Lapsus in der „Motor Klassik“

Dieser Tage hat sich die Zeitschrift "Motor Klassik" aus dem Stuttgarter Haus "Motor Presse" eine umfassende Frischzellenkur gegönnt:

Neben einem kompletten Redesign der Zeitschrift kam nun auch noch ein überarbeiteter Internetauftritt dazu. Beides hat mich, als langjähriger Konsument der Motor Klassik, leider nicht überzeugen können. Aber vielleicht werde ich langsam zu alt; steckt mir doch noch das letzte Redesign der Monatsschrift in den Knochen – das ich damals sehr gelungen fand. 

Über die Jahre hat leider ein bestimmtes Qualitätsmerkmal der Motor Klassik immer mehr gelitten, das einstmals unverrückbar in der Brandung stand: das Lektorat. Darüber hätte ich abermals hinweggesehen, wenn nicht viele Wellen gleichzeitig über dem Schornstein des einstmals stolzen Schiffes Motor Klassik zusammengeschlagen wären:

Mir gefällt das neue Design soviel weniger als das alte (auch mit einigen Tagen "Wartefrist"), dass ich es erwähnen muss. Der neue Internetauftritt konfrontiert mich immer wieder mit 404-Fehlern, fehlerhaften Links und dann auch noch singulär auftauchenden Werbeinfos, dass ich mich als Abonnent etwas, hüstel, gelangweilt fühle. Und zu guter Letzt hat das eingesparte Lektorat in der vorliegenden "Erstausgabe" auch noch eine besonders heftige und großflächige Blüte getrieben:

Fremdenwervekhr? In der Headline? Autsch.

Als DTPler, der oft zu lange und tief in der Nacht an solchen Dingen arbeiten musste, ist mir vollkommen klar, wie das entstanden ist. Aber: in jeder Ausgabe stecken mittlerweile so unendlich viele "kleine" Fehler; primär orthografischer Natur, dass der Dampfer aus meiner Sicht langsam durch unerträglich schweres Wasser geht. 

Liebe Motor Presse; wenn schon "Premium", dann bitte richtig. Möge die "Oldtimer Markt" als orthografische Referenz dienen; dort finde ich deutlich weniger Fehler. Reißt euch also bitte etwas am Riemen und beginnt wieder, mich mit Qualität im Detail zu begeistern. Lasst euch Zeit und vermeidet Beleidigungen des Auges und die Vergeudung meiner kostbaren Zeit durch ineffektive Internetauftritte. Denn eigentlich freue ich mich jeden Monat auf das Heft …