlage vereinen. Damit sind mit definiertem finanziellen Einsatz durch den Druckereibetreiber große Bandbreiten künftig entstehender Kundenanforderungen mit einer Anlage abbildbar. Auftraggeber werden nicht mehr bewusst zwischen personalisierten und anderen Jobs unterscheiden (müssen).

Zeitgleich rücken Lösungen zur Jobverwaltung, Kundenkommunikation und Datenaufbereitung immer enger zusammen und automatisieren zunehmend den Weg vom Kunden auf die Maschine. Immer weniger Bediener nutzen hochkomplexe, aber mit einfachster Bedienoberfläche ausgestattete Tools, um in kürzester Zeit vom Kundenbriefing zur personalisierten Lieferung zu kommen. Personalisiert bedeutet in diesem Zusammenhang auch: das Print-Produkt wird “Tracking-fähig” durch aufgedruckte RFID-Informationen oder ähnliche Lösungen – bei gleichzeitig gesteigertem Endkundennutzen durch das intelligente Printprodukt.

Glauben Sie nicht? Dann besuchen Sie, solange die drupa noch läuft, folgende Stände:

Stören Sie sich nicht daran, dass die aktuell vielleicht nicht miteinander reden. Einige tun es bereits. Bei der nächsten drupa wird es Lösungen geben, die Features all dieser Tools zusammenziehen und in ihrem möglichen Gesamtnutzen einfacher verfügbar machen.

Setzen Sie sich danach irgendwo in die Sonne, trinken ein Bier und überlegen Sie kurz, was passieren kann, wenn diese Systeme verknüpft arbeiten. Denn genau das wird passieren.

Bis zur nächsten drupa wird noch ein weiteres Phänomen durchschlagen:

Die Menschen, die Print- oder Online-Content erzeugen, werden in die Lage kommen, für die jeweils andere Welt Content zu erzeugen. Und das wird eine echte Revolution werden; weil beide Welten aktuell in der Praxis wenig Verständnis für die Probleme des anderen aufbringen. Diese Probleme werden sich durch die neuen Systeme reduzieren und verschwinden. Dadurch werden vollkommen neue Marketingprodukte entstehen, die Print, Online und insbesondere Mobile organisch verbinden.

Also; ich freue mich auf die nächste drupa. Sie auch?

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Ein Gedanke zu „drupa 2012

  1. Jörg Friedrich

    Viele richtige Gedanken, in Bezug auf die echte Revolution “Content is the King” gehe ich auch davon aus, dass die Verknüpfung von Print und Digital (mit allen Kanälen wie www, sm, mobile, …) kommt.
    Nein, sogar kommen muss! Drucker werden zukünftig nur als guter (und echter) Mediendienstleister im Markt eine entscheidende Rolle spielen. Ich befürchte jedoch, dass die genannten Ansätze mal wieder von der “klassischen” Druckindustrie verschlafen werden und sich neue starke Player am Markt etablieren.
    VG vom Tegernsee
    Jörg

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