Ein Gedanke zwischendurch … (4)

Warum ist es bei Quark XPress in der Mac-Version eigentlich bis heute (Version 8.1.6.2; ja, das ist die aktuelle) nicht möglich, automatisch eine Dateiendung/Extension an den Dateinamen anhängen zu lassen?

Sucht man im Netz nach Antworten, findet man primär in den Quark-Foren allerlei verzweifelte Einträge. Und leider keine belastbaren Antworten von Quark selbst. Schnell entwickelt sich die Fragestellung, ob .qxd oder .qxp eigentlich die korrekte Endung für eine aktuelle XPress-Datei ist. Auch dazu findet man in verschiedenen Foren eine Reihe von Einträgen, die stets mit einer ähnlichen resignativen Wendung schließen; also, eigentlich müsste das doch gehen … nein? … umpf, merkwürdig. Dann hänge doch einfach selbst die Endung an. Aber welche denn nun? Tja:

Mit etwas Geduld lässt sich erschließen, dass offenbar .qxd bis Version 5 korrekt ist und .qxp danach eingeführt wurde und bis heute genutzt wird. Als Eselsbrücke mag dienen, dass das etwas mit dem „Projektgedanken“ (.qxP) zu tun haben mag, den Quark irgendwann einführte, um mehrere Layouts in einer Datei vorhalten zu können. Dann bleibt noch .qxt für die XPress-Templates übrig.

Ich meine mich zu erinnern, dass vor einigen Jahren ein Aufschrei durch die Mac-Gemeinde ging, als Apple verkündete, dass künftig die Datei-Indentifikation per Resource-Fork in MacOS X nicht mehr genutzt werden soll und man nun bitte auf die Nutzung von Dateiendungen umstellen möchte. Mittlerweile scheinen sich alle dran gewöhnt zu haben (mich eingeschlossen). Nur Quark; ein kleiner Stamm unnachgiebiger Programmierer im fernen Denver, Colorado …

Erstaunlicherweise funktioniert das Mac-intern bis heute sehr gut. Weswegen die meisten XPress-Anwender auf dem Mac von diesem Problem offenbar nichts mitbekommen. Zumindest, bis sie anfangen sich mit Windows-Usern auszutauschen oder Workflows aufbauen zu müssen:

Das praktische Problem, das sich mit der Abwesenheit von automatisch angehängten Extensions einstellt, ist, dass damit XPress-Files in einem Workflow, der Objekte via Endung identifiziert, beständig „rausfallen“ und nicht verarbeitet werden. Das ist unangenehm. Und darüber hinaus erschwert es den Austausch mit den Usern aus der Windows-Welt. Denn leider versäumt es Quark (ich habe jedenfalls in der Hilfe nichts gefunden) dem Mac-User zu erklären, welche Endung er anhängen soll, wenn er seine Datei an einen Windows-User übermitteln möchte. Was dann wieder ins nächste Problem führt, weil der Empfänger (und sein Mailprogramm) nichts mit dem endungslosen Dokument im Mailanhang anfangen kann.

Lustigerweise gibt es im Support-Bereich der Quark-Homepage einen „QuarkXPress 8 Troubleshooting Guide„, in dem gesagt wird, dass – so man Probleme mit dem Dateiaustausch oder der Dateiablage auf Windows-Servern hat – doch einfach eine Windows-Endung an den Dateinamen anhängen! soll (Seite 30 der PDF). Zum Beispiel .qxp oder .qpt. QPT? Leider findet sich auch an dieser Stelle kein Hinweis, welche Endungen es gibt/gab/man benutzen sollte.

Leider habe ich auch in der Knowledge-Base auf der Quark-Homepage dazu keine Erklärung gefunden. Aber vermutlich bin ich der einzige XPress-User, der immer wieder mit dieser unverständlichen Lücke im System kämpft. Oder? Fragen über Fragen …

Nachtrag: Herr Lauterbach hat da etwas! Freundlicherweise hat er seine kostenfreie XTension für Quark wieder bereitgestellt, die an den Dateinamen beim Sichern die Endung .qxp anhängt. Der Name der XTension: AddSuffix (für XPress 7 und 8).

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