Google Webfonts für Print-Layouts nutzen

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Kürzlich habe ich meine Version von Extensis Suitcase frischgemacht und blieb beim Überfliegen der Release Notes an einer kleinen Info hängen, die außerordentlich intensiv nachwirkte: Da stand – sinngemäß – dass ich nun auch die mittlerweile knapp 700 Google Webfonts in Suitcase Fusion 3 verwalten könnte. Das erstaunte mich …

Der Grund, weswegen ich zunächst irritiert reagierte, war, dass ich bisher noch nie die Webfont-Funktionalität ausprobiert hatte, die Extensis ebenfalls via Suitcase als kostenpflichtige Zusatzdienstleistung anbietet. Und nun kann ich die frei verfügbaren Google Webfonts nutzen? Das ist irgendwie „andersherum“ – und das fand ich überaus spannend. Also probierte ich es gleich aus:

Google-Webfonts verwalten, als wären sie lokal installiert

Nun ist eine aktivierte Schrift noch lange keine, die auch einen praktischen Nutzen haben muss. Also weiter in Richtung InDesign:

Die aktivierte Schrift zeigt keine besonderen Auffälligkeiten in InDesign

Bei der Arbeit mit der Schrift in InDesign gibt es keine nennenswerten Einschränkungen. Der Zeichenumfang ist nicht sehr groß, beinhaltet aber die deutschen Umlaute und noch ein wenig „drumherum“.

Also weiter zur Königsdisziplin: kann man von dem Dokument ein valides PDF schreiben?
Ja, man kann. Folgendes Bild ergibt sich über die PDFx-ready Settings in v1.3:

Das PDF ist valide und zeigt keinerlei Auffälligkeiten

Tja. Ich finde keinen Grund zu meckern. Das ist eine saubere Implementierung!

Allerdings habe ich mir nicht die Mühe gemacht zu recherchieren, ob Google das auch so toll findet wie ich oder diese Funktionalität rechtlich in irgendeiner Weise einschränkt.

Warum ich das so toll finde?

Ganz einfach: Google Webfonts können auf diesem Weg sowohl stabil für Print-Produkte eingesetzt werden als auch für Online- oder Mobile-Anwendungen. Denn dass die Nutzung via Cascading Stylesheets einwandfrei funktioniert, dürfte allgemein bekannt sein.

Kurz und gut: das ist eine großartige, mir neue, Möglichkeit, ein einheitliches crossmediales Corporate Design auf günstigstem Preisniveau zu verwirklich. Klasse!

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5 Antworten auf „Google Webfonts für Print-Layouts nutzen“

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