Heidelberg erwacht aus dem Dornröschenschlaf

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Leider bin ich nur zufällig darüber gestolpert – eine deutlich wahrnehmbare offizielle Information von Heidelberg wäre wünschenswert gewesen:

In verschiedenen Tweets von US-Anwendern wurde vergangene Woche auf eine Pressemitteilung von Pageflex in den USA gelinkt, die endlich einmal ein so gewaltiges Potential birgt, dass die Heidelberger sich vielleicht doch noch am eigenen Schopf aus dem sprichwörtlichen Sumpf ziehen könnten, in dem sie derzeit bis zur „Oberkante Unterlippe“ stecken:

Heidelberg hat die Web-to-Print Lösung von Pageflex für den weltweiten OEM-Einsatz lizensiert und will das System als Modul in seinen Prinect-Workflow integrieren.

Was auf den ersten Blick nur wie ein weiterer kopfloser Zukauf wirken mag, birgt in Wahrheit ein ungeheures Potential, das Heidelberg durch die direkte Anbindung des Endkunden von Druckunternehmen freisetzen kann.

Denn wenn es Heidelberg gelingt, das überaus komplexe Pageflex so sauber und bedienbar in Prinect zu integrieren, dass ein klassisches „Druckvorstufen“-Team es im Sinne des Endkunden konfigurieren und effektiv einsetzen kann, dann haben sie eine Lücke im System „Print“ geschlossen, die – auf höchstem technischen Niveau – Druckunternehmen die Chance gibt, endlich perfekte Kundenbindung zu betreiben.

Pageflex bietet mit seinen regelbasierten Layout-Automatismen und den integrierten Workflow-Steuerungsmöglichkeiten Druckunternehmen die Chance, unterschiedlichsten Kundenkreisen wieder (!) die „Satzdienstleistung“ anzubieten, die sie in den letzten Jahren – aus verschiedensten Gründen – verloren haben. Und damit ging auch viel qualitative Kundenbindung den Bach hinunter. Die Möglichkeiten von Pageflex, eingebettet in den ohnehin sehr umfassenden und praxisorientierten Ansatz von Prinect (bis hin zum MIS!) liefern – so das Ganze bedienbar bleibt/wird – ein wahrhaftiges „Rundumsorglospaket“ für Vorstufen-/Druckunternehmen.

Und genau das wäre dann das „trojanische Pferd“, das ich kürzlich noch schmerzlich vermisst habe.

Bleiben einige kleinere (sic!) Herausforderungen:

Gelingt die nahtlose Integration? Ist das „Modul“ am Ende noch für Nicht-ITler einsetz- und nutzbar? Wird das Preismodell so gestaltet, dass Vorstufenunternehmen die Lösung tatsächlich einsetzen, sprich: bezahlen, können? 

Wir werden sehen … Erstmal bin ich begeistert. Denn das wäre endlich mal „Print“ mit Zukunft!

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